Freitag, 13. Mai 2022

Unser Wald, was bringt er uns?

https://www.baysf.de/de/wald-verstehen/was-leisten-eigentlich-unsere-waelder.html
 

  jedoch was von dieser Vielfalt gibt uns ein Windrad? 

Nur 15% der installierten Leistung,
Infaschall zum krank werden,
Microplastik für die Umwelt,
Verschandelung der Landschaft,
Wertminderung unserer Häuser

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ 

“Only after the last tree has been cut down / Only after the last river has been poisoned / Only after the last fish has been caught / Then will you find that money cannot be eaten.” 

Donnerstag, 12. Mai 2022

Pressemitteilung 08/2022

Offener Brief an die Politik
Pressemitteilung 08/2022 Vernunftkraft NRW e.V.



Minister Habeck, die „Grünen" und ihre „Wind-Oligarchen"
Klima, Umwelt und die „Abzocke" der Bürger.


Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine hat uns die Problematik noch einmal besonders deutlich gemacht:
Wir müssen unabhängiger werden, und das auf allen Ebenen. Diese Thematik muss ganzheitlich
angegangen werden. Über die Nutzung heimischer Energien muss tabufrei diskutiert werden.
Aus politischen Gründen, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes, brauchen wir umweltfreundlichere Alternativen, die den C02 - Ausstoß reduzieren und die Erderwärmung stoppen.
Ein weiterer Ausbau der Windenergie ist hier keine Lösung der aktuellen Energiekrise ist.
Das Klima muss global betrachtet werden, und so kann es nicht sein, das WKA zum Abholzen des
Regenwaldes beitragen. Es sind pro WKA ca. 450 m3 Balsaholz verarbeitet, was einer jährlichen Rodung von 13 Mio. ha Regenwald entspricht. Das ist KLIMASCHÄDLICH, und wird häufig in der Betrachtung nicht berücksichtigt, zumal das Holz ja auch noch transportiert und verarbeitet werden muss.
So auch die Bindung von C02, der Boden, die Pflanzen, und besonders der Wald sind ein riesiger C02-
Speicher. Durch den Zubau durch WKA werden pro WKA ca. 5000 - 8000 m2 Fläche versiegelt, die vorher C02 gebunden hat. Im Wald ist dies eine doppelte Klimasünde, da hier häufig nur die Bäume betrachtet werden, die für den Bau weichen müssen. Weit gefehlt, hier speichert, bzw. bindet der Waldboden schon alleine Rund 1500 Millionen Tonnen Kohlenstoff befinden sich in den Waldböden Deutschlands (Auszug: Waldsterben2.0)
Schauen wir uns einmal die Erderwärmung an, können wir feststellen, das WKA zur Erderwärmung beitragen.
Jede versiegelte oder bebaute Fläche leistet einen Beitrag zur Erderwärmung, so auch die Windkraftanlagen mit ihren Flächen. Sogar quasi doppelt, da wir hier auch die Fläche des Turmes und der Flügel betrachten müssen. Und wir reden über ein 1,5° - Ziel?!
Bewirtschaftete und naturbelassene Flächen tragen zur Reduzierung der Erwärmung bei.
Und was macht unsere Politik aktuell? Sie protegoniert die Windlobby, trotz all der negativen Einflüsse.
So brauchen wir gar nicht nach Russland schauen, sondern haben, mit Hilfe der Grünen und Minister Habeck unsere eigenen Oligarchen.
Aktuell scheint im Rahmen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine niemand das Gesamtbild vor Augen zu haben. Sind wir nicht auch landwirtschaftlich abhängig von diesen Ländern?

Warum wollen wir dann immer mehr landwirtschaftliche Fläche einer Energiequelle opfern, die stark
volatil ist und uns keinerlei Versorgungssicherheit bringt.
Hier einmal ein paar Zahlen dazu:


Die Grafik zeigt, dass die Stromproduktion aus WKA teilweise >50% der benötigten Energiemenge erreichen kann, dies ist jedoch eher selten der Fall. Im März 2022 lag die Minimalleistung aus Wind z.B. bei unter 10%.
Immer mehr Bürger können ihre Energierechnungen nicht bezahlen und auf der anderen Seite werden
Riesengewinne mit politischer Hilfe gefahren. Aus Sicht immer mehr Bürger ist dies „Abzocke".

