Montag, 19. September 2022

Insider Wissen

 Täglich dreht sich mir der Magen um. Nachrichten über Preise und speziell Strompreise- ich kann das nicht mehr hören. Warum?
Weil die Politik nicht an die Wurzeln geht. Strom ist knapp und teuer. Das Letze stimmt so gar. Doch knapp? Unser Windpark in Fürstenau läuft nur noch wenig. Zumindest, wenn Wind weht. Nicht, weil die Maschinen defekt sind. Nicht etwa, weil das Netz knapp ist. Nein. Weil an der Börse gezockt wird.
Wir als Windkraftbetreiber sind an diese Börse gezwungen worden. Vom Gesetzgeber. Jetzt heißt es, wir bekommen zu viel für unseren Strom. Für den Monat August 2022 gab es rund 46 Cent für unsere Produktion an der Börse. Dafür muss man sich schämen. Das darf man niemanden erzählen. Aber wir können nichts dafür. Wir müssen an die Börse. Wenn der Strom wenigstens knapp wäre und wir liefern auf Angebot und Nachfrage für diesen Preis. Nein.
Aktuell: Heute ist Samstag, 17. September 2022. Unser Park könnte pro Stunde rund 8000 KWh produzieren. Er ist aber abgeregelt. Abgeregelt, weil an der Börse wieder spekuliert wird. Jetzt sollte uns das gar nicht stören. Wir bekommen nämlich den abgeregelten ,,Strom” voll vergütet. Zahlt ja der Kunde. Dem wird erzählt, der Strom sei knapp und er müsse sparen. In Wahrheit zahlt er den abgeschalteten und den dadurch verknappten Strom und weiß nicht, wie er das stemmen soll.
Pervers. Sorry.
Hunderttausende Kilowattstunden sind so schon bei uns nicht produziert worden. Weil die Politik das gar nicht auf dem Schirm hat. AKWs einschalten, weil der Strom knapp ist. Kohle wieder verbrennen, weil der Strom knapp ist und auch ordentlich noch Gas in die Kraftwerke, weil der Strom knapp ist. Und Windparks ausstellen- damit der Strom knapp bleibt. Lieber Stromkunde: Sie werden verarscht und wir auch.
Ich möchte gern den nächsten Bäcker mit bezahlbarem Strom beliefern, die nächste Siedlung oder die nächste Fabrik. Ich darf es nicht. Weil die Großen das Geschäft machen, für sich und nicht für die Allgemeinheit. Und die Politik spielt mal wieder mit.

Wolfgang Kiene, Geschäftsführer Maka Windkraft
https://www.makawind.de/index.php?show=news

Freitag, 16. September 2022

„Stuttgarter Erklärung“ als Petition 136760

Endlich steht die von Prof. Dr. André D. Thess (Uni Stuttgart) und weiteren aktiven Universitäts-Professorinnen und -Professoren initiierte „Stuttgarter Erklärung“ als Petition 136760 zum Mitzeichnen online. Hier der Link:

 Bei mehr 50.000 Unterzeichnern muss die Forderung der Petition, die Rücknahme des deutschen Atomausstiegs, im Parlament behandelt werden. Zum Erreichen der notwendigen 50.000 Unterschriften bleiben 28 Tage, danach wird die Petition geschlossen. 

 Man kann mit seinem Klarnamen oder unter einem Pseudonym unterzeichnen, vorher muss man sich nur einmal registrieren (geht ganz schnell, habe es eben auch erstmalig gemacht). Einfach auf der oben verlinkten Website die dunkel hinterlegte Schaltfläche anklicken, dann wird man Schritt für Schritt durchgeführt. Dauert keine zwei Minuten.

 Ich bitte um Unterzeichnung und um weite Verbreitung dieser Petition, weiter unten habe ich den ganzen Text sowie die Namen der Professorinnen und Professoren hinterlegt. Denn auch hier muss gelten: Follow the science!

 Nur mit einem Umsteuern in der Energiepolitik kann Deutschland vor dem wirtschaftlichen Niedergang bewahrt werden. Diese Petition bietet die Möglichkeit, daran mitzuwirken.

