... stehen immer noch im Widerspruch zueinander
Obwohl beim derzeitigen Vorgehen zur Energiewende nachweislich der CO2-Ausstoß weiter steigen muss, je mehr Windräder in Betrieb gehen, wird mit harten Bandagen weitergemacht. Die Branche weigert sich, auf immer weitere Steigerung der Profite zu verzichten, und wiegelt sogar die Leute auf. Die Lobby hat sogar die Presse im Griff. Unter publikumswirksamem Gejammer, aber in Wirklichkeit aus Eigennutz.
Jetzt geht's über die Internet-Medien weiter. Siehe die Fake-News in den Argumenten der jüngsten Campact-Petition "Klimaschutz und Kohleausstieg":
"Die Union drischt auf den Klimaschutz ein. Jetzt will Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auch noch den Ausbau der Erneuerbaren Energien verschleppen. Sonder-Ausschreibungen auf der Kippe!"
Diese Behauptung ist frech und grundweg falsch: Altmeier und andere bemängeln lediglich, dass der schrittweise Abbau der Subventionen, wie er unter der vorigen Bundesregierung beschlossen in 2017 in 4 Schritten vollzogen wurde, Anfang 2018 von der Netzagentur entgegen den eigenen Regeln unterbrochen(!) wurde. Vorgesehen war eigentlich das Abschmelzen der Subventionen, um Bezahlbarkeit und Akzeptanz der Energiewende zu verbessern und damit die Energiewende langfristig zu sichern!
Jetzt in 2018 bekommen informierte Bürger langsam die Wut, weil immer noch nicht gelöst ist, was schon lange als Kernproblem bekannt war. Die Verbandslobby hat wieder mal erfolgreich ihre Geldquelle verteidigt und die Verbraucher zahlen.
In Deutschland gab es mal einen wohlgeordneten Atomausstieg und eine Energiewende, deren Beschlüsse wegen ihrer Tragweite begleitet wurden von einer Ethik-Kommission. Aber vor 7 Jahren, am 11. März 2011 gab es das Erbeben in Japan, in dessen Folge das Kernkraftwerk Fukushima havarierte. Danach gingen in Deutschland die Pferde durch. Sie galoppieren noch heute ungezügelt ..
Landesverband NRW der Bürgerinitiativen für vernünftige Energiepolitik
Montag, 7. Mai 2018
Mal zur Erinnerung etwas aus 2015 :
Tagung von Politik und Wissenschaft 2015 in Wülsdorf (Brandenburg) (Link siehe unten)
Am 22. Juni 2015 fand in Wünsdorf der erste Brandenburger Energiedialog statt. Hochrangige Vertreter aller im brandenburgischen Landtag vertretenen Parteien folgten der Einladung seitens der brandenburgischen Vernunftbürgerschaft.
Der Vortrag Weimann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) (Video 40 Minuten):
Prof. Dr. Joachim Weiman weist nach, dass eine nur nationale deutsche Klimapolitik keinen Sinn macht und im Ergebnis steigende Strompreise, verstärkten Einsatz von Braunkohle, einen hohen Ressourcenverbrauch und keine Reduzierung von Kohlendioxyd in der Atmosphäre verzeichnen wird.
Der Vortrag Dr. Nikolai Ziegler (Vernunftkraft) (Video 32 Minuten):
Dr. Ziegler erläutert die mangelnde Bürgerakzeptanz: Warum verfehlen wir in Deutschland trotz immer mehr Anstrengungen die 3 Energiewendeziele
1. Bezahlbarkeit,
2. Versorgungssicherheit,
3. Umweltverträglichkeit.
In der anschließenden "Diskussion" reden brandenburgische Politiker aller Seiten (Video 1 Std 11 Minuten).
Hier der Link zu den Videos der Tagung mit 2 Vorträgen und Diskussion
http://www.vernunftkraft.de/energiedialog-brandenburg/
Am 22. Juni 2015 fand in Wünsdorf der erste Brandenburger Energiedialog statt. Hochrangige Vertreter aller im brandenburgischen Landtag vertretenen Parteien folgten der Einladung seitens der brandenburgischen Vernunftbürgerschaft.
