Montag, 3. Oktober 2022

Ungerechtigkeiten im deutschen Strommarkt

Deutschlands Norden erzeugt Strom im Überfluss, aber der Verbaucher im Norden zahlt dafür mehr als der Verbraucher im Süden.
Die EU-Agentur ACER schlägt in einer Studie vom 08.08.2022 ("Decision" genannt) vor, den bislang einheitlichen Strommarkt in Deutschland in zwei bis fünf Strompreiszonen aufzuteilen (Link s.u.)  


Einen Artikel darüber schrieb Volker Kühn am 27.09.2022 im Portal EnergieWinde (Link s.u.). Hier das Wesentliche:
Die Folgen wären gravierend. Bislang ist Strom, der an der Börse gehandelt wird, überall in Deutschland gleich teuer. Damit wäre es bei einer Aufteilung vorbei. Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage würde der Preis in Regionen, die mehr Strom erzeugen als verbrauchen, deutlich fallen. In Regionen mit zu wenig eigenem Strom stiege er dagegen.
Wo besonders viele Windparks angeschlossen werden, müssen die Netzbetreiber stark in den Ausbau der Leitungen investieren. Die Kosten dafür werden heute auf die regionalen(!) Verbraucher umgelegt (per Gesetz, nach dem "Verursacherprinzip") – selbst wenn die Leitungen vor allem dazu dienen, den Strom in den Süden und Westen Deutschlands abzutransportieren.

Europaweit sind geteilte Strompreiszonen, im Fachjargon Gebotszonen genannt, nicht ungewöhnlich.
- Dänemark etwa ist in zwei Zonen geteilt,
- Norwegen in fünf,
- Italien sogar in sieben.
- In Schweden setzte Acer vor einigen Jahren eine Teilung in vier Zonen durch.

* Hier der ganze Artikel:
Debatte um Strompreiszonen - Sezession im Stromnetz
https://energiewinde.orsted.de/energiepolitik/strompreis-deutschland-aufteilung-gebotszonen

* Hier das Dokument der EU-Agentur mit der Fakten aller untersuchten EU-Länder:
ACER - EU Agency for the Cooperation of Energy Regulators
https://www.acer.europa.eu/sites/default/files/documents/Individual%20Decisions_annex/ACER%20Decision%2011-2022%20on%20alternative%20BZ%20configurations%20-%20Annex%20I.pdf
 
* Hier mehr zum deutschen Strommarkt:
- Länder-Zwist um Strompreise: Nordosten fordert Netzumlage
Die Zeit 26. September 2022, 14:47 Quelle: dpa Mecklenburg-Vorpommern
https://www.zeit.de/news/2022-09/26/laender-zwist-um-strompreise-nordosten-fordert-netzumlage
- Die Strombörse muss reformiert werden. Der Merit-Order-Mechanismus aus der Zeit der fossilen Kraftwerke passt nicht zu Erneuerbaren - sagt der Energiewissenschaftler Carsten Agert am 30.08.2022
Er leitet das Institut für Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oldenburg.
https://energiewinde.orsted.de/energiepolitik/carsten-agert-merit-order-passt-nicht-zu-erneuerbaren-energien

Sonntag, 2. Oktober 2022

PRESSEMITTEILUNG 29.September 2022

 

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  29.September 2022

Ehrenamtliche engagieren sich für eine vernünftige Energiepolitik

Verein Vernunftkraft NRW e.V. hält erstmals hybride Jahreshauptversammlung

Havixbeck/Münster/NRW - Der Verein Vernunftkraft NRW e.V., Landesverband der BürgerInnen und Bürgerinitiativen für eine vernünftige Energiepolitik, tagte kürzlich in Havixbeck bei Münster. Seit Jahren finden die jährlichen Hauptversammlungen des Vereins in einem der fünf Regierungsbezirke von NRW statt. Erstmalig und erfolgreich waren diesmal auch Online-Teilnehmer zugeschaltet. Der Verein setzt sich für eine durchdachte und weitsichtige, eine Menschen- und sozialverträgliche Nutzung der Windenergie ein, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu erhalten und die gewachsenen Natur- und Kulturlandschaften zu schützen. Momentan ist dies das Hauptthema, neben all den anderen energiepolitischen Themen, wie u.a. Fracking, Solarenergie und Wasserkraft. Das Online-Format soll zukünftig für regelmäßige Informationsangebote des Vereins genutzt werden.


