Donnerstag, 16. Juni 2022

4. Änderungsgesetz des BNatSchG

 Das 4. Änderungsgesetz des BNatSchG wurde diese Woche von Kabinett verabschiedet. Dazu eine Einschätzung von "Riffreporter" zum Änderungsgesetz. Der Beitrag gibt einen Einblick in die geplanten massiven Eingriffe in den Arten- und Naturschutz.
 
https://ag-w.de/archiv/wissenswert/naturschutz/windkraft-ausbau-gruene-wollen-weniger-vogelarten-schuetzen/
 
Dort ist auch der bisher bekannt Text der Änderung herunter zu laden..
 
Der Schwarzstorch gehört per Definition nicht mehr zu den gefährdeten Vogelarten und damit ist der Weg endgültig frei für den flächendeckenden Ausbau der Windkraft im Wald!
 
Interessant dazu ist  eine rechtliche Einordnung des EuGH:
Der Europäische Gerichtshof hat in zwei Entscheidungen zur Tragweite der artenschutzrechtlichen Verbote Stellung genommen. Er betont die Geltung der Verbote auch bei Maßnahmen der Forstwirtschaft, widerspricht einer Relativierung der Zugriffsverbote durch populationsbezogene Überlegungen und erstreckt den Schutz der Fortpflanzungs- und Ruhestätten auf Funktionsbeeinträchtigungen.
 
https://www.anl.bayern.de/publikationen/anliegen/doc/an44112fischer_hueftle_2022_eugh.pdf
 
ZUr Einschätzung auch die Kritik von Wissenschaftlern an den Plänen für den Bau Windanlagen im Wald

https://ag-w.de/archiv/wissenswert/naturschutz/wissenschaftler-kritisieren-eckpunktepapier-der-bundesregierung-und-fordern-keine-windenergie-im-wald-und-in-schutzgebieten/
 
sowie auf der Homepage der AG Windenergie.
 

Dienstag, 14. Juni 2022

Zuschrift von Prof. Döhler

 

Anbei eine Zuschrift von Prof. Döhler mit einem Plädoyer für eine unabhängige also nicht von der politischen Ausrichtung der Bundesregierung unabhängige fachliche Beurteilung, ob die Vielzahl der Windanlagen das lokale Klima beeinflussen- hier wird als Beispiel Hamburg und der Raum Norddeutschland besonders genannt. und dies vor dem Hintergrund, dass die aktuelle Bundesregierung den Ausbau der Windenergiekapazitäten mindestens auf das Dreifache steigern will.

Es lohnt sich die beiden Anlagen und die Argumentation durchzusehen und zu durchdenken.
 
Liebe Freundinnen und Freunde des Klimas, liebe Natur- und Tierschützende,
Die älteren unter uns erinnern sich an frühere Sommer, in denen die Bewohner Norddeutschlands wegen der stets regenreichen norddeutschen Sommer die Bewohner Süddeutschlands beneideten, denn dort waren die Sommer meist schön warm und trocken. Der vom Atlantik und von der Nordsee kommende West- und Nordwestwind hatte Norddeutschland in den Sommermonaten immer wieder Wolken mit viel Feuchtigkeit und Regen gebracht. Für die Vegetation war das gut, die Urlauber hingegen zogen den warmen und trockenen Süden vor. Das hat sich in den letzten Jahren umgekehrt.
In der Nordhälfte Deutschlands kommt im Sommerhalbjahr kein Westwind mehr an. Ja, Schuld daran ist der „Klimawandel“. Aber wer verursacht diesen „Klimawandel“? Das vom Menschen emittierte Kohlendioxid (CO2) kann es nicht sein, denn seine Konzentrationen in der Atmosphäre sind in Nord- und Süddeutschland gleich hoch. Was aber hat sich in den letzten Jahren in Norddeutschland gegenüber Süddeutschland geändert? Die Antwort: In Norddeutschland wurden massenweise Windkraftanlagen errichtet, auf dem Land, an der Küste und in der Nordsee. In Süddeutschland hingegen vergleichsweise nur wenige.
Seit Jahren herrscht hier im Norden schon ab Ende Februar monatelange Trockenheit als Normalzustand bis zum November. 5000 Windräder in der Nordsee stellen eine "Sperre" dar und schwächen zusammen mit den 30.000 allein deutschen Windrädern den Jet-Stream. Dieser zieht nicht mehr von Westen nach Osten wie früher, ja, wie seit Menschengedenken!
Die Kulturwissenschaftlerin Dagmar Jestrzemski erforscht seit Jahren den Einfluss von Windkraftanlagen auf den Klimawandel. Sie kommt zu dem Schluss, dass vermutlich die Errichtung von Windkraftanlagen verantwortlich ist für die Erwärmung und die Trockenheit in Norddeutschland und wird in dieser Vermutung von internationalen Klimawissenschaftlern bestätigt.
Lesen Sie hierzu den aktuellen Artikel von Dagmar Jestrzemski "Wind ist eine begrenzte Ressource" aus PAZ 16, 20.04.2022 (https://eike-klima-energie.eu/2022/04/28/wind-ist-eine-begrenzte-ressource/). Der Titel bezieht sich auf einen Bericht des Helmholtz-Zentrums Hereon für Küstenforschung, Geesthacht, v. Juni 2021 ("Wind ist eine begrenzte Ressource", Zitat Naveed Akhtar, Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum Hereon(https://www.nebelspalter.ch/windraeder-bremsen-sich-gegenseitig-aus).
Frau Jestrzemski schrieb vor Kurzem eine sehr informative und lesenswerte offene Email an die Bundesministerin für Wissenschaft und Bildung  Frau Bettina Stark-Watzinger. Frau Jestrzemski gab mir die Erlaubnis, diese Email weiterzugeben und ich habe sie dieser Email als Anlage beigefügt. Leider hat Frau Stark-Watzinger bislang nicht auf diese Email reagiert oder sich zu dem Thema geäußert.
Prof. Dr. rer. nat. GERHARD KRAMM, Research Associate Professor of Meteorology (ret.) Fairbanks, Alaska, USA ist einer der weltweit renommiertesten Atmosphärenphysiker. Er schrieb in der Zeitschrift GEW Hamburg, 5-6/2018 einen Leserbrief zum Artikel „Tschüss Kohle“ (https://www.gew-hamburg.de/sites/default/files/download/hlz/rubriken_nachrichten_5-6-2018.pdf): 
„Ich empfehle Ihnen, erst einmal die Grundlagen des Energieumsatzes an der Grenzflaeche Erde-Atmosphaere zu lernen. Mit dem Entzug von kinetischer Energie des Windfeldes wird die horizontale Windgeschwindigkeit verringert, so dass die Fluesse von sensibler und latenter Waerme abnehmen und die 'Oberflaechentemperaturen' ansteigen. Mit dem grossflaechigen Einsatz von Windturbinen wird genau das Gegenteil von dem erreicht, was Sie behaupten. Es gibt kaum eine effizientere Beeinflussung des lokalen bis regionalen Klimas als diejenige, die mit dem Aufstellen von grossflaechigen Windparks verbunden ist“.
Professor Kramm beschäftigt sich auch seit vielen Jahren mit dem Einfluss von Windkraftanlagen auf das Klima. In einer Email an Frau Jestrzemski hat er deren Inhalt der Email an unsere Bundesministerin für Wissenschaft und Bildung  Frau Bettina Stark-Watzinger bestätigt. Passagen seiner Email an Frau Jestrzemski, die den Einfluss von Windkraftanlagen auf das Klima betreffen füge ich als Anlage bei. Beachtenswert sind auch die von ihm erwähnten Links zu kurzen Videos über den Einfluss von Windkraftanlagen auf die Vogelwelt (z.B.: https://www.youtube.com/watch?v=8NAAzBArYdw). Etwas für starke Nerven.
Zum gleichen Thema finden Sie auch einen Protestbrief von René Sternke an den NABU (http://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2022/06/09/protestbrief-an-den-nabu/‌) und eine lesenswerte Kommunikation hierzu zwischen Professor Kramm und René Sternke:  https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2022/06/10/zu-meinem-protestbrief-an-den-nabu/‌)
 Ein weiteres Zitat zu dieser Thematik von Dr. Lee Miller, Harvard-Univ.: „Alle erneuerbaren Technologien wirken sich auf das Klima aus, da sie bei der Stromerzeugung Wärme, Strömung und Feuchtigkeit umverteilen“, aus: The Warmth of Wind Power, in: Physics Today, 05/2020, 58/59.
Seriöse Wissenschaftler und viele Bürgerinitiativen haben den Unsinn schon lange erkannt, mit Hilfe flächendeckender Windkraftanlagen elektrischen Strom zu produzieren. Nun haben auch Investoren die Zeichen der Zeit erkannt und ziehen sich aus diesem umwelt- und klimaschädlichen Verlustgeschäft zurück (https://blackout-news.de/aktuelles/zuwenig-investoren-fuer-neue-windkraftanlagen). Einzig die Politik und einige sogenannte Umweltverbände wollen nicht erkennen, wie sehr die Errichtung von Windkraftanlagen dem Klima und der Vogelwelt schadet.
Mit klimafreundlichen Grüßen
Prof. Dr. Klaus-D. Döhler
Windenergie trägt gerade mal 3,1 Prozent (2018, gegenüber 2,8 Prozent 2017) zum Primärenergieverbrauch bei. Dazu waren knapp 30.000 Windmühlen nötig (Stefan Aust)