Der Vortrag Weimann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) (Video 40 Minuten):
Prof. Dr. Joachim Weiman weist nach, dass eine nur nationale deutsche Klimapolitik keinen Sinn macht und im Ergebnis steigende Strompreise, verstärkten Einsatz von Braunkohle, einen hohen Ressourcenverbrauch und keine Reduzierung von Kohlendioxyd in der Atmosphäre verzeichnen wird.
Der Vortrag Dr. Nikolai Ziegler (Vernunftkraft) (Video 32 Minuten):
Dr. Ziegler erläutert die mangelnde Bürgerakzeptanz: Warum verfehlen wir in Deutschland trotz immer mehr Anstrengungen die 3 Energiewendeziele
1. Bezahlbarkeit,
2. Versorgungssicherheit,
3. Umweltverträglichkeit.
In der anschließenden "Diskussion" reden brandenburgische Politiker aller Seiten (Video 1 Std 11 Minuten).
Hier der Link zu den Videos der Tagung mit 2 Vorträgen und Diskussion
http://www.vernunftkraft.de/energiedialog-brandenburg/
Rekordjahr für die Windindustrie
Aus einem aktuellen Text der Bezirksregierung Detmold
https://www.bezreg-detmold.nrw.de/100_Startseite/010_Meldungen/Windenergie/index.php
"Insgesamt stellte das Jahr 2017 ein erneutes Rekordjahr für den deutschlandweiten Ausbau der Windenergienutzung dar. Als Hauptursache gelten hier die „Überhänge“ aus dem Jahr 2016. Das heißt, dass etliche, noch im Jahr 2016 auf der Grundlage des alten Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) genehmigte WEA erst im Jahr 2017 zur Bauausführung gelangt sind."
D.h. doch, die Kapazitäten der am Aufbau beteiligten Firmen waren in 2017 weit über Plan ausgelastet. Die Tatsache, dass jetzt der Überhang abgearbeitet ist und man zum Alltag zurückkehren muss, stellt die Branche laut jammernd als Katastrophe dar für die Firmen und die Arbeitsplätze, und die Politik müsse gefälligst helfen.
Zu dem Zweck wird von der Lobby über die Medien Stimmung gemacht und behauptet, Minister Altmeier wolle die Energiewende kaputt machen.
Wenn sich die Medien dazu hingeben, vorrangig solche scheinheiligen und eigennützigen Alarmrufe als Information zu verbreiten, ist der Ausdruck Lügenpresse wohl nicht abwegig.
https://www.bezreg-detmold.nrw.de/100_Startseite/010_Meldungen/Windenergie/index.php
"Insgesamt stellte das Jahr 2017 ein erneutes Rekordjahr für den deutschlandweiten Ausbau der Windenergienutzung dar. Als Hauptursache gelten hier die „Überhänge“ aus dem Jahr 2016. Das heißt, dass etliche, noch im Jahr 2016 auf der Grundlage des alten Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) genehmigte WEA erst im Jahr 2017 zur Bauausführung gelangt sind."
D.h. doch, die Kapazitäten der am Aufbau beteiligten Firmen waren in 2017 weit über Plan ausgelastet. Die Tatsache, dass jetzt der Überhang abgearbeitet ist und man zum Alltag zurückkehren muss, stellt die Branche laut jammernd als Katastrophe dar für die Firmen und die Arbeitsplätze, und die Politik müsse gefälligst helfen.
Zu dem Zweck wird von der Lobby über die Medien Stimmung gemacht und behauptet, Minister Altmeier wolle die Energiewende kaputt machen.
Wenn sich die Medien dazu hingeben, vorrangig solche scheinheiligen und eigennützigen Alarmrufe als Information zu verbreiten, ist der Ausdruck Lügenpresse wohl nicht abwegig.
Windrad-Unfall bei Borchen: Gutachter stellt Gefahr für Tiere fest
Kreis Paderborn. Die beim Windrad-Unfall in Borchen zerborstenen Rotorblätter stellen "eine erhebliche Gefahr für die Tiergesundheit dar", heißt es in einem Gutachten. Wenn Tiere beim Grasen diese Kleinstteile aufnehmen, könne es zu inneren Verletzungen kommen.