 

Kernpunkte der Tagung waren einige Fachvorträge mit anschließender Diskussion. So befasste sich ein Referat mit den Auswirkungen von Schall und Infraschall und erläuterte die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm), die Grenzwerte für die Schallimmission festlegt. In vielen Bereichen des Lebens wird die Aussage zitiert „Lärm macht krank“, die auch im Falle der Windkraft gilt. Daher wird es als sehr problematisch angesehen, dass die Bunderegierung aktuell an einer Änderung des Energiesicherungsgesetzes arbeitet, auf deren Basis die in den Genehmigungen der Windkraftanlagen festgesetzten Grenzwerte der Schallleistungspegel um bis zu 4dB(A) auch im Nachtbetrieb überschritten werden dürfen.

Ein weiterer Vortrag befasste sich mit dem Wind-an-Land-Gesetz (WaLG), das den Ausbau der Windenergie beschleunigen soll. Eine Auswirkung wird die Aufhebung der in NRW geltenden 1000m Abstandsregel zu Wohngebieten sein. Im Zusammenhang mit den Lockerungen des Bundesnaturschutzgesetzes und der Priorisierung der Windenergie als „im überragenden öffentlichen Interesse“ wird ein rücksichtsloser Zubau befürchtet. Die Verfahren sollen beschleunigt und die Einspruchsrechte der Bürger beschnitten werden. Die entsprechenden Signale aus der Politik waren bereits aus Düsseldorf zu hören mit Schlagzeilen wie „NRW-Ministerin Neubaur fordert Turbo bei Windkraft“. Das Land überabreitet derzeit seine Potenzialstudie und wird dann die Flächenbeitragswerte auf die Regionen herunter brechen. Die Baugenehmigungen für WEA erteilen in Zukunft lt. Gesetz die Regierungsbezirke, nicht mehr die Kreise.

Der Verein Vernunftkraft NRW e.V. wird sich in die Planungsprozesse einbringen und Einfluss geltend machen. Insbesondere die Erhaltung der 1000m als Mindestabstand ist ein wichtiges Ziel. Vernunftkraft NRW arbeitet vollständig ehrenamtlich und gehört gemeinsam mit den meisten weiteren Bundesländern dem Verein Vernunftkraft mit Sitz in Berlin an. Dort erschien im Mai das „Kompendium für eine vernünftige Energiepolitik“, ein 64-seitiges Werk, das leicht verständlich ist und die Energiewende an physikalisch-technischen Rahmenbedingungen spiegelt und auf ökologische, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen prüft (Download unter https://www.vernunftkraft.de/kompendium-2-0/.)

Die Zahl der Bürger, die von der Windkraft beeinträchtigt werden oder der zunehmenden Zerstörung der Natur nicht mehr länger zusehen wollen, wird durch den beschleunigten Ausbau deutlich und schnell zunehmen, so die Erwartung von Vernunftkraft NRW. Wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme, so Volker Tschischke, 1. Vorsitzender des Vereins. Kontakt kann über unsere Homepage https://vernunftkraft-nrw.org/ geknüpft werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

 VERNUNFTKRAFT NRW e.V.

Volker Tschischke

Vorstand

verein@vernunftkraft-nrw.org

 

Samstag, 1. Oktober 2022

Energieverbrauch in Windanlagen

Energieverbrauch in Windanlagen
"Große Windräder benötigen viel Energie, um zu funktionieren. Kleine Windräder verbrauchen im Allgemeinen ihren eigenen Strom, und der Unterschied zwischen der Menge, die sie erzeugen und der Menge, die ans Netz geliefert werden, ist leicht zu erkennen. Windkraftanlagen verbrauchen jedoch Strom aus dem Netz, was in ihren Produktionszahlen NICHT berücksichtigt wird!
Zu den Funktionen von Windrädern, die Strom verbrauchen, gehören folgende:

  • Der Mechanismus (um die Klingeneinheit senkrecht gegen den Wind zu halten; gegebenenfalls auch die Elektrokabel im Turm zu drehen) - die Gondel (Turbinenhaus) und die Klingen wiegen zusammen 92 Tonnen auf einer GE 1,5 MW Turbine.