 ______________________________

Mit der Petition "Stuttgarter Erklärung" vom 25.07.2022 fordern 19 erstunterzeichnende aktive Professorinnen und Professoren deutscher Universitäten, vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Energiekrise sowie der vom IPCC und der EU als CO2-arm und nachhaltig eingestuften Kernenergie, die sofortige Aufhebung der Atomausstiegs-Paragraphen (Insbesondere § 7 Atomgesetz) und eine Prüfung der sicherheitstechnischen Betriebserlaubnis, um deutschen Kernkraftwerken den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

 Stuttgarter Erklärung vom 25. Juli 2022

Mit einseitiger Ausrichtung auf Sonne, Wind und Erdgas wurde Deutschland in Energienot manövriert. Steigende Energiepreise und sinkende Versorgungssicherheit gefährden Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Das Festhalten am deutschen Atomausstieg verschärft diese Gefahren und bremst – zusammen mit anhaltender Kohleverstromung – den internationalen Klimaschutz. Der Weltklimarat IPCC bezeichnet die Kernenergie als ein Instrument des Klimaschutzes. Die Europäische Union ordnet Kernenergie als nachhaltige Energiequelle ein. Auf dieser Grundlage plädieren wir für den Weiterbetrieb der deutschen Kernkraftwerke als dritte Klimaschutzsäule neben Sonne und Wind. Wir fordern die sofortige Aufhebung der Atomausstiegs-Paragraphen (insbesondere § 7 Atomgesetz) und eine Prüfung der sicherheitstechnischen Betriebserlaubnis, um deutschen Kernkraftwerken den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

Erstunterzeichner:
Prof. Dr. André D. Thess , Universität Stuttgart
Prof. Dr. Harald Schwarz, BTU Cottbus-Senftenberg
Prof. Dr. Michael Beckmann, TU Dresden
Prof. Dr. Burak Atakan, Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Alexander Dilger, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Prof. Dr. Francesca di Mare, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Kerstin Eckert, TU Dresden
Prof. Dr. Sabine Enders, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Prof. Dr. Martina Hentschel, TU Chemnitz
Prof. Dr. Dr. Rafaela Hillerbrand, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Prof. Dr. Antonio Hurtado, TU Dresden
Prof. Dr. Matthias Kind, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Prof. Dr. Marco Koch, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Andrea Luke, Universität Kassel
Prof. Dr. Frank R. Schilling, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Prof. Dr. Klaus Steigleder, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Robert Stieglitz, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Prof. Dr. Gerhard Wegner, Universität Erfurt
Prof. Dr. Thomas Wetzel, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 

Mittwoch, 31. August 2022

Wie sinnvoll sind Windindustrieanlagen für die Energiewende?

Wie kann man nur gegen Windräder sein?  Segen oder Schildbürgerstreich
 Hier ein gut erklärendes Video

Irrtum Nr.1 Energiewende ist nicht Stromwende!

Irrtum Nr.2 Nicht jedes sich drehendes Windrad liefert nennenswert Strom!

Irrtum Nr.3 Irgendwo in Deutschland weht immer ein Wind!

Irrtum Nr.4 Einfach doppelt so viele Windräder und wir haben doppelt Strom!

Die ungelöste Frage der Strommassenspeicher ist die unausgesprochene zentrale Lüge der Energiewende

 

 

https://wiki-wind.blogspot.com/2022/08/wie-sinnvoll-sind-windindustrieanlagen.html

 

Freitag, 19. August 2022

Wir müssen reden...

 .. über unser Tun

Kommentar von Akksel Johansson 

English version 


... über die Natur

mehr dazu hier


.. über Versorgungsscherheit

mehr dazu hier

 

…über Strompreise

Nach aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes zahlen deutsche Haushalte mittlerweile die höchsten Strompreise in Europa. Bewegten sie sich 1999 noch im europäischen Mittelfeld, so kennen die hiesigen Strompreise seitdem nur eine Richtung: aufwärts. Dies ist zu einem wesentlichen Teil dem subventionierten und mehrfach privilegierten Ausbau von Windkraftanlagen zu verdanken: Über EEG-Umlage, Netzentgelte, notwendige Stabilisierungsmaßnahmen (Redispatch-Kosten) und Kuriositäten wie der Vergütung für nicht-produzierten Strom schlagen sich Ausbau und Betrieb der wetterabhängigen Erzeuger in den Strompreisen nieder. Eine soziale Schieflage ergibt sich daraus, dass einkommensschwache Haushalte einen besonders hohen Anteil für Strom ausgeben müssen (Beleg). Auch für die Wirtschaft haben sich die Strompreise zum echten Problem entwickelt. Energieintensive Industrien üben sich seit Jahren in Investitionszurückhaltung. Erweiterungsinvestitionen werden im Zweifel eher in den USA oder Frankreich getätigt. Dies führt zu einer schleichenden De-Industrialisierung.