Der Gutachter empfiehlt deshalb, den ersten Grasschnitt sowie die Getreideernte und Stroh zu entsorgen und danach die Flächen noch einmal zu begehen. Auch sollten aus seiner Sicht weitere Experten der in diesem Bereich tätigen Vertreter der Landwirtschaftskammer NRW" hinzugezogen werden, um das Gefährdungspotenzial für die Tiergesundheit abschließend abklären zu können.
Für Menschen und Pflanzen stellen die Teilchen allerdings wohl keine Gefahr da. Die aus unterschiedlichen Materialien zusammengesetzten Splitter würden sich nicht zersetzen. Auch ein mikrobieller Abbau oder Umbau sowie Auswirkungen auf die im Boden lebenden Organismen und Mikroorganismen seien nicht zu erwarten, so das Gutachten.
Keine Sanierungs- und Vorsorgemaßnahmen
Da somit keine schädlichen Bodenveränderungen im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes vorliegen, wird es vom Kreis Paderborn keine Sanierungs- und Vorsorgemaßnahmen geben.
Bei derZerstörung eines Windrades am 8. März in Borchen-Etteln flogen Hunderte Kleinteile der zerborstenen Rotorblätter bis zu 800 Meter weit auf Weiden und Ackerflächen sowie eine angrenzende Obstplantage.
Quelle: http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/borchen/
Der Gutachter empfiehlt deshalb, den ersten Grasschnitt sowie die Getreideernte und Stroh zu entsorgen und danach die Flächen noch einmal zu begehen. Auch sollten aus seiner Sicht weitere Experten der in diesem Bereich tätigen Vertreter der Landwirtschaftskammer NRW" hinzugezogen werden, um das Gefährdungspotenzial für die Tiergesundheit abschließend abklären zu können.
Für Menschen und Pflanzen stellen die Teilchen allerdings wohl keine Gefahr da. Die aus unterschiedlichen Materialien zusammengesetzten Splitter würden sich nicht zersetzen. Auch ein mikrobieller Abbau oder Umbau sowie Auswirkungen auf die im Boden lebenden Organismen und Mikroorganismen seien nicht zu erwarten, so das Gutachten.
Keine Sanierungs- und Vorsorgemaßnahmen
Da somit keine schädlichen Bodenveränderungen im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes vorliegen, wird es vom Kreis Paderborn keine Sanierungs- und Vorsorgemaßnahmen geben.
Bei derZerstörung eines Windrades am 8. März in Borchen-Etteln flogen Hunderte Kleinteile der zerborstenen Rotorblätter bis zu 800 Meter weit auf Weiden und Ackerflächen sowie eine angrenzende Obstplantage.
Quelle: http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/borchen/
Mittwoch, 28. März 2018
Regionalbündnis Windvernunft zur Havarie einer Enercon E-115 Windkraftanlage in Borchen
Wieder einmal zeigt eine schwere Havarie
einer Windkraftanlage, dass diese Form der Energiegewinnung nicht nur keinen
Nutzen für unsere CO2-Bilanz hat - kein konventionelles Kraftwerk konnte
bislang dadurch abgeschaltet werden - sondern durchaus eine Gefährdung von
Mensch, Tier und Umwelt darstellt.
In einem aktuellen Video, das die Havarie der
E-115 am 8. März 2018 in Borchen-Etteln zeigt, ist gut erkennbar, wie Partikel
und Staub explosionsartig in einer großen Wolke die Umgebung kontaminieren. Millionen
Glasfaserpartikel in allen Größen verpesten in einem Umkreis von 800m die
Felder und Wiesen, die weitere landwirtschaftliche Nutzung ist fraglich.