  • Blätteraufstieg Check (damit die Rotoren regelmäßig drehen), Lampen, Steuergeräte, Kommunikation, Sensoren, Messungen, Datenerfassung etc.
  • Flügel erhitzen - dies kann 10%-20% des nominalen Effekts der Turbine erfordern
  • Heizen und Entfeuchten der Gondel – laut dem dänischen Hersteller Vestas muss mit Stromverbrauch zum Heizen und Trocknen der Gondel in Zeiten erhöhter Luftfeuchtigkeit, niedriger Temperaturen und niedriger Windgeschwindigkeiten gerechnet werden“
  • Ölheizung, Pumpe, Kühler und Filteranlage im Getriebe
  • Hydraulische Bremse (um Klingen bei sehr starkem Wind zu sperren)

  • Tyristoren (um die Verbindung und Trennung zwischen Generator und Stromnetz zu bewerten) — 1%-2% des Energieübergangs geht verloren

  • Für die Stator-Magnetisierung - die Induktionsgeneratoren, die in den meisten großen netzverbundenen Turbinen verwendet werden, benötigen eine „große“ Menge kontinuierlicher Strom aus dem Netz, um die magnetischen Spulen aktiv um den asynchronen „Rotor“, der rator das Oraxle, das bei Nennwindgeschwindigkeiten dazu beiträgt, die Rotorgeschwindigkeit konstant zu halten, und wenn der Wind anfängt zu wehen, hilft es, die Rotoren zu starten, bei den nominalen Windgeschwindigkeiten der Stator kann Effekte von 10% der Nennkapazität der Turbine verwenden, bei langsameren Winden möglicherweise viel mehr.

  • Den Generator als "Motor" nutzen zu können (damit die Flügel bei niedrigen Windgeschwindigkeiten sich drehen) - (oder wie viele vermuten, die Illusion aufrechtzuerhalten, dass die Anlage Strom produziert, wenn sie es nicht tut!). Es scheint möglich, dass der magnetisierte Stator arbeiten muss, um die 40 Tonnen schwere Klingeneinheit drehen zu lassen, zusammen mit den Zahnrädern, die den Klingenumsatz um das 50fache erhöhen können.
[...]

die Branche veröffentlicht keine Daten, die das Gegenteil belegen, eingehende Wirkung / Konsum ist anscheinend nicht normal registriert.

Unabhängig von der tatsächlichen Verbrauchsmenge sieht es stattdessen so aus, als könnte industrielle Windkraft ein Wäscheprogramm sein: "Schmutzige" Energie geht rein, "saubere" Energie kommt raus. Das würde erklären, warum Entwickler Rechtsvorschriften verlangen, um einen Markt für "grüne Kredite" zu schaffen - ein Zeichen für "saubere" Energie."

Quelle: Benny Brandt, Schwede, übersetzt aus dem Schwedischen.

Mit "Kingen" sind natürlich die Flügel der schrottigen Windräder gemeint. Windräder funktionieren. Sie sind zu teuer und ineffizient, verprassen die Rohstoffe, zerstören die Umwelt und Natur und man kann keine Industrienation damit betreiben!

What´s problem?
Das Problem ist nicht, dass Windräder IRGENDWANN diese Energie wieder produzieren.
Das Problem ist, dass dies alle Windräder gleichzeitig tun, weil in D entweder überall Wind ist oder nirgendwo.

Das Problem ist weiter, dass wir in der Flaute wegen der wetterabhängigen hochkorrelierten Energien mit dem Blackout kämpfen und die Windräder ausgerechnet dann noch unfassbare Mengen Strom ZUSÄTZLICH und zur UNZEIT fressen.
 