Samstag, 11. Juni 2022

SLH-Pressemitteilung vom 10.6.2022

 Meldung zum "Windflächenbedarfsgesetz", zum Stand am 10.6.2022

Der Entwurf des Gesetzes ist noch nicht vom BMWK freigegeben, wurde nur „aus der Politik an die Medien durchgestochen“, weswegen wir den Text immer noch nicht haben und nicht inhaltlich kommentieren können.

Aber mit zunehmender Verzweiflung beobachten wir, wie die Medien sich schon wieder überschlagen und mit Zahlen hantieren, die wer weiß woher kommen.

Minister Habeck hat also nicht nur mehr oder weniger bewusst gezielt Infos streuen lassen, um den ersten Hype schon mal abzukochen, sondern er hat offensichtlich für die nächste Woche erfolgende eine recht selektive Länder- und Verbändebeteiligung und nur eine Kenntnis-Frist von 24 Stunden vorgesehen. Ganz wie er bereits bei seiner PK am 11.1.2022 erklärte, die Menschen würden diese ganzen Verfahren ja doch alle nicht verstehen und er will eher inoffizielle Gespräche führen – so auf Küchentisch-Niveau im kleinen Kreis.

Vernunftkraft NRW e.V. schließt sich hiermit der Presseerklärung von Vernunftkraft Schleswig Holstein an und unterstützt ausdrücklich das Veto aus dem Bundesfinanzministerium gegen den Versuch, das Gesetz in einer Nacht- und Nebel-Aktion durchzuwinken.

Hier die Pressemitteilung von SLH

Presseerklärung  10.06.2022
FDP-Ministerium schützt die demokratischen Verfahren
bei der Gesetzgebung  

Wenn Bundesgesetze ohne ausreichende Beteiligung von
Ländern und Verbänden erlassen werden, nähern wir uns
chinesischen Verhältnissen an.


Vernunftkraft Schleswig-Holstein begrüßt das vom FDP-geführten
Justizministerium eingelegte Veto zu dem vom
Bundeswirtschaftsministerium geplanten
Windflächenbedarfsgesetz.  
Der Justizminister hat Recht, wenn er trotz aller, von
Wirtschaftsminister Habeck gewünschten Beschleunigung auf das
Einhalten grundlegender demokratischer Normen im
Gesetzgebungsverfahren besteht.

„Bundesgesetze, die so weitreichend nicht nur in die
Kompetenzen der Länder, sondern auch in die Lebensverhältnisse
der Bürger eingreifen, dürfen nicht in Quasi-Nacht- und
Nebelaktionen vorgelegt und eingeführt werden.  
Die Menschen im Land könnten den Eindruck gewinnen, das Gesetz
sei kein Windflächenbedarfs- sondern ein
Windflächendurchwinkgesetz.“, warnt Dr. Susanne Kirchhof,
Vorsitzende von Vernunftkraft Schleswig-Holstein, „Eine
angemessene Zeit zur Beteiligung der Länder und Verbände ist
eine Grundlage unserer Demokratie und letztlich auch eine
Absicherung der Bundesregierung vor Rechtsunsicherheiten beim
Gesetzgebungsverfahren.“
Vernunftkraft Schleswig-Holstein erwartet vom
Bundeswirtschaftsminister jetzt und auch zukünftig bei allen
Gesetzgebungsverfahren die Öffentlichkeit so offiziell und
umfänglich einzubinden, wie es unsere Demokratie vorsieht.  

Meldung zum "Windflächenbedarfsgesetz", zum Stand am 10.6.2022

Der Entwurf des Gesetzes ist noch nicht vom BMWK freigegeben, wurde nur „aus der Politik an die Medien durchgestochen“, weswegen wir den Text immer noch nicht haben und nicht inhaltlich kommentieren können.

Aber mit zunehmender Verzweiflung beobachten wir, wie die Medien sich schon wieder überschlagen und mit Zahlen, die wer weiß woher kommen, hantieren.

Minister Habeck hat also nicht nur mehr oder weniger bewusst gezielt Infos streuen lassen, um den ersten Hype schon mal abzukochen, sondern er hat offensichtlich für die nächste Woche erfolgende Länder- und Verbändebeteiligung nur eine Frist von 24 Stunden vorgesehen. Bei seiner PK am 11.1.2022 erklärte er, die Menschen würden diese ganzen Verfahren ja doch alle nicht verstehen und er will eher inoffizielle Gespräche führen – so auf Küchentisch-Niveau. An den Küchentisch lädt ein Robert Habeck aber nicht jeden ein.

Vernunftkraft NRW e.V. schließt sich hiermit der Presseerklärung von Vernunftkraft Schleswig Holstein e.V. an und unterstützt ausdrücklich das Veto aus dem Bundesfinanzministerium gegen den Versuch, das Gesetz in einer Nacht- und Nebel-Aktion durchzuwinken.