![]() |
| Heiner Brinkmann mit Teilen der Rotorblätter in über 500m Entfernung: |
Interview mit
Heiner Brinkmann vom Regionalbündnis Windvernunft https://youtu.be/VEyfl_HmGco
Ebenso fraglich ist die Reaktion des
zukünftigen Betreibers WestfalenWind und Bauherr ENERCON, die unmittelbar nach
der Havarie schon von "menschlichem Versagen" sprachen, in der Presse
den Vorfall herunterspielten und mit einem Auto verglichen, bei dem vergessen
wurde, die Handbremse anzuziehen. Nach Anordnung des Kreises Paderborn als Genehmigungs-
und Aufsichtsbehörde muss die Untersuchung durch einen unabhängigen Gutachter
erfolgen. Wie immer stellt sich die Frage der Unabhängigkeit des Gutachters,
zumal auch der Kreis Paderborn selbst Anlagen des gleichen Typs betreibt und
mehr als 40 dieser Anlagen im Kreisgebiet genehmigt hat. Welche Konsequenzen
hätte dann wohl ein technischer Defekt? Eine dann notwendige Stilllegung der
Anlagen bis zur endgültigen Klärung ist wohl weder im Interesse der Behörde,
noch im Interesse von WestfalenWind und ENERCON, lediglich die Anwohner und die
Natur würden profitieren.
Zudem wurde in direkter Nachbarschaft der
havarierten Anlage in dieser Woche ein Mäusebussard als weiteres Schlagopfer
einer Windkraftanlage gefunden.
Im Regionalbündnis Windvernunft bündeln sich 13
Bürgerinitiativen im Raum Ostwestfalen-Lippe für eine sozialverträgliche
Nutzung der Windenergie.
Freitag, 23. März 2018
Hauptversammlung des RBW
Heute 23.3.2018 findet die Hauptversammlung des Regionalbündnis Windvernunft e. V. um 19:00 Uhr im Landhaus Jägerkrug in Elsen/Scharmede statt.
Der im letzten Jahr gewählte Vorstand bittet um rege Teilnahme
Der im letzten Jahr gewählte Vorstand bittet um rege Teilnahme
Freitag, 16. März 2018
Beschädigte Windkraftanlage in Etteln ...
... darf bis zur Klärung der Ursache nicht wiederaufgebaut werden
Kreis Paderborn fordert zudem unabhängiges Gutachten zur Überprüfung der Standfestigkeit
Kreis Paderborn (krpb). Der Kreis Paderborn hat den Betreiber und die Herstellerfirma des beschädigten Windrades vom Typ Enercon E-115 aufgefordert, umgehend einen Prüfbericht vorzulegen, aus dem der Unfallhergang und die Ursache hervorgehen. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Bereich um die Unglücksstelle bis auf Weiteres gesperrt. Das gilt auch für die angrenzenden Zuwege. Der Betreiber kann die offensichtlich beschädigten Teile der Anlage abbauen. Der Kreis Paderborn hat den Betreiber aufgefordert, Turm und Fundament sowie nicht abgebaute Teile der Windkraftanalage von einem unabhängigen und zertifizierten Gutachter überprüfen zu lassen. Rotorblätter und Gondel sind spätestens, je nach Witterung, bis zum 6. April abzubauen. Bis dahin bleibt die Anlage stillgelegt und darf nicht wiederaufgebaut werden.
Am Donnerstagabend (8. März) hatten sich auf einem Feld in Borchen-Etteln waren zwei Rotorblätter des Windrads in der Phase des Einrichtens beschädigt und letztlich zerstört worden Die einzelnen Bruchstücke werden unter Aufsicht von Fachleuten der Landwirtschaftskammer aufgesammelt und fachgerecht entsorgt. Der Kreis Paderborn wird zudem Bodenproben ziehen lassen, um eventuell verbliebene Rückstände aufzuspüren.
Die Windkraftanlage befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks noch im Aufbau, war also noch nicht in Betrieb und somit auch noch nicht vom Kreisbauamt abgenommen worden. Im gesamten Kreisgebiet stehen 44 Anlagen dieses Typs, die alle bau- und immissionschutzrechtlichen Voraussetzungen erfüllen und somit genehmigt und auch abgenommen wurden. Das erste Windrad ging im August 2014 an den Start. Alle Anlagen laufen problemlos. Nach Angaben der Herstellerfirma stehen weltweit 820 Anlagen desselben Bautyps, bei denen vergleichbare Schäden nicht aufgetreten sind.