Montag, 19. September 2022

Insider Wissen

 Täglich dreht sich mir der Magen um. Nachrichten über Preise und speziell Strompreise- ich kann das nicht mehr hören. Warum?
Weil die Politik nicht an die Wurzeln geht. Strom ist knapp und teuer. Das Letze stimmt so gar. Doch knapp? Unser Windpark in Fürstenau läuft nur noch wenig. Zumindest, wenn Wind weht. Nicht, weil die Maschinen defekt sind. Nicht etwa, weil das Netz knapp ist. Nein. Weil an der Börse gezockt wird.
Wir als Windkraftbetreiber sind an diese Börse gezwungen worden. Vom Gesetzgeber. Jetzt heißt es, wir bekommen zu viel für unseren Strom. Für den Monat August 2022 gab es rund 46 Cent für unsere Produktion an der Börse. Dafür muss man sich schämen. Das darf man niemanden erzählen. Aber wir können nichts dafür. Wir müssen an die Börse. Wenn der Strom wenigstens knapp wäre und wir liefern auf Angebot und Nachfrage für diesen Preis. Nein.
Aktuell: Heute ist Samstag, 17. September 2022. Unser Park könnte pro Stunde rund 8000 KWh produzieren. Er ist aber abgeregelt. Abgeregelt, weil an der Börse wieder spekuliert wird. Jetzt sollte uns das gar nicht stören. Wir bekommen nämlich den abgeregelten ,,Strom” voll vergütet. Zahlt ja der Kunde. Dem wird erzählt, der Strom sei knapp und er müsse sparen. In Wahrheit zahlt er den abgeschalteten und den dadurch verknappten Strom und weiß nicht, wie er das stemmen soll.
Pervers. Sorry.
Hunderttausende Kilowattstunden sind so schon bei uns nicht produziert worden. Weil die Politik das gar nicht auf dem Schirm hat. AKWs einschalten, weil der Strom knapp ist. Kohle wieder verbrennen, weil der Strom knapp ist und auch ordentlich noch Gas in die Kraftwerke, weil der Strom knapp ist. Und Windparks ausstellen- damit der Strom knapp bleibt. Lieber Stromkunde: Sie werden verarscht und wir auch.
Ich möchte gern den nächsten Bäcker mit bezahlbarem Strom beliefern, die nächste Siedlung oder die nächste Fabrik. Ich darf es nicht. Weil die Großen das Geschäft machen, für sich und nicht für die Allgemeinheit. Und die Politik spielt mal wieder mit.

Wolfgang Kiene, Geschäftsführer Maka Windkraft
https://www.makawind.de/index.php?show=news

Freitag, 16. September 2022

„Stuttgarter Erklärung“ als Petition 136760

Endlich steht die von Prof. Dr. André D. Thess (Uni Stuttgart) und weiteren aktiven Universitäts-Professorinnen und -Professoren initiierte „Stuttgarter Erklärung“ als Petition 136760 zum Mitzeichnen online. Hier der Link:

 Bei mehr 50.000 Unterzeichnern muss die Forderung der Petition, die Rücknahme des deutschen Atomausstiegs, im Parlament behandelt werden. Zum Erreichen der notwendigen 50.000 Unterschriften bleiben 28 Tage, danach wird die Petition geschlossen. 

 Man kann mit seinem Klarnamen oder unter einem Pseudonym unterzeichnen, vorher muss man sich nur einmal registrieren (geht ganz schnell, habe es eben auch erstmalig gemacht). Einfach auf der oben verlinkten Website die dunkel hinterlegte Schaltfläche anklicken, dann wird man Schritt für Schritt durchgeführt. Dauert keine zwei Minuten.

 Ich bitte um Unterzeichnung und um weite Verbreitung dieser Petition, weiter unten habe ich den ganzen Text sowie die Namen der Professorinnen und Professoren hinterlegt. Denn auch hier muss gelten: Follow the science!

 Nur mit einem Umsteuern in der Energiepolitik kann Deutschland vor dem wirtschaftlichen Niedergang bewahrt werden. Diese Petition bietet die Möglichkeit, daran mitzuwirken.