Hier die Presserklärung 

https://www.vernunftkraft-sh.de/wp-content/uploads/2022/06/PE-Flaechengeschacher-gegen-alle-Vernunft.pdf




Freitag, 3. Juni 2022

PM 9 und Offener Brief

 Offener Brief an MP Hendrik Wüst und CDU Fraktion

 zum Sondierungspapier CDU und Grüne NRW

Sehr geehrter Herr Wüst,
sehr geehrter Herr Merz,
sehr geehrte Damen und Herren der CDU-Fraktion,

aus gegebenen Anlass möchten wir auf die folgend aufgeführten Sachverhalte zu den
Sondierungsgesprächen aufmerksam machen und stehen, wie auch in der Vergangenheit für weitere
Gespräche gerne zur Verfügung.

Gerne möchte ich ihnen und den Landtagsabgeordneten im Vorfeld noch zur Wahl gratulieren, so wie die Grüße unseres gesamten Vorstandes nebst den Regionalsprechern übermitteln.                                                                 

Im Wahlkampf ist den Wählern, wie auch hier im Kreis PB, ein Festhalten an der „1000-Meter-
Regelung“ suggeriert worden. Dieses Wahlversprechen, und da darf ich für Tausende unserer Mitglieder und zu vertretenden Bürger sprechen, muss eingehalten werden.  

In einer Ausschußsitzung vom 09.03.2022 des Landtages NRW haben wir vor kurzem aufzeigen dürfen, wie die Klimaziele in NRW zu schaffen sind, und das sogar bei einem Rückbau von alten WKA.
Dies ist in der Drucksache „17-15864“ hinterlegt.

Im Sondierungspapier ist von Klima-und Artenkrise die Rede. Auch ein soziales und sicheres NRW, so wie eine lebenswerte Heimat wird angesprochen. Auch das Thema Gesundheit wird dort angesprochen.

All dies sind Fakten, die für einen Mindestabstand von 1000m zu WKA sprechen, da sich u.a. herausgestellt hat, das u.a. immer mehr Menschen durch die WKA krank werden. In meinem Heimatort z.B. sind es mittlerweile über 1%, die in einem kausalen Zusammenhang stehen.

Wir sprechen hier über eins der unsozialsten Projekte dieses Jahrzehntes. In einem Artikel hieß es jüngst
„Minister Habeck und seine Windoligarchen“.
Ganz zu schweigen von dem enormen Flächenverbrauch, der uns in der Versorgung und der Landwirtschaft fehlt.

Wir haben hier nun einmal ein paar Fragen und Fakten für sie zusammengestellt.


1. Wie wird in Zukunft bei Abständen von unter 1000m von Windanlagen zu Wohnhäusern die Entschädigung der Immobilienenteignungen gem Art 14 GG geregelt?

2. Wie wird sicher gestellt, dass die Lärmwerte ohne benachteiligende Mittelwertbildung konsequent
eingehalten werden um gegenüber den scharf kontrollierten flächendeckenden 30kmh-Lärmschutzzonen in den Städten nicht weiter diskriminiert zu werden?

3. Wie werden die bei den kommenden Windindustriegroßanlagen extrapolierenden Körperschallemissionen so begrenzt, dass es zu keinen vom UBA als gefährlich eingestuften Infraschall in geschlossenen Wohnräumen kommt.

4. Was wird getan um die gefährliche Bodenkontamination den durch unvermeidliche  Mikropartikelerosion der Rotoroberflächen vorzubeugen bevor der Boden unersetzbar vergiftet ist (bis zu 60 kg pro WKA und Jahr).

5. Wie vermeiden Sie durch die Öffnung der Schutz- und Waldgebiete, dass dieses vorbildliche Verhalten Deutschlands nicht in den Regenwaldgebieten zur Öffnung der dortigen Schutzgebiete für nationale Wirtschaftsinteressen nachgeahmt und für weiteres Abholzen genutzt wird (CO2 Speicher durch Bäume und Boden).  

6. Heutige Windanlagen haben einen Flächenbedarf von min 2 ha. Wieviel CO2 kann eine Windanlage im Vergleich zu Wald pro Hektar binden? Und wie sehen Sie das Verhältnis der biodiversitären Leistung von Wald zu den waldlosen Windindustriegebieten?

7. Warum nimmt gemäß Zustandsbericht in NRW der Zustand der Biodiversität parallel ab mit dem Zubau von Windanlagen?

8. Die grössten onshore-Windanlagen erreichen inzwischen 300m Gesamthöhe. Haben Sie schon einmal eine 250m hohe Anlagen in nur 1000m Nähe besichtigt?



Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine hat uns die Problematik noch einmal besonders deutlich gemacht:
Wir müssen unabhängiger werden, und das auf allen Ebenen. Diese Thematik muss ganzheitlich
angegangen werden. Über die Nutzung heimischer Energien muss tabufrei diskutiert werden.

Aus politischen Gründen, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes, brauchen wir umweltfreundlichere Alternativen, die den CO2 – Ausstoß reduzieren und die Erderwärmung stoppen.

Ein weiterer Ausbau der Windenergie ist hier keine Lösung der aktuellen Energiekrise.  

Das Klima muss global betrachtet werden, und so kann es nicht sein, das WKA zum Abholzen des
Regenwaldes beitragen. Es sind pro WKA ca. 450 m³ Balsaholz verarbeitet, was einer jährlichen Rodung von 13 Mio. ha Regenwald entspricht. Das ist KLIMASCHÄDLICH, und wird häufig in der Betrachtung nicht berücksichtigt, zumal das Holz ja auch noch transportiert und verarbeitet werden muss.

So auch die Bindung von CO2, der Boden, die Pflanzen, und besonders der Wald sind ein riesiger CO2-
Speicher. Durch den Zubau durch WKA werden pro WKA ca. 5000 – 8000 m² Fläche versiegelt, die vorher CO2 gebunden hat. Im Wald ist dies eine doppelte Klimasünde, da hier häufig nur die Bäume betrachtet werden, die für den Bau weichen müssen. Weit gefehlt, hier speichert, bzw. bindet der Waldboden schon alleine Rund 1500 Millionen Tonnen Kohlenstoff befinden sich in den Waldböden Deutschlands (Auszug: Waldsterben2.0)

Schauen wir uns einmal die Erderwärmung an, können wir feststellen, das WKA zur Erderwärmung beitragen.
Jede versiegelte oder bebaute Fläche leistet einen Beitrag zur Erderwärmung, so auch die Windkraftanlagen mit ihren Flächen. Sogar quasi doppelt, da wir hier auch die Fläche des Turmes und der Flügel betrachten müssen. Und wir reden über ein 1,5°-Ziel?!                                                                                                    
Bewirtschaftete und naturbelassene Flächen tragen zur Reduzierung der Erwärmung bei.

Und was macht unsere Politik aktuell? Sie protegoniert die Windlobby, trotz all der negativen Einflüsse.                          
So brauchen wir gar nicht nach Russland schauen, sondern haben, mit Hilfe der Grünen und Minister Habeck unsere eigenen Oligarchen.                                                                                                                                              
Aktuell scheint im Rahmen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine niemand das Gesamtbild vor Augen zu haben. Sind wir nicht auch landwirtschaftlich abhängig von diesen Ländern?                                            
Warum wollen wir dann immer mehr landwirtschaftliche Fläche einer Energiequelle opfern, die stark
volatil ist und uns keinerlei Versorgungssicherheit bringt.

Immer mehr Bürger können ihre Energierechnungen nicht bezahlen und auf der anderen Seite werden
Riesengewinne mit politischer Hilfe gefahren. Aus Sicht immer mehr Bürger ist dies „Abzocke“.