Quelle: KUKON 12.3.18
Freitag, 9. März 2018
Flügel eines neuen Windrades in Etteln zerfetzt
Wie die Gegenwind-BI Etteln berichtet, hat sich ein neues Windrad zerlegt, was sich auf die Umwelt um das Windrad negativ auswirkt. Der Betreiber hat nicht die Polizei informiert, erst die Bürger mussten das tun.
Mehr dazu hier:
http://gegenwind-borchen.de/windrad-havarie-neue-200m-windkraftanlage-in-borchen-voellig-zerfetzt
Mehr dazu hier:
http://gegenwind-borchen.de/windrad-havarie-neue-200m-windkraftanlage-in-borchen-voellig-zerfetzt
Dienstag, 6. März 2018
und demnächst wieder von allein richtig gehen wird.
Neue Zürcher Zeitung - 5.3.2018
- lesen Sie den ganzen Artikel hier:
https://www.nzz.ch/panorama/warum-ihre-backofenuhr-ploetzlich-nachgeht-und-vielleicht-bald-vorgehen-wird-ld.1362349
Seit ein paar Wochen
ist zu beobachten, dass in ganz Europa die Uhren, die am Stromnetz hängen, bis
zu sechs Minuten nachgehen. Dies ist aber kein Grund, sie zu entsorgen. Die
Ursache liegt in einer Energieknappheit im europäischen Stromnetz.
Dass Uhren,
die ihren Takt vom Netz erhalten, inzwischen mehrere Minuten nachgehen, liegt
begründet in einer Energieknappheit seit Mitte Januar, wie der Verband ENTSO-E auf seiner Webseite mitteilt.
Verantwortlich sei die fehlende Energieeinspeisung eines Lieferanten in das
europäische Verbundnetz. Man arbeite mit Hochdruck daran, dieses Problem zu
beheben. Wer genau der Sünder ist, lässt die ENTSO-E offen. Normalerweise betrage die
Abweichung nicht mehr als 20 Sekunden, der Ausgleich funktioniere.
Die Frequenz ist ein
wesentlicher Indikator für die Betriebssicherheit des gesamten Verbundnetzes.
Mittlerweile läuft das Netz auch ab und zu schneller, um wieder aufzuholen.
Mehr dazu hier:
Mittwoch, 28. Februar 2018
Leserbrief in der NW vom 21. und 22 Februar.
■ Betrifft: Inbetriebnahme von kreiseigenen Windrädern auf der Alten Schanze in der NW vom 21. und 22 Februar.
Zur Inbetriebnahme der zwei Windkraftanlagen (WKA) auf dem kreiseigenen Gelände der Deponie können die Anlieger und Nachbarn nicht gratulieren. Auch sie hatten unter der Firmierung WideyWind GmbH einen Antrag zur Errichtung einer baugleichen WKA im Jahre 2016 gestellt. Da sich ihr Standort in Hauptwindrichtung vor den geplanten Anlagen des Kreises befand, wurde dieser auch schnell vorstellig und wollte in Person des verantwortlichen Dezernenten eine Abschattungsregelung aushandeln. Praktischerweise ist der verantwortliche Dezernent für das Genehmigungsverfahren auch Chef der Deponie, die die kreiseigenen WKA betreibt. In den Monaten des Genehmigungsverfahrens wurde in zahlreichen Terminen der Eindruck erweckt, man wolle dieses Gebiet zusammen mit den Nachbarn und Anüegern erschließen. In gleich mehreren Ortsterminen wurden Details bis hin zu Kabeltrassen und Wegekonzepten beschlossen. Auch durften sich die Nachbarn an den Kosten für gemeinsame Gutachten beteiligen. Parallel wurden im Genehmigungsverfahren von denselben Personen immer höhere Hürden aufgebaut und zusätzliche Gutachten eingefordert. Generell war der Umgang mit den Antragstellern alles andere als dienstleistungsorientiert. Behörde pur. Beratung, Hilfestellung, Lösungsorientiertheit gleich null.