…über gesunden Schlaf


 


Der bisherige Ausbau von Windkraftanlagen bedeutet für unzählige Mitbürger im ländlichen Raum einen erheblichen Verlust an Lebensqualität bis hin zu handfesten Gesundheitsschäden. Aktuelle Planungen lassen erwarten, dass diese Verluste und Schädigungen demnächst flächendeckend zu beklagen sein werden. Neben den psychologischen Auswirkungen des Verlusts von Heimat und Stille, der optischen Bedrängung, sowie der Belästigung durch Schlagschatten und hörbaren Lärm, ist zu den potentiell krank machenden Effekten der Windkraft das Phänomen des unhörbaren Infraschalls zu zählen. Obwohl im Prinzip seit vielen Jahren bekannt, ist dessen Wirkung immer noch kaum erforscht. Die Windkraftlobby und ihr nahestehende Kreise verbreiten seit April 2021 die These, dass sich dieses Thema wegen eines Messfehlers erledigt hätte. Tatsächlich ist das Gegenteil richtig. Die Beschwerden sind real, ihre pandemische Ausbreitung ist zu befürchten.

…und über vernünftige Alternativen.


Einspeisevorrang, Abnahmegarantie, Festpreis, baurechtliche Privilegierung, Sonderrechte bei Natur- und Artenschutz – für die Windkraftindustrie sind die Rahmenbedingungen seit über 25 Jahren ganz hervorragend.  Gleichwohl trägt die Windenergie bislang nur marginal zur Energieversorgung bei. Für ihre grundsätzlichen Probleme – die geringe Energiedichte und die Unzuverlässigkeit („Volatilität“) – ist keine realistische Lösung in Sicht. Nur der technologieoffene Wettbewerb kann uns langfristig Wohlstand, Lebens- und Umweltqualität sichern. Die Stromerzeugung der Zukunft muss den Kriterien Umweltverträglichkeit, Bezahlbarkeit und Verlässlichkeit Rechnung tragen und dahingehend fortwährend optimiert werden. Im Wettbewerb verdrängt das Bessere das Gute. Aktuell verdrängt das deutlich Schlechtere das Passable. Unser Alternative lautet:

    marktwirtschaftlicher Wettbewerb in Verbindung mit
    technologieoffener Ausweitung der Energieforschung bei
    stringentem Schutz von Mensch und Natur

…und über vernünftige Alternativen.

Einspeisevorrang, Abnahmegarantie, Festpreis, baurechtliche Privilegierung, Sonderrechte bei Natur- und Artenschutz – für die Windkraftindustrie sind die Rahmenbedingungen seit über 25 Jahren ganz hervorragend.  Gleichwohl trägt die Windenergie bislang nur marginal zur Energieversorgung bei. Für ihre grundsätzlichen Probleme – die geringe Energiedichte und die Unzuverlässigkeit („Volatilität“) – ist keine realistische Lösung in Sicht. Nur der technologieoffene Wettbewerb kann uns langfristig Wohlstand, Lebens- und Umweltqualität sichern. Die Stromerzeugung der Zukunft muss den Kriterien Umweltverträglichkeit, Bezahlbarkeit und Verlässlichkeit Rechnung tragen und dahingehend fortwährend optimiert werden. Im Wettbewerb verdrängt das Bessere das Gute. Aktuell verdrängt das deutlich Schlechtere das Passable. Unser Alternative lautet:

  • marktwirtschaftlicher Wettbewerb in Verbindung mit
  • technologieoffener Ausweitung der Energieforschung bei
  • stringentem Schutz von Mensch und Natur