Durch die gestiegenen Strompreise an der Börse - im Maximum 70 Eurocent / kWh --  haben die
Betreiber von Windanlagen und auch Solaranlagen- aber wohl überweigend Wind-  im März also eine
zusätzliche Rendite von 759 MIo € über die  EEG Umlagezahlungen erhalten. Ein WINDFALL Profit, der von den Stromverbrauchern gezahlt werden muss! Während die EEG Zahlungen ab dem 1.07.22 zu 100% vom Steuerzahler getragen werden sollen!  
Wir fordern eine offene und ehrliche Kommunikation. Der Bürger ist lange genug an der Nase herum geführt worden!


Samstag, 28. Mai 2022

Sondierungspapier der CDU Nordrhein-Westfalen und GRÜNE NRW

 Auszug! 27.5.2022

Transformation: Klimaschutz, Energie und Wirtschaft  

Wir werden Nordrhein-Westfalen zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas machen.
Unser Land kann beim Schutz des Klimas zum Vorbild für andere werden. In einer modernen
Wirtschaft gehören Klimaschutz, der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen, gute
Arbeitsplätze  und  soziale  Sicherheit  untrennbar  zusammen.  Mit  einer  gezielten
Innovationsoffensive werden wir die kleinen und mittelständischen Unternehmen auf dem Weg
zur Klimaneutralität fördern.

Der Angriffskrieg auf die Ukraine hat den Handlungsdruck verstärkt, noch schneller
unabhängig  von  fossilen  Energieträgern  zu  werden,  um  Versorgungsicherheit  und Energiepreisstabilität zu gewährleisten. Gleichzeitig halten wir am Kohleausstieg 2030 fest.
Der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren Energien ist daher von überragendem
öffentlichem Interesse.  

Wir werden durch eine Ermöglichungsplanung die Voraussetzungen dafür schaffen, dass in
den kommenden fünf Jahren
•  mindestens 1.000 zusätzliche Windkraftanlagen in unserem Land entstehen, auch auf
   Industrie-, Gewerbe-, Forst- und Kalamitätsflächen sowie entlang von Verkehrswegen,
•  sämtliche für Photovoltaik geeignete Flächen (bebaute und versiegelte Flächen,
   Verkehrswege, Wasser- und schwache Agrarflächen usw.), genutzt werden können und  
•  mittels eines Masterplans die vorhandenen Potenziale der Geothermie gehoben und durch
   eine  Wärmepumpenoffensive  in  Verbindung  mit der  Möglichkeit  kommunaler
   Wärmeplanung die Gasabhängigkeit deutlich reduziert werden.

Damit dies gelingt, müssen der Netzausbau und die Planungs- und Genehmigungsverfahren
substantiell schneller werden. Bestehende Regelungen gehören auf den Prüfstand – nicht nur
im Bereich der Erneuerbaren Energien.  

Schutzwürdige Interessen der Bevölkerung und der Umwelt erfordern mit Blick auf den
notwendigen weiteren Ausbau eine akzeptanzsteigernde und zugleich konfliktreduzierende
Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen. Die aktuelle Rechtsprechung bestätigt
regelmäßig einen Mindestabstand von 3H zu geschlossenen Siedlungsbereichen. Aufgrund
des überragenden öffentlichen Interesses an einem beschleunigten Ausbau werden wir alle
einschlägigen rechtlichen Regelungen grundlegend überprüfen und wenn notwendig ändern.
Zudem soll die Landesplanung in Zukunft den Ausbau der Windenergienutzung raum- und
umweltverträglich ermöglichen und steuern. Um die Betroffenheit der Anwohner zu
minimieren, soll der Ausbau auf neue geeignete Flächen konzentriert werden. Gleichzeitig wird
der Ausbau damit auch mit Blick auf die Steigerung der Leistung optimiert, weshalb wir das
Repowering von Windenergieanlagen so weit wie möglich erleichtern wollen. Auch dafür wird
eine Konzentration der Belange des Arten- und Naturschutzes im Rahmen des EU-Rechts auf
den  Schutz  von gefährdeten  Populationen  sowie  die  Abschaffung  der  pauschalen
Abstandsregelung notwendig sein. Wir werden ermöglichen, nicht verhindern.

Die Instrumente des Bundes und der EU zur Unterstützung der Industrie auf dem Weg in die
Klimaneutralität werden wir konsequent nutzen und die Wasserstoffstrategie des Landes
weiterentwickeln.

Wir werden ein Klimaschutzsofortprogramm auflegen, das Klimaschutzgesetz fortentwickeln,
ein jährliches Monitoring des Ausbaus der Erneuerbaren Energien etablieren und Innovationen
und Investitionen für die Transformation unserer Industrie fördern. Wir streben an, so schnell
wie möglich, entlang des 1,5 Grad-Ziels die Klimaneutralität mit Netto-Null-Emission in
Nordrhein-Westfalen zu erreichen. Wir wollen den Kohleausstieg bis 2030 umsetzen und für
das Gelingen des Strukturwandels die Regionen dabei gezielter unterstützen. Mit einer
zeitnahen neuen Leitentscheidung sorgen wir für Klarheit und Sicherheit für die Menschen im
Rheinischen Revier. Alle Dörfer des dritten Umsiedlungsabschnitts sollen bleiben.  

Wir wollen gute Arbeitsplätze und soziale Sicherheit in Zeiten des Umbruchs. Dazu werden
wir den Wirtschafts- und Industriestandort Nordrhein-Westfalen auf verschiedenen Ebenen
weiter stärken. Um Fachkräfte für Industrie, Handwerk und Mittelstand zu sichern und zu
gewinnen,  stärken  wir  die  duale  Ausbildung.  Durch  einen  konsequenten  weiteren
Bürokratieabbau und den Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Fläche verbessern wir die
Standortbedingungen.    Wir    machen    Nordrhein-Westfalen    zum    Vorreiter    bei
Umwelttechnologien, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft und legen die Grundlagen
für nachhaltiges Wirtschaften in allen Branchen, insbesondere beim grünen Wasserstoff.

Bei der Förderung von Startups legen wir einen Schwerpunkt auf Ausgründungen an
Universitäten und wollen Frauen als Gründerinnen besonders fördern.

Freitag, 13. Mai 2022

Unser Wald, was bringt er uns?

https://www.baysf.de/de/wald-verstehen/was-leisten-eigentlich-unsere-waelder.html
 

  jedoch was von dieser Vielfalt gibt uns ein Windrad? 

Nur 15% der installierten Leistung,
Infaschall zum krank werden,
Microplastik für die Umwelt,
Verschandelung der Landschaft,
Wertminderung unserer Häuser

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ 

“Only after the last tree has been cut down / Only after the last river has been poisoned / Only after the last fish has been caught / Then will you find that money cannot be eaten.” 

Donnerstag, 12. Mai 2022

Pressemitteilung 08/2022

Offener Brief an die Politik
Pressemitteilung 08/2022 Vernunftkraft NRW e.V.



Minister Habeck, die „Grünen" und ihre „Wind-Oligarchen"
Klima, Umwelt und die „Abzocke" der Bürger.


Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine hat uns die Problematik noch einmal besonders deutlich gemacht:
Wir müssen unabhängiger werden, und das auf allen Ebenen. Diese Thematik muss ganzheitlich
angegangen werden. Über die Nutzung heimischer Energien muss tabufrei diskutiert werden.
Aus politischen Gründen, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes, brauchen wir umweltfreundlichere Alternativen, die den C02 - Ausstoß reduzieren und die Erderwärmung stoppen.
Ein weiterer Ausbau der Windenergie ist hier keine Lösung der aktuellen Energiekrise ist.
Das Klima muss global betrachtet werden, und so kann es nicht sein, das WKA zum Abholzen des
Regenwaldes beitragen. Es sind pro WKA ca. 450 m3 Balsaholz verarbeitet, was einer jährlichen Rodung von 13 Mio. ha Regenwald entspricht. Das ist KLIMASCHÄDLICH, und wird häufig in der Betrachtung nicht berücksichtigt, zumal das Holz ja auch noch transportiert und verarbeitet werden muss.
So auch die Bindung von C02, der Boden, die Pflanzen, und besonders der Wald sind ein riesiger C02-
Speicher. Durch den Zubau durch WKA werden pro WKA ca. 5000 - 8000 m2 Fläche versiegelt, die vorher C02 gebunden hat. Im Wald ist dies eine doppelte Klimasünde, da hier häufig nur die Bäume betrachtet werden, die für den Bau weichen müssen. Weit gefehlt, hier speichert, bzw. bindet der Waldboden schon alleine Rund 1500 Millionen Tonnen Kohlenstoff befinden sich in den Waldböden Deutschlands (Auszug: Waldsterben2.0)
Schauen wir uns einmal die Erderwärmung an, können wir feststellen, das WKA zur Erderwärmung beitragen.
Jede versiegelte oder bebaute Fläche leistet einen Beitrag zur Erderwärmung, so auch die Windkraftanlagen mit ihren Flächen. Sogar quasi doppelt, da wir hier auch die Fläche des Turmes und der Flügel betrachten müssen. Und wir reden über ein 1,5° - Ziel?!
Bewirtschaftete und naturbelassene Flächen tragen zur Reduzierung der Erwärmung bei.
Und was macht unsere Politik aktuell? Sie protegoniert die Windlobby, trotz all der negativen Einflüsse.
So brauchen wir gar nicht nach Russland schauen, sondern haben, mit Hilfe der Grünen und Minister Habeck unsere eigenen Oligarchen.
Aktuell scheint im Rahmen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine niemand das Gesamtbild vor Augen zu haben. Sind wir nicht auch landwirtschaftlich abhängig von diesen Ländern?

Warum wollen wir dann immer mehr landwirtschaftliche Fläche einer Energiequelle opfern, die stark
volatil ist und uns keinerlei Versorgungssicherheit bringt.
Hier einmal ein paar Zahlen dazu:


Die Grafik zeigt, dass die Stromproduktion aus WKA teilweise >50% der benötigten Energiemenge erreichen kann, dies ist jedoch eher selten der Fall. Im März 2022 lag die Minimalleistung aus Wind z.B. bei unter 10%.
Immer mehr Bürger können ihre Energierechnungen nicht bezahlen und auf der anderen Seite werden
Riesengewinne mit politischer Hilfe gefahren. Aus Sicht immer mehr Bürger ist dies „Abzocke".

Durch die gestiegenen Strompreise an der Börse - im Maximum 70 Eurocent / kWh -- haben die
Betreiber von Windanlagen und auch Solaranlagen- aber wohl überweigend Wind- im März also eine
zusätzliche Rendite von 759 Mio € über die EEG Umlagezahlungen erhalten. Ein WINDFALL Profit, der von den Stromverbrauchern gezahlt werden muss! Während die EEG Zahlungen ab dem 1.07.22 zu 100% vom Steuerzahler getragen werden sollen!
Wir fordern eine offene und ehrliche Kommunikation. Der Bürger ist lange genug an der Nase herum geführt worden!

 

Mittwoch, 4. Mai 2022

Aussagen der "Big Four" Parteien zur Windkraft

Auszug aus der Veröffentlichung des Westfälischen Volksblatt vom 4. Mai 2022

Aussagen zur Frage:
Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet.
Wie soll es hiermit weitergehen?


CDU Bernhard Hoppe-Biermeyer
Wir sind bereits Vorreiter bei der Windenergie und wollen dies weiter
bleiben. Um die Akzeptanz der Bevölkerung für die Windkraft nicht zu
verlieren, ist es wichtig, sie beim Ausbau von erneuerbaren Energien mit
einzubeziehen. Zudem müssen wir Repowering-Potenziale ausschöpfen,
anstatt die ohnehin schon große Zahl der Windkraftanlagen in der Region
weiter zu erhöhen.

SPD Michael Sprink
Wir brauchen den weiteren Ausbau der Windkraft auch im Kreis Paderborn.
Das Ziel, unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden, ist heute
wichtiger denn je. Das funktioniert nur durch erneuerbare Ener-
gien, die wir in ganz NRW ausbauen.
Die Photovoltaik darf dabei nicht vergessen werden. So können wir
eine klimaneutrale und kostengünstige Energieversorgung erreichen.

FDP Anke Zillmann
Wir leisten hier bereits einen entscheidenden Beitrag. Das 2030-
Verdopplungs-Ziel auf 12 GW erreichen wir vor allem durch beschleunigte
Planungs- und Genehmigungsprozesse beim Ersatz alter durch neue,
leistungsstarkere Anlagen. Aber ohne klare Regeln für Schutzabstände
geht's nicht. Akzeptanz durch Investoren und Anwohner im
Kreis Paderborn sind die wichtigste Grundlage.

Bündnis 90/die Grünen Norika Creuzmann
Wir sind auf eine schnelle Energiewende angewiesen, da der Klimawandel
ein enormer Einflussfaktor auf das Artensterben ist. Von daher müssen
wir beides zusammendenken, den Ausbau und das Repowering der
Windenergie dort vorantreiben, wo es für alle Beteiligten gut möglich ist
Das enorme Potenzial der Photovoltaik muss auch im Kreis konsequent
genutzt werden.

Montag, 2. Mai 2022

Presse im Mai


2.5.2022 Spiegel

Grüne fordern Extrasteuer für Kriegsprofiteure

Manche Unternehmen verdienen »übergebührlich am Horror dieses Krieges«, kritisiert die Grünenvorsitzende Ricarda Lang. Eine Steuer soll das korrigieren – doch an entscheidender Stelle stößt der Vorschlag auf Widerstand.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-fordern-extrasteuer-fuer-kriegsprofiteure-olaf-scholz-lehnt-bisher-ab-a-e9fb7c37-a8bf-4eef-a24e-54f22495cac0?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

 Bitte mit den Wind-Oligarchen anfangen


 2.5.2022 Tagesschau

Ausbau der Windkraft stockt Länder schaffen kaum Platz für Windräder

 https://www.tagesschau.de/inland/windkraft-deutschland-habeck-klima-oekostrom-101.html

 

 2.5.2022 WDR Mediathek

Wahlen in NRW: Welche Pläne hat die SPD?

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-morgenecho-interview/audio-wahlen-in-nrw-welche-plaene-hat-die-spd-100.html 

Ab Min 6
Kutschaty:
Erste Massnahme wird sein den unsinnigen Abstandserlass aufzuheben 

 

1.5.2022  Erneuerbare Energien

Mehr Vergütung und staatliche Rettung für Windparks?

https://www.erneuerbareenergien.de/markt/ukrainekrieg-und-rohstoffkosten-mehr-verguetung-und-staatliche-rettung-fuer-windparks

 Subventionen ohne Ende. Sonst fällt der Lobby nichts ein. Es geht wieder nur ums Geld. Die  Projektierer verdienen jetzt pro Windlage statt 3 Millionen nur noch 2 Millionen. 