Durch die gestiegenen Strompreise an der Börse - im Maximum 70 Eurocent / kWh -- haben die
Betreiber von Windanlagen und auch Solaranlagen- aber wohl überweigend Wind- im März also eine
zusätzliche Rendite von 759 Mio € über die EEG Umlagezahlungen erhalten. Ein WINDFALL Profit, der von den Stromverbrauchern gezahlt werden muss! Während die EEG Zahlungen ab dem 1.07.22 zu 100% vom Steuerzahler getragen werden sollen!
Wir fordern eine offene und ehrliche Kommunikation. Der Bürger ist lange genug an der Nase herum geführt worden!

 

Mittwoch, 4. Mai 2022

Aussagen der "Big Four" Parteien zur Windkraft

Auszug aus der Veröffentlichung des Westfälischen Volksblatt vom 4. Mai 2022

Aussagen zur Frage:
Das Paderborner Land ist reich mit Windkraft gesegnet.
Wie soll es hiermit weitergehen?


CDU Bernhard Hoppe-Biermeyer
Wir sind bereits Vorreiter bei der Windenergie und wollen dies weiter
bleiben. Um die Akzeptanz der Bevölkerung für die Windkraft nicht zu
verlieren, ist es wichtig, sie beim Ausbau von erneuerbaren Energien mit
einzubeziehen. Zudem müssen wir Repowering-Potenziale ausschöpfen,
anstatt die ohnehin schon große Zahl der Windkraftanlagen in der Region
weiter zu erhöhen.

SPD Michael Sprink
Wir brauchen den weiteren Ausbau der Windkraft auch im Kreis Paderborn.
Das Ziel, unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden, ist heute
wichtiger denn je. Das funktioniert nur durch erneuerbare Ener-
gien, die wir in ganz NRW ausbauen.
Die Photovoltaik darf dabei nicht vergessen werden. So können wir
eine klimaneutrale und kostengünstige Energieversorgung erreichen.

FDP Anke Zillmann
Wir leisten hier bereits einen entscheidenden Beitrag. Das 2030-
Verdopplungs-Ziel auf 12 GW erreichen wir vor allem durch beschleunigte
Planungs- und Genehmigungsprozesse beim Ersatz alter durch neue,
leistungsstarkere Anlagen. Aber ohne klare Regeln für Schutzabstände
geht's nicht. Akzeptanz durch Investoren und Anwohner im
Kreis Paderborn sind die wichtigste Grundlage.

Bündnis 90/die Grünen Norika Creuzmann
Wir sind auf eine schnelle Energiewende angewiesen, da der Klimawandel
ein enormer Einflussfaktor auf das Artensterben ist. Von daher müssen
wir beides zusammendenken, den Ausbau und das Repowering der
Windenergie dort vorantreiben, wo es für alle Beteiligten gut möglich ist
Das enorme Potenzial der Photovoltaik muss auch im Kreis konsequent
genutzt werden.

Montag, 2. Mai 2022

Presse im Mai


2.5.2022 Spiegel

Grüne fordern Extrasteuer für Kriegsprofiteure

Manche Unternehmen verdienen »übergebührlich am Horror dieses Krieges«, kritisiert die Grünenvorsitzende Ricarda Lang. Eine Steuer soll das korrigieren – doch an entscheidender Stelle stößt der Vorschlag auf Widerstand.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-fordern-extrasteuer-fuer-kriegsprofiteure-olaf-scholz-lehnt-bisher-ab-a-e9fb7c37-a8bf-4eef-a24e-54f22495cac0?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

 Bitte mit den Wind-Oligarchen anfangen


 2.5.2022 Tagesschau

Ausbau der Windkraft stockt Länder schaffen kaum Platz für Windräder

 https://www.tagesschau.de/inland/windkraft-deutschland-habeck-klima-oekostrom-101.html

 

 2.5.2022 WDR Mediathek

Wahlen in NRW: Welche Pläne hat die SPD?