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Mit der Petition "Stuttgarter Erklärung" vom 25.07.2022 fordern 19 erstunterzeichnende aktive Professorinnen und Professoren deutscher Universitäten, vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Energiekrise sowie der vom IPCC und der EU als CO2-arm und nachhaltig eingestuften Kernenergie, die sofortige Aufhebung der Atomausstiegs-Paragraphen (Insbesondere § 7 Atomgesetz) und eine Prüfung der sicherheitstechnischen Betriebserlaubnis, um deutschen Kernkraftwerken den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

 Stuttgarter Erklärung vom 25. Juli 2022

Mit einseitiger Ausrichtung auf Sonne, Wind und Erdgas wurde Deutschland in Energienot manövriert. Steigende Energiepreise und sinkende Versorgungssicherheit gefährden Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Das Festhalten am deutschen Atomausstieg verschärft diese Gefahren und bremst – zusammen mit anhaltender Kohleverstromung – den internationalen Klimaschutz. Der Weltklimarat IPCC bezeichnet die Kernenergie als ein Instrument des Klimaschutzes. Die Europäische Union ordnet Kernenergie als nachhaltige Energiequelle ein. Auf dieser Grundlage plädieren wir für den Weiterbetrieb der deutschen Kernkraftwerke als dritte Klimaschutzsäule neben Sonne und Wind. Wir fordern die sofortige Aufhebung der Atomausstiegs-Paragraphen (insbesondere § 7 Atomgesetz) und eine Prüfung der sicherheitstechnischen Betriebserlaubnis, um deutschen Kernkraftwerken den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

Erstunterzeichner:
Prof. Dr. André D. Thess , Universität Stuttgart
Prof. Dr. Harald Schwarz, BTU Cottbus-Senftenberg
Prof. Dr. Michael Beckmann, TU Dresden
Prof. Dr. Burak Atakan, Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Alexander Dilger, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Prof. Dr. Francesca di Mare, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Kerstin Eckert, TU Dresden
Prof. Dr. Sabine Enders, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Prof. Dr. Martina Hentschel, TU Chemnitz
Prof. Dr. Dr. Rafaela Hillerbrand, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Prof. Dr. Antonio Hurtado, TU Dresden
Prof. Dr. Matthias Kind, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Prof. Dr. Marco Koch, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Andrea Luke, Universität Kassel
Prof. Dr. Frank R. Schilling, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Prof. Dr. Klaus Steigleder, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Robert Stieglitz, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Prof. Dr. Gerhard Wegner, Universität Erfurt
Prof. Dr. Thomas Wetzel, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 

Mittwoch, 31. August 2022

Wie sinnvoll sind Windindustrieanlagen für die Energiewende?

Wie kann man nur gegen Windräder sein?  Segen oder Schildbürgerstreich
 Hier ein gut erklärendes Video

Irrtum Nr.1 Energiewende ist nicht Stromwende!

Irrtum Nr.2 Nicht jedes sich drehendes Windrad liefert nennenswert Strom!

Irrtum Nr.3 Irgendwo in Deutschland weht immer ein Wind!

Irrtum Nr.4 Einfach doppelt so viele Windräder und wir haben doppelt Strom!

Die ungelöste Frage der Strommassenspeicher ist die unausgesprochene zentrale Lüge der Energiewende

 

 

https://wiki-wind.blogspot.com/2022/08/wie-sinnvoll-sind-windindustrieanlagen.html

 

Freitag, 19. August 2022

Wir müssen reden...

 .. über unser Tun

Kommentar von Akksel Johansson 

English version 


... über die Natur

mehr dazu hier


.. über Versorgungsscherheit

mehr dazu hier

 

…über Strompreise

Nach aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes zahlen deutsche Haushalte mittlerweile die höchsten Strompreise in Europa. Bewegten sie sich 1999 noch im europäischen Mittelfeld, so kennen die hiesigen Strompreise seitdem nur eine Richtung: aufwärts. Dies ist zu einem wesentlichen Teil dem subventionierten und mehrfach privilegierten Ausbau von Windkraftanlagen zu verdanken: Über EEG-Umlage, Netzentgelte, notwendige Stabilisierungsmaßnahmen (Redispatch-Kosten) und Kuriositäten wie der Vergütung für nicht-produzierten Strom schlagen sich Ausbau und Betrieb der wetterabhängigen Erzeuger in den Strompreisen nieder. Eine soziale Schieflage ergibt sich daraus, dass einkommensschwache Haushalte einen besonders hohen Anteil für Strom ausgeben müssen (Beleg). Auch für die Wirtschaft haben sich die Strompreise zum echten Problem entwickelt. Energieintensive Industrien üben sich seit Jahren in Investitionszurückhaltung. Erweiterungsinvestitionen werden im Zweifel eher in den USA oder Frankreich getätigt. Dies führt zu einer schleichenden De-Industrialisierung.