Montag, 11. April 2022

Habeck lehnt Fracking ab

 Verfahren für Deutschland nicht geplant - Verein moniert fehlende Netze für Windkraft
Habeck lehnt Fracking ab

BERLIN/BORCH EN (dpa/WB/ef),
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat Länder
und Kommunen aufgerufent zügig neue Flächen für
Wind- und Solarkraftanlagen auszuweisen und Anträ-
ge zu genehmigen. Die Industrie sei bereit, den Aus-
bau der Emeuerbaren Energien voranzutreiben und die
Produktionskapazitäten enorm zu steigern, sagte
Hab eck nach einem Treffen mit Branchenvertretem am
Montag, Sie brauche aber Sicherheit - und zwar nicht in
Form von Gesetzen, sondern als Auftragseingänge
bei den Unternehmen. „Erst dann sind sichere Planun-
gen möglich.“
Trotz der Bemühungen um eine schnelle Energie-
Unabhängigkeit von Russ land lehnt Habeck Fracking
in Deutschland ab, „Ich glaube, dass das nicht der
Weg ist, den wir gehen sollten" Zum einen würden um-
fangreiche Genehmigungen lange dauern und in der
akuten Situation nicht weiterhelfen. Außerdem wolle
die Bundesregierung möglichst schnell weg vom Erd-
gas hin zu erneuerbaren Energien und Wasserstoff.
„Und das ist, glaube ich, auch für Fracking und Erd-
gas nicht der beste Grund für eine Investitionsent-
scheidung“ sagte Habeck.
Derzeit kenne er keinen Antrag eines Unternehmens
für Fracking in Deutschland - weder auf Probebohrun-
gen noch auf tatsächliche Förderung. Beim Fracking
wird mit Chemikalien vermischtes Wasser unter ho-
hem Druck in Schiefergestein gepresst und das Ge-
stein großflächig aufgebrochen, um Gas oder öl zu för-
dern, Umweltschützer lehnen die Methode strikt ab,
weil sie befürchten, dass Wasser verschmutzt wird,
es zu Erdbeben kommt oder das Treibhausgas Methan
unkontrolliert austritt. Fracking ist in Deutschland ver-
boten, zu Forschungszwecken können Vorhaben zu-
gelassen werden.
Derweil warnt der Verein Vernunftkraft NRW ange-
sichts der aktuellen Energiekrise vor einem „über-
hasteten und von allen Hemmnissen befreiten Aus-
bau der Windenergie“ Vorstand Volker Tschischke aus
Borchen (Kreis Paderborn) erklärt in einem offenen
Brief an die Politik: „Der geplante stark forcierte Aus-
bau von Windanlagen wäre technisch nur sinnvoll,
wenn genügend Netze auf allen Spannungsebenen vor-
handen sind, um den Strom zu den Verbrauchern zu
transportieren. Das ist aber heute und für die nächsten
Jahre nicht der Fall“
Der Netzausbau liege weit hinter allen Zielen zurück,
heißt es in den Schreiben des Vereins. Wörtlich: „Es
sollen also Windanlagen gebaut werden, für deren
Strom die Netze fehlen, was die Windanlagen und das
Erneue rbare-Energien-System massiv ineffizient und
extrem teuer macht und nur Geld in die Kassen der Pro-
jektiere r spült“ Oberschussstrom könne „nicht sinnvoll
genutzt" werden. Zudem, so der Verein, sei eine loo-pro-
zentige Versorgung mit erneuerbaren Energien tech-
nisch und wetterbedingt nicht möglich.

Quelle: Westf. Volksblatt 12.04.22

Samstag, 9. April 2022

Potenzialstudie LANUV ist verfügbar

 

Überraschende Empfehlung für mehr Windenergie: Platz für neue Anlagen sei zu einem Gutteil auf Waldflächen, so die Experten des LANUV. 

Die Gesamtstudie kann eingesehen werden unter:

IKZ, 07.04.2022

Das sind die Gemeinden mit der Anzahl ihrer Windindustrieanlagen

Hier zum Verständnis die Orte der Kreise



Mittwoch, 6. April 2022

Eckpunkte zu Windkraftausbau

verstoßen gegen europäisches Recht und „die schiere Physik“ (R. Habeck)
    
Am 4. April 2022 stellten die Bundesumweltministerin, Steffi Lemke, und der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Robert Habeck, gemeinsame „Eckpunkte für einen naturverträglichen Windkraftausbau“ vor. Damit würden „Bremsklötze beseitigt“ (Lemke). Das sei „gerade heute besonders wichtig, da wir uns zügiger denn je aus der Klammer von Öl- und Gas-Importen befreien müssen“ (Habeck). Die Eckpunkte sehen u.a. vor, Landschaftsschutzgebiete für die Windkraft zu öffnen und artenschutzrechtliche Standards erheblich zu senken. VERNUNFTKRAFT. lehnt diese Vorhaben entschieden ab.
    
Berlin, 6. April 2022


VERNUNFTKRAFT. weist erneut darauf hin, dass die Vorhaben gegen europäisches Natur- und Artenschutzrecht verstoßen. Das Ziel des Koalitionsvertrags, Natur- und Artenvielfalt stärker zu schützen sowie die EU-Biodiversitätsstrategie werden durch die vorgesehene Absenkung von Schutzvorschriften und die Bebauung und Versiegelung von Schutzgebieten konterkariert. Die Vorgaben aus den Ministerien untergraben die Arbeit der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten. Deren fachlich begründete Empfehlungen für Schutzabstände zu Brutplätzen („Helgoländer Papier“) gehen weit über die definierten Tabubereiche aus dem Eckpunktepapier hinaus.  

Des Weiteren widerspricht  eine Abwägung der Schutzgüter zu Lasten des Artenschutzes und eine Höherbewertung der erneuerbaren Energien mit der Begründung „öffentliche Sicherheit“ europäischer Rechtsprechung – wie in mehreren Rechtsgutachten (Okt. 2020  und Dez. 2021) dargelegt. Die Formulierung im Eckpunktepapier „Erneuerbare Energien liegen im überragenden öffentlichen Interesse und dienen der öffentlichen Sicherheit. Damit liegt der Ausnahmegrund in der Regel vor.“ ist ein Widerspruch, denn sie suggeriert die Möglichkeit, durch eine unsichere wetterabhängige Technologie zur öffentlichen Sicherheit beizutragen.

Die Aussage des Ministers, wonach erst „zukünftig klare und verbindliche Regeln für den Artenschutz beim Windausbau“ gelten würden, weist VERNUNFTKRAFT. zurück. Vielmehr scheint es erklärte Absicht zu sein, geltende klare Artenschutzregeln aus dem Weg zu räumen.

Vehement widersprechen wir Minister Habecks Erzählung, dass der Windkraftausbau der Verminderung von Abhängigkeiten von Öl- und Gasimporten diene. Das Gegenteil ist richtig: Erst der massive Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugung hat die Abhängigkeit von schnell regelbaren Gaskraftwerken geschaffen – diese benötigen nun mal Gas.