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-morgenecho-interview/audio-wahlen-in-nrw-welche-plaene-hat-die-spd-100.html 

Ab Min 6
Kutschaty:
Erste Massnahme wird sein den unsinnigen Abstandserlass aufzuheben 

 

1.5.2022  Erneuerbare Energien

Mehr Vergütung und staatliche Rettung für Windparks?

https://www.erneuerbareenergien.de/markt/ukrainekrieg-und-rohstoffkosten-mehr-verguetung-und-staatliche-rettung-fuer-windparks

 Subventionen ohne Ende. Sonst fällt der Lobby nichts ein. Es geht wieder nur ums Geld. Die  Projektierer verdienen jetzt pro Windlage statt 3 Millionen nur noch 2 Millionen. 

Montag, 11. April 2022

Habeck lehnt Fracking ab

 Verfahren für Deutschland nicht geplant - Verein moniert fehlende Netze für Windkraft
Habeck lehnt Fracking ab

BERLIN/BORCH EN (dpa/WB/ef),
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat Länder
und Kommunen aufgerufent zügig neue Flächen für
Wind- und Solarkraftanlagen auszuweisen und Anträ-
ge zu genehmigen. Die Industrie sei bereit, den Aus-
bau der Emeuerbaren Energien voranzutreiben und die
Produktionskapazitäten enorm zu steigern, sagte
Hab eck nach einem Treffen mit Branchenvertretem am
Montag, Sie brauche aber Sicherheit - und zwar nicht in
Form von Gesetzen, sondern als Auftragseingänge
bei den Unternehmen. „Erst dann sind sichere Planun-
gen möglich.“
Trotz der Bemühungen um eine schnelle Energie-
Unabhängigkeit von Russ land lehnt Habeck Fracking
in Deutschland ab, „Ich glaube, dass das nicht der
Weg ist, den wir gehen sollten" Zum einen würden um-
fangreiche Genehmigungen lange dauern und in der
akuten Situation nicht weiterhelfen. Außerdem wolle
die Bundesregierung möglichst schnell weg vom Erd-
gas hin zu erneuerbaren Energien und Wasserstoff.
„Und das ist, glaube ich, auch für Fracking und Erd-
gas nicht der beste Grund für eine Investitionsent-
scheidung“ sagte Habeck.
Derzeit kenne er keinen Antrag eines Unternehmens
für Fracking in Deutschland - weder auf Probebohrun-
gen noch auf tatsächliche Förderung. Beim Fracking
wird mit Chemikalien vermischtes Wasser unter ho-
hem Druck in Schiefergestein gepresst und das Ge-
stein großflächig aufgebrochen, um Gas oder öl zu för-
dern, Umweltschützer lehnen die Methode strikt ab,
weil sie befürchten, dass Wasser verschmutzt wird,
es zu Erdbeben kommt oder das Treibhausgas Methan
unkontrolliert austritt. Fracking ist in Deutschland ver-
boten, zu Forschungszwecken können Vorhaben zu-
gelassen werden.
Derweil warnt der Verein Vernunftkraft NRW ange-
sichts der aktuellen Energiekrise vor einem „über-
hasteten und von allen Hemmnissen befreiten Aus-
bau der Windenergie“ Vorstand Volker Tschischke aus
Borchen (Kreis Paderborn) erklärt in einem offenen
Brief an die Politik: „Der geplante stark forcierte Aus-
bau von Windanlagen wäre technisch nur sinnvoll,
wenn genügend Netze auf allen Spannungsebenen vor-
handen sind, um den Strom zu den Verbrauchern zu
transportieren. Das ist aber heute und für die nächsten
Jahre nicht der Fall“
Der Netzausbau liege weit hinter allen Zielen zurück,
heißt es in den Schreiben des Vereins. Wörtlich: „Es
sollen also Windanlagen gebaut werden, für deren
Strom die Netze fehlen, was die Windanlagen und das
Erneue rbare-Energien-System massiv ineffizient und
extrem teuer macht und nur Geld in die Kassen der Pro-
jektiere r spült“ Oberschussstrom könne „nicht sinnvoll
genutzt" werden. Zudem, so der Verein, sei eine loo-pro-
zentige Versorgung mit erneuerbaren Energien tech-
nisch und wetterbedingt nicht möglich.