…über gesunden Schlaf


 


Der bisherige Ausbau von Windkraftanlagen bedeutet für unzählige Mitbürger im ländlichen Raum einen erheblichen Verlust an Lebensqualität bis hin zu handfesten Gesundheitsschäden. Aktuelle Planungen lassen erwarten, dass diese Verluste und Schädigungen demnächst flächendeckend zu beklagen sein werden. Neben den psychologischen Auswirkungen des Verlusts von Heimat und Stille, der optischen Bedrängung, sowie der Belästigung durch Schlagschatten und hörbaren Lärm, ist zu den potentiell krank machenden Effekten der Windkraft das Phänomen des unhörbaren Infraschalls zu zählen. Obwohl im Prinzip seit vielen Jahren bekannt, ist dessen Wirkung immer noch kaum erforscht. Die Windkraftlobby und ihr nahestehende Kreise verbreiten seit April 2021 die These, dass sich dieses Thema wegen eines Messfehlers erledigt hätte. Tatsächlich ist das Gegenteil richtig. Die Beschwerden sind real, ihre pandemische Ausbreitung ist zu befürchten.

…und über vernünftige Alternativen.


Einspeisevorrang, Abnahmegarantie, Festpreis, baurechtliche Privilegierung, Sonderrechte bei Natur- und Artenschutz – für die Windkraftindustrie sind die Rahmenbedingungen seit über 25 Jahren ganz hervorragend.  Gleichwohl trägt die Windenergie bislang nur marginal zur Energieversorgung bei. Für ihre grundsätzlichen Probleme – die geringe Energiedichte und die Unzuverlässigkeit („Volatilität“) – ist keine realistische Lösung in Sicht. Nur der technologieoffene Wettbewerb kann uns langfristig Wohlstand, Lebens- und Umweltqualität sichern. Die Stromerzeugung der Zukunft muss den Kriterien Umweltverträglichkeit, Bezahlbarkeit und Verlässlichkeit Rechnung tragen und dahingehend fortwährend optimiert werden. Im Wettbewerb verdrängt das Bessere das Gute. Aktuell verdrängt das deutlich Schlechtere das Passable. Unser Alternative lautet:

    marktwirtschaftlicher Wettbewerb in Verbindung mit
    technologieoffener Ausweitung der Energieforschung bei
    stringentem Schutz von Mensch und Natur

…und über vernünftige Alternativen.

Einspeisevorrang, Abnahmegarantie, Festpreis, baurechtliche Privilegierung, Sonderrechte bei Natur- und Artenschutz – für die Windkraftindustrie sind die Rahmenbedingungen seit über 25 Jahren ganz hervorragend.  Gleichwohl trägt die Windenergie bislang nur marginal zur Energieversorgung bei. Für ihre grundsätzlichen Probleme – die geringe Energiedichte und die Unzuverlässigkeit („Volatilität“) – ist keine realistische Lösung in Sicht. Nur der technologieoffene Wettbewerb kann uns langfristig Wohlstand, Lebens- und Umweltqualität sichern. Die Stromerzeugung der Zukunft muss den Kriterien Umweltverträglichkeit, Bezahlbarkeit und Verlässlichkeit Rechnung tragen und dahingehend fortwährend optimiert werden. Im Wettbewerb verdrängt das Bessere das Gute. Aktuell verdrängt das deutlich Schlechtere das Passable. Unser Alternative lautet:

  • marktwirtschaftlicher Wettbewerb in Verbindung mit
  • technologieoffener Ausweitung der Energieforschung bei
  • stringentem Schutz von Mensch und Natur