Dr.-Ing. Detlef Ahlborn, VERNUNFTKRAFT.-Technologie-Vorstand, erläutert:
    
„Im Interview mit Markus Lanz am 31. März verwies Minister Habeck zurecht auf die Unausweichlichkeit der „schieren Physik“. An dieser zerschellt auch sein Narrativ von der geopolitischen Unabhängigkeit durch Windkraft: Diesem ministerialen Modell „steht die schiere Physik im Weg". Denn es war der Windkraftausbau der letzten 15 Jahre, der uns immer stärker in die Abhängigkeit von russischem Gas geführt hat. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Windstroms und nach den Regeln der mathematischen Statistik war dies klar vorhersehbar. Sehenden Auges auf diesem falschen Weg zu beschleunigen, wird uns zusätzliche, neue Abhängigkeiten bescheren."
    

Pressesprecherin Waltraud Plarre resümiert:

„Mit diesen Eckpunkten blasen die beiden Grünen Minister zum finalen Angriff auf den Artenschutz und die letzten noch verbliebenen naturnahen Landschaften, obwohl der Erhalt des ökologischen Gleichgewichts oberstes Gebot sein muss. Wir müssen uns dem mit aller Kraft entgegenstellen.“

Mittwoch, 30. März 2022

Energiekostenkrise löst auch in Großbritannien Hektik aus

London, 30. März - Net Zero Watch hat Boris Johnson gewarnt, dass der Vorschlag des Wirtschaftsministers Kwasi Kwarteng, die Flotte der erneuerbaren Energien in Großbritannien massiv auszubauen, die Energiekostenkrise verschärfen und Leben ruinieren würde.

Während die Regierung um eine neue Energiesicherheitsstrategie ringt, schlägt Kwasi Kwarteng Berichten zufolge eine Verzehnfachung der Solarenergie, eine Verfünffachung der Offshore-Windkraft und eine Verdreifachung der Onshore-Windkraft sowie eine geringfügige Aufstockung der Atomkraftflotte vor.

Der stellvertretende Direktor von Net Zero Watch, Andrew Montford, sagte:

"Allein die Kapitalkosten würden sich auf 10.000 Pfund pro Haushalt belaufen. Das ist ein irrsinniger Vorschlag zu einer Zeit, in der die Haushalte bereits mit einer Verdoppelung der Kosten für ihre Energierechnungen zu kämpfen haben."

Und Dr. John Constable, der Energiedirektor von Net Zero Watch, sagte:

"Zusätzlich zu den Kapitalkosten würde der Plan von Herrn Kwarteng Betriebskosten in Milliardenhöhe verursachen, und weitere Milliarden, um das Netz am Laufen zu halten. Das ist nicht die Art von Vorschlag, die ein seriöser Politiker unterbreiten würde."

https://www.netzerowatch.com/?mc_cid=3e409e35dc&mc_eid=466496035a

Montag, 28. März 2022

Warum ein überhasteter und von allen Hemmnissen befreiter Ausbau der Windenergie keine Lösung der aktuellen Energiekrise ist.

Ein kritischer Beitrag von
 
Prof.Dr. Werner Mathys, RA Thomas Mock und Dr.Wolfgang Epple
 
1. Der geplante stark forcierte Ausbau von Windanlagen wäre technisch nur sinnvoll,
wenn genügend Netze auf allen Spannungsebenen vorhanden sind, um den Strom zu den
Verbrauchern zu transportieren. Das ist aber heute und für die nächsten Jahre nicht der Fall.
Der Netzausbau, auch der HGÜ, liegt weit hinter allen Zielen zurück.
 
Es sollen also Windanlagen gebaut werden, für deren Strom die Netze fehlen,
was die Windanlagen und das EE-System massiv ineffizient und extrem teuer macht und
nur Geld in die Kassen der Projektierer spült.

 
2. Überschussstrom kann nicht sinnvoll genutzt werden. Er muss verklappt werden oder
die Anlagen müssen bei voller Kostenerstattung (EEG §§12, 13) für die Betreiber
abgeregelt werden. Die Netzbetreiber müssen mit Milliardenkosten für den Verbraucher
immer mehr in die Steuerung der Systeme eingreifen (Redispatch).
 
3. Durch die im EEG, Anhang 2 Nr.7.1 a) - d) iVm 7.2, geregelte großzügige Erstattung,
auch wenn kein Strom eingespeist werden kann, oder aus artenschutzrechtlichen oder
Lärmgründen Anlagen abgeregelt oder abgeschaltet werden müssen, fehlt jeder Anreiz
für einen angebotsorientierten sinnvollen und naturverträglichen Ausbau
. Auch die für
einen optimalen Stromertrag viel zu dichte Bebauung der Anlagen, wodurch sie sich
gegenseitig bis zu 30% Wind wegnehmen, wird durch die Subventionierung im EEG
so ausgeglichen, als ob sie 100% produziert hätten. Die Regelungen im EEG sind ein
„rundum Wohlfühlpaket“ für die Betreiber, die deshalb überall Windanlagen bauen
wollen, weil sie in jedem Fall - ob Strom eingespeist wird oder nicht oder dieser sinnvoll
verwertet werden kann - eine 100% Vergütungen gemäß EEG bekommen.
 
4. Die Bürger werden durch dieses unsolidarische, unsoziale und offensichtlich nur auf
Finanzinteressen beruhende System, das völlig unwirtschaftlich ist und keine
Versorgungssicherheit schafft, missbraucht.
 
EIN IN DIESER WEISE EINSEITIG VERBRAUCHER UND BÜRGERSCHAFT
FINANZIELL BELASTENDES SYSTEM IST ABZULEHNEN.

 
5. 100% - Versorgung mit EE ist nicht möglich: Erstens, da Windanlagen die
50Hz-Frequenz der Netze nicht sichern können und zweitens wegen der
hohen Wetter und Jahreszeit bedingten Volatilität der EE. Es müsste das
Vielfache an Leistung installiert werden, um über einen Überschuss unter
Inkaufnahme der Umwandlungsverluste im Speicher (ein/ausspeichern)
ausreichend Strom für Dunkelflauten zu haben. Dafür aber gibt es in D nicht
genug Flächen.
 

6. Ein großer Anteil der Energieversorgung wird deshalb Wasserstoff sein.
Dieser Wasserstoff wird aber aus dem Ausland kommen müssen, weil er
in D nicht wirtschaftlich hergestellt werden kann.
Das wird D zusätzlich bzw. weiterhin stark abhängig von Energieimporten
aus dem Ausland machen.
 
7. Selbst eine theoretisch rechnerische 100%-Versorgungmit Erneuerbaren
Energien wäre nur unter grundsätzlicher Importabhängigkeit von Produkten,
Rohstoffen und Energie auch aus politisch unsicheren und
undemokratischen / autokratischen Ländern möglich.

Die EE machen energiepolitisch absolut nicht unabhängig, sondern
verlagern nur die Abhängigkeiten in hohem Maße, insbesondere nach China.
 