Quelle: Westf. Volksblatt 12.04.22

Samstag, 9. April 2022

Potenzialstudie LANUV ist verfügbar

 

Überraschende Empfehlung für mehr Windenergie: Platz für neue Anlagen sei zu einem Gutteil auf Waldflächen, so die Experten des LANUV. 

Die Gesamtstudie kann eingesehen werden unter:

IKZ, 07.04.2022

Das sind die Gemeinden mit der Anzahl ihrer Windindustrieanlagen

Hier zum Verständnis die Orte der Kreise



Mittwoch, 6. April 2022

Eckpunkte zu Windkraftausbau

verstoßen gegen europäisches Recht und „die schiere Physik“ (R. Habeck)
    
Am 4. April 2022 stellten die Bundesumweltministerin, Steffi Lemke, und der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Robert Habeck, gemeinsame „Eckpunkte für einen naturverträglichen Windkraftausbau“ vor. Damit würden „Bremsklötze beseitigt“ (Lemke). Das sei „gerade heute besonders wichtig, da wir uns zügiger denn je aus der Klammer von Öl- und Gas-Importen befreien müssen“ (Habeck). Die Eckpunkte sehen u.a. vor, Landschaftsschutzgebiete für die Windkraft zu öffnen und artenschutzrechtliche Standards erheblich zu senken. VERNUNFTKRAFT. lehnt diese Vorhaben entschieden ab.
    
Berlin, 6. April 2022


VERNUNFTKRAFT. weist erneut darauf hin, dass die Vorhaben gegen europäisches Natur- und Artenschutzrecht verstoßen. Das Ziel des Koalitionsvertrags, Natur- und Artenvielfalt stärker zu schützen sowie die EU-Biodiversitätsstrategie werden durch die vorgesehene Absenkung von Schutzvorschriften und die Bebauung und Versiegelung von Schutzgebieten konterkariert. Die Vorgaben aus den Ministerien untergraben die Arbeit der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten. Deren fachlich begründete Empfehlungen für Schutzabstände zu Brutplätzen („Helgoländer Papier“) gehen weit über die definierten Tabubereiche aus dem Eckpunktepapier hinaus.  

Des Weiteren widerspricht  eine Abwägung der Schutzgüter zu Lasten des Artenschutzes und eine Höherbewertung der erneuerbaren Energien mit der Begründung „öffentliche Sicherheit“ europäischer Rechtsprechung – wie in mehreren Rechtsgutachten (Okt. 2020  und Dez. 2021) dargelegt. Die Formulierung im Eckpunktepapier „Erneuerbare Energien liegen im überragenden öffentlichen Interesse und dienen der öffentlichen Sicherheit. Damit liegt der Ausnahmegrund in der Regel vor.“ ist ein Widerspruch, denn sie suggeriert die Möglichkeit, durch eine unsichere wetterabhängige Technologie zur öffentlichen Sicherheit beizutragen.

Die Aussage des Ministers, wonach erst „zukünftig klare und verbindliche Regeln für den Artenschutz beim Windausbau“ gelten würden, weist VERNUNFTKRAFT. zurück. Vielmehr scheint es erklärte Absicht zu sein, geltende klare Artenschutzregeln aus dem Weg zu räumen.

Vehement widersprechen wir Minister Habecks Erzählung, dass der Windkraftausbau der Verminderung von Abhängigkeiten von Öl- und Gasimporten diene. Das Gegenteil ist richtig: Erst der massive Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugung hat die Abhängigkeit von schnell regelbaren Gaskraftwerken geschaffen – diese benötigen nun mal Gas.

Dr.-Ing. Detlef Ahlborn, VERNUNFTKRAFT.-Technologie-Vorstand, erläutert:
    
„Im Interview mit Markus Lanz am 31. März verwies Minister Habeck zurecht auf die Unausweichlichkeit der „schieren Physik“. An dieser zerschellt auch sein Narrativ von der geopolitischen Unabhängigkeit durch Windkraft: Diesem ministerialen Modell „steht die schiere Physik im Weg". Denn es war der Windkraftausbau der letzten 15 Jahre, der uns immer stärker in die Abhängigkeit von russischem Gas geführt hat. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Windstroms und nach den Regeln der mathematischen Statistik war dies klar vorhersehbar. Sehenden Auges auf diesem falschen Weg zu beschleunigen, wird uns zusätzliche, neue Abhängigkeiten bescheren."
    

Pressesprecherin Waltraud Plarre resümiert:

„Mit diesen Eckpunkten blasen die beiden Grünen Minister zum finalen Angriff auf den Artenschutz und die letzten noch verbliebenen naturnahen Landschaften, obwohl der Erhalt des ökologischen Gleichgewichts oberstes Gebot sein muss. Wir müssen uns dem mit aller Kraft entgegenstellen.“

Mittwoch, 30. März 2022

Energiekostenkrise löst auch in Großbritannien Hektik aus

London, 30. März - Net Zero Watch hat Boris Johnson gewarnt, dass der Vorschlag des Wirtschaftsministers Kwasi Kwarteng, die Flotte der erneuerbaren Energien in Großbritannien massiv auszubauen, die Energiekostenkrise verschärfen und Leben ruinieren würde.

Während die Regierung um eine neue Energiesicherheitsstrategie ringt, schlägt Kwasi Kwarteng Berichten zufolge eine Verzehnfachung der Solarenergie, eine Verfünffachung der Offshore-Windkraft und eine Verdreifachung der Onshore-Windkraft sowie eine geringfügige Aufstockung der Atomkraftflotte vor.

Der stellvertretende Direktor von Net Zero Watch, Andrew Montford, sagte:

"Allein die Kapitalkosten würden sich auf 10.000 Pfund pro Haushalt belaufen. Das ist ein irrsinniger Vorschlag zu einer Zeit, in der die Haushalte bereits mit einer Verdoppelung der Kosten für ihre Energierechnungen zu kämpfen haben."

Und Dr. John Constable, der Energiedirektor von Net Zero Watch, sagte:

"Zusätzlich zu den Kapitalkosten würde der Plan von Herrn Kwarteng Betriebskosten in Milliardenhöhe verursachen, und weitere Milliarden, um das Netz am Laufen zu halten. Das ist nicht die Art von Vorschlag, die ein seriöser Politiker unterbreiten würde."

https://www.netzerowatch.com/?mc_cid=3e409e35dc&mc_eid=466496035a

Montag, 28. März 2022

Warum ein überhasteter und von allen Hemmnissen befreiter Ausbau der Windenergie keine Lösung der aktuellen Energiekrise ist.

Ein kritischer Beitrag von
 
Prof.Dr. Werner Mathys, RA Thomas Mock und Dr.Wolfgang Epple
 
1. Der geplante stark forcierte Ausbau von Windanlagen wäre technisch nur sinnvoll,
wenn genügend Netze auf allen Spannungsebenen vorhanden sind, um den Strom zu den
Verbrauchern zu transportieren. Das ist aber heute und für die nächsten Jahre nicht der Fall.
Der Netzausbau, auch der HGÜ, liegt weit hinter allen Zielen zurück.
 
Es sollen also Windanlagen gebaut werden, für deren Strom die Netze fehlen,
was die Windanlagen und das EE-System massiv ineffizient und extrem teuer macht und
nur Geld in die Kassen der Projektierer spült.

 
2. Überschussstrom kann nicht sinnvoll genutzt werden. Er muss verklappt werden oder
die Anlagen müssen bei voller Kostenerstattung (EEG §§12, 13) für die Betreiber
abgeregelt werden. Die Netzbetreiber müssen mit Milliardenkosten für den Verbraucher
immer mehr in die Steuerung der Systeme eingreifen (Redispatch).
 
3. Durch die im EEG, Anhang 2 Nr.7.1 a) - d) iVm 7.2, geregelte großzügige Erstattung,
auch wenn kein Strom eingespeist werden kann, oder aus artenschutzrechtlichen oder
Lärmgründen Anlagen abgeregelt oder abgeschaltet werden müssen, fehlt jeder Anreiz
für einen angebotsorientierten sinnvollen und naturverträglichen Ausbau
. Auch die für
einen optimalen Stromertrag viel zu dichte Bebauung der Anlagen, wodurch sie sich
gegenseitig bis zu 30% Wind wegnehmen, wird durch die Subventionierung im EEG
so ausgeglichen, als ob sie 100% produziert hätten. Die Regelungen im EEG sind ein
„rundum Wohlfühlpaket“ für die Betreiber, die deshalb überall Windanlagen bauen
wollen, weil sie in jedem Fall - ob Strom eingespeist wird oder nicht oder dieser sinnvoll
verwertet werden kann - eine 100% Vergütungen gemäß EEG bekommen.
 
4. Die Bürger werden durch dieses unsolidarische, unsoziale und offensichtlich nur auf
Finanzinteressen beruhende System, das völlig unwirtschaftlich ist und keine
Versorgungssicherheit schafft, missbraucht.
 
EIN IN DIESER WEISE EINSEITIG VERBRAUCHER UND BÜRGERSCHAFT
FINANZIELL BELASTENDES SYSTEM IST ABZULEHNEN.

 
5. 100% - Versorgung mit EE ist nicht möglich: Erstens, da Windanlagen die
50Hz-Frequenz der Netze nicht sichern können und zweitens wegen der
hohen Wetter und Jahreszeit bedingten Volatilität der EE. Es müsste das
Vielfache an Leistung installiert werden, um über einen Überschuss unter
Inkaufnahme der Umwandlungsverluste im Speicher (ein/ausspeichern)
ausreichend Strom für Dunkelflauten zu haben. Dafür aber gibt es in D nicht
genug Flächen.
 

6. Ein großer Anteil der Energieversorgung wird deshalb Wasserstoff sein.
Dieser Wasserstoff wird aber aus dem Ausland kommen müssen, weil er
in D nicht wirtschaftlich hergestellt werden kann.
Das wird D zusätzlich bzw. weiterhin stark abhängig von Energieimporten
aus dem Ausland machen.
 
7. Selbst eine theoretisch rechnerische 100%-Versorgungmit Erneuerbaren
Energien wäre nur unter grundsätzlicher Importabhängigkeit von Produkten,
Rohstoffen und Energie auch aus politisch unsicheren und
undemokratischen / autokratischen Ländern möglich.

Die EE machen energiepolitisch absolut nicht unabhängig, sondern
verlagern nur die Abhängigkeiten in hohem Maße, insbesondere nach China.
 
8. Wegen des hohen Materialbedarfes der großen Windräder (bis zu 7.000t pro Anlage),
insbesondere an Stahl, Gusseisen, dem besonders klimafeindlichem Beton- und
Carbonverbundstoffen, sind kurzfristig keine Kapazitätserhöhungen bei der
Produktion möglich. So sind z.B. die Gießereien in ganz Europa bereits völlig ausgelastet.
Der Materialbedarf steht in Konkurrenz mit anderen essentiellen Fertigungsprozessen.
Allein dadurch werden dem geplanten Ausbau Grenzen gesetzt. Die Planungen zur
Ver-X-fachung der Windkraft lassen sich kurzfristig allein aus diesen Gründen der
Knappheit nicht verwirklichen.
 

9. Die schändliche Ausnutzung des ebenso schändlichen Überfall-Krieges gegen die
Ukraine durch die EE-Branche, um ihre Profitinteressen mit dem nicht haltbaren
Versprechen einer Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern oder
gar Erreichen von Energieautarkie durchzusetzen, ist verwerflich und wird aufs
Schärfste kritisiert.

 
10. Wegen auch noch in Jahren fehlender und auch bezahlbarer Speicher sind auch
in Zukunft konventionelle Kraftwerke als Backup-System unverzichtbar. Diese
müssen in der Lage sein, den gesamten Stromverbrauch zu decken, wenn der
Wind nicht weht und/oder die Sonne nicht scheint. Die Notwendigkeit eines
Backupsystems führt zur enormen Verteuerung elektrischer Energie.
 
11. Windkraft ist keine kurzfristige Lösung der aktuellen Krise.
Dies ist eine Illusion, ein reiner Marketing Gag der Windlobby.

 
12. Die angestrebte Einstufung der Windkraft als „Wesentlicher Faktor für die
nationale Sicherheit“ oder im „Überragenden öffentlichen Interesse“ soll das
rechtsstaatlich verankerte Prinzip der Güterabwägung aushebeln. Der geplante
absolute Vorrang der Erneuerbaren Energien gegen andere grundgesetzliche
Rechtsgüter bis zur Erreichung einer fiktiven „Klimaneutralität“, namentlich der
Vorrang gegen die Rechtsgüter körperliche Unversehrtheit und Schutz der Natur
und der Tiere (Art.2 GG und Art. 20 a GG), verstößt gegen die Verfassung und
begrenzt in Folge auf breiter Ebene Rechte und Entwicklungsmöglichkeiten
jetziger und künftiger Generationen.
Der eintretende Mangel ergebnisoffener Güterabwägung belastet einseitig die
gesundheitliche und finanzielle Grundlage der Landbevölkerung. Neben der Einengung
der verfassungsmäßigen Rechte der Bürger sollen alle vorhandenen Restriktionen
zum Artenschutz und Gesundheitsschutz - bis zur Inkaufnahme von Rechtskonflikten
auf europäische Ebene - beseitigt werden.
Offensichtlich soll durch Worte ersetzt werden, was Windanlagen physikalisch nicht
leisten können, durch eine Art "Neusprech" wie in George Orwells "1984".
Wir Bürger lehnen diese nur Lobbyinteressen dienende Einordnung der Windkraft als
Objekt der öffentlichen Sicherheit und als im öffentlichen Interesse liegend entschieden ab.   
 
 
13. Der Naturschutz und alle Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität – ein zentrales Ziel der EU –
bleiben komplett auf der Strecke. Jahrzehntelange Naturschutzarbeit wird zunichte gemacht.
Die einseitige und rücksichtslose Priorisierung der EE, besonders der Windkraft,
verstößt dabei nicht nur gegen die Biodiversitätsstrategie der EU, sondern gravierend
auch gegen die gemeinsame Empfehlung von IPCC und IPBES, Klimaschutz und Schutz
der Natur zumindest gleichrangig zu betrachten. Die auch durch Ausbau der EE
verursachte Gefährdung der Biodiversität bedeutet gegenüber dem Klimawandel die
größere Bedrohung für die Weltgemeinschaft.

 
14. Im Namen des als alternativlos dargestellten Windkraft-Tsunami sollen aber nicht nur
Landschaften, Biodiversität und Natur geopfert werden, sondern auch die Gesundheit von
Menschen und Tieren, da immer lauter eine Abkehr selbst von geringsten Abstandsregeln
gefordert wird.
 
Eine vom PIK verantwortete Studie ergab, dass eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde
oder der Bürger nur 1% der Betroffenen bewegen würde, ihre kritische Meinung gegenüber
großtechnischen Windindustrieanlagen zu ändern. Sie würden aus Überzeugung Natur und
Landschaft nicht hergeben wollen, erst recht nicht gegen Geld. Es sind die als „Nimbys“
verunglimpften kritischen Bürger, die sich vor Ort um ihre Heimat, ihre Natur und die Zukunft
ihrer Kinder kümmern und die Rolle der erkennbar mit der Windkraftindustrie paktierenden,
ehemals dem Naturschutz verpflichteten Umweltorganisationen einnehmen und ersetzen.
 
15. Es wird ein angeblich alternativloses Energiesystem gefördert, dass dem Zieldreieck
Wirtschaftlichkeit (Bezahlbarkeit), Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit in keinem