Eine beliebte Methode des Kreises Paderborn im Verfahren ist das Einfordern eines einseitigen Klageverzichtes an allen nur kritischen Verfahrensstellen. Es ist an Sarkasmus nicht zu überbieten, wenn der zuständige Dezernent dann abschließend sagt: „Verklagen Sie uns doch, dann haben beide Seiten Rechtssicherheit“. Ergebnis: Mit gut sieben monatiger Verspätung haben auch die Nachbarn eine Genehmigung erhalten. Leider ist die EEG-Vergütung zwischenzeitlich halbiert, so dass die beantragte WKA nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Aber wie gesagt: Verklagen Sie uns doch!
Nachtrag: Mit zweimonatiger Verzögerung wollte der zuständige Dezernent die Sichtweise der Behörde erläutern. Bei der schriftlichen Terminabfrage wurde ausdrücklich auf den Rosenmontag hingewiesen. Alle Beteiligten sind zum Termin angereist. Der Dezernent befand sich auf dreiwöchiger Urlaubsreise. Seine Vertretung, Leiter Bauamt, war in der Sache nicht informiert und selbst erst vor zwei Tagen von einer Fernreise heimgekehrt. Mehr Behörde geht nicht.
WideyWind GmbH
Hubert Stork,
Thomas Böhmer,
Franz-Josef Käuper
Salzkotten
Zur Inbetriebnahme der zwei Windkraftanlagen (WKA) auf dem kreiseigenen Gelände der Deponie können die Anlieger und Nachbarn nicht gratulieren. Auch sie hatten unter der Firmierung WideyWind GmbH einen Antrag zur Errichtung einer baugleichen WKA im Jahre 2016 gestellt. Da sich ihr Standort in Hauptwindrichtung vor den geplanten Anlagen des Kreises befand, wurde dieser auch schnell vorstellig und wollte in Person des verantwortlichen Dezernenten eine Abschattungsregelung aushandeln. Praktischerweise ist der verantwortliche Dezernent für das Genehmigungsverfahren auch Chef der Deponie, die die kreiseigenen WKA betreibt. In den Monaten des Genehmigungsverfahrens wurde in zahlreichen Terminen der Eindruck erweckt, man wolle dieses Gebiet zusammen mit den Nachbarn und Anüegern erschließen. In gleich mehreren Ortsterminen wurden Details bis hin zu Kabeltrassen und Wegekonzepten beschlossen. Auch durften sich die Nachbarn an den Kosten für gemeinsame Gutachten beteiligen. Parallel wurden im Genehmigungsverfahren von denselben Personen immer höhere Hürden aufgebaut und zusätzliche Gutachten eingefordert. Generell war der Umgang mit den Antragstellern alles andere als dienstleistungsorientiert. Behörde pur. Beratung, Hilfestellung, Lösungsorientiertheit gleich null.
Eine beliebte Methode des Kreises Paderborn im Verfahren ist das Einfordern eines einseitigen Klageverzichtes an allen nur kritischen Verfahrensstellen. Es ist an Sarkasmus nicht zu überbieten, wenn der zuständige Dezernent dann abschließend sagt: „Verklagen Sie uns doch, dann haben beide Seiten Rechtssicherheit“. Ergebnis: Mit gut sieben monatiger Verspätung haben auch die Nachbarn eine Genehmigung erhalten. Leider ist die EEG-Vergütung zwischenzeitlich halbiert, so dass die beantragte WKA nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Aber wie gesagt: Verklagen Sie uns doch!
Nachtrag: Mit zweimonatiger Verzögerung wollte der zuständige Dezernent die Sichtweise der Behörde erläutern. Bei der schriftlichen Terminabfrage wurde ausdrücklich auf den Rosenmontag hingewiesen. Alle Beteiligten sind zum Termin angereist. Der Dezernent befand sich auf dreiwöchiger Urlaubsreise. Seine Vertretung, Leiter Bauamt, war in der Sache nicht informiert und selbst erst vor zwei Tagen von einer Fernreise heimgekehrt. Mehr Behörde geht nicht.
WideyWind GmbH
Hubert Stork,
Thomas Böhmer,
Franz-Josef Käuper
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