8. Wegen des hohen Materialbedarfes der großen Windräder (bis zu 7.000t pro Anlage),
insbesondere an Stahl, Gusseisen, dem besonders klimafeindlichem Beton- und
Carbonverbundstoffen, sind kurzfristig keine Kapazitätserhöhungen bei der
Produktion möglich. So sind z.B. die Gießereien in ganz Europa bereits völlig ausgelastet.
Der Materialbedarf steht in Konkurrenz mit anderen essentiellen Fertigungsprozessen.
Allein dadurch werden dem geplanten Ausbau Grenzen gesetzt. Die Planungen zur
Ver-X-fachung der Windkraft lassen sich kurzfristig allein aus diesen Gründen der
Knappheit nicht verwirklichen.
 

9. Die schändliche Ausnutzung des ebenso schändlichen Überfall-Krieges gegen die
Ukraine durch die EE-Branche, um ihre Profitinteressen mit dem nicht haltbaren
Versprechen einer Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern oder
gar Erreichen von Energieautarkie durchzusetzen, ist verwerflich und wird aufs
Schärfste kritisiert.

 
10. Wegen auch noch in Jahren fehlender und auch bezahlbarer Speicher sind auch
in Zukunft konventionelle Kraftwerke als Backup-System unverzichtbar. Diese
müssen in der Lage sein, den gesamten Stromverbrauch zu decken, wenn der
Wind nicht weht und/oder die Sonne nicht scheint. Die Notwendigkeit eines
Backupsystems führt zur enormen Verteuerung elektrischer Energie.
 
11. Windkraft ist keine kurzfristige Lösung der aktuellen Krise.
Dies ist eine Illusion, ein reiner Marketing Gag der Windlobby.

 
12. Die angestrebte Einstufung der Windkraft als „Wesentlicher Faktor für die
nationale Sicherheit“ oder im „Überragenden öffentlichen Interesse“ soll das
rechtsstaatlich verankerte Prinzip der Güterabwägung aushebeln. Der geplante
absolute Vorrang der Erneuerbaren Energien gegen andere grundgesetzliche
Rechtsgüter bis zur Erreichung einer fiktiven „Klimaneutralität“, namentlich der
Vorrang gegen die Rechtsgüter körperliche Unversehrtheit und Schutz der Natur
und der Tiere (Art.2 GG und Art. 20 a GG), verstößt gegen die Verfassung und
begrenzt in Folge auf breiter Ebene Rechte und Entwicklungsmöglichkeiten
jetziger und künftiger Generationen.
Der eintretende Mangel ergebnisoffener Güterabwägung belastet einseitig die
gesundheitliche und finanzielle Grundlage der Landbevölkerung. Neben der Einengung
der verfassungsmäßigen Rechte der Bürger sollen alle vorhandenen Restriktionen
zum Artenschutz und Gesundheitsschutz - bis zur Inkaufnahme von Rechtskonflikten
auf europäische Ebene - beseitigt werden.
Offensichtlich soll durch Worte ersetzt werden, was Windanlagen physikalisch nicht
leisten können, durch eine Art "Neusprech" wie in George Orwells "1984".
Wir Bürger lehnen diese nur Lobbyinteressen dienende Einordnung der Windkraft als
Objekt der öffentlichen Sicherheit und als im öffentlichen Interesse liegend entschieden ab.   
 
 
13. Der Naturschutz und alle Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität – ein zentrales Ziel der EU –
bleiben komplett auf der Strecke. Jahrzehntelange Naturschutzarbeit wird zunichte gemacht.
Die einseitige und rücksichtslose Priorisierung der EE, besonders der Windkraft,
verstößt dabei nicht nur gegen die Biodiversitätsstrategie der EU, sondern gravierend
auch gegen die gemeinsame Empfehlung von IPCC und IPBES, Klimaschutz und Schutz
der Natur zumindest gleichrangig zu betrachten. Die auch durch Ausbau der EE
verursachte Gefährdung der Biodiversität bedeutet gegenüber dem Klimawandel die
größere Bedrohung für die Weltgemeinschaft.

 
14. Im Namen des als alternativlos dargestellten Windkraft-Tsunami sollen aber nicht nur
Landschaften, Biodiversität und Natur geopfert werden, sondern auch die Gesundheit von
Menschen und Tieren, da immer lauter eine Abkehr selbst von geringsten Abstandsregeln
gefordert wird.
 
Eine vom PIK verantwortete Studie ergab, dass eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde
oder der Bürger nur 1% der Betroffenen bewegen würde, ihre kritische Meinung gegenüber
großtechnischen Windindustrieanlagen zu ändern. Sie würden aus Überzeugung Natur und
Landschaft nicht hergeben wollen, erst recht nicht gegen Geld. Es sind die als „Nimbys“
verunglimpften kritischen Bürger, die sich vor Ort um ihre Heimat, ihre Natur und die Zukunft
ihrer Kinder kümmern und die Rolle der erkennbar mit der Windkraftindustrie paktierenden,
ehemals dem Naturschutz verpflichteten Umweltorganisationen einnehmen und ersetzen.
 
15. Es wird ein angeblich alternativloses Energiesystem gefördert, dass dem Zieldreieck
Wirtschaftlichkeit (Bezahlbarkeit), Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit in keinem
Punkt entspricht, aber auf dauerhafte Subventionen angewiesen bleibt.
 
16. Ein von allen Hemmnissen befreiter und unkontrollierter Tsunami-gleicher Ausbau der
Windkraft wird Deutschland in eine Industrielandschaft verwanden, aber weder Versorgungssicherheit
 garantieren können noch die weitere Nutzung fossiler Kraftwerke verhindern.  
Ein solcher entfesselter Ausbau ist nicht nur unnötig, sondern schlicht der falsche Weg –
auch in Hinblick auf den Klimaschutz.

 
17. Die aufgezählten Kritikpunkte an einseitiger überhasteter Priorisierung der EE, speziell der
Windkraft, führen zu weitreichenden gesellschaftlichen Verwerfungen. Um die Natur zu schonen
und den sozialen Frieden zu bewahren, ist Deutschland als hochentwickeltes Industrie- und
Technologieland gefordert, ohne Tabus nach umwelterhaltenden Wegen zu suchen,
die Energieversorgung unter Berücksichtigung heimischer Quellen kurz-, mittel- und langfristig
zu bewerkstelligen. Dazu muss auch die kurzfristige Nutzung der Braunkohle und Bereitstellung
ausgereifter Kraftwerkstechnik mit CO2-Abscheidung erwogen werden, wenn auf absehbare Zeit
eigene Vorkommen gegen Kohle-Import oder gegen eine ohnehin stattfindende oder drohende
Verdrängung von Gas nach dem Merit-Order Prinzip abgewogen werden muss. Ein Weiterbetrieb
der noch vorhandenen sicheren Kernkraftwerke und mittelfristig die Berücksichtigung der
zukunftsträchtigen Kernkraft der „vierten Generation“ ist aus den gezeigten Gründen der absoluten
Flächenknappheit und Flächenkonkurrenz der EE mit Naturschutz und Ernährungssicherung zu
ermöglichen. Die technologieoffene Einbeziehung neuer Entwicklungen muss sich auch auf weitere
Optionen wie CCS (Carbon Capture and Storage) erstrecken.
 
18. Alles, was Kosten senkt, mit der Natur in der Bilanz so schonend als möglich umgeht und
die Menschen gleichermaßen schont, muss ohne ideologische Scheuklappen geprüft und bei
erkennbaren Vorteilen verwirklicht werden.

 
Greven, Königswinter, Außernzell, 29.03.2022
www.gegenwind-greven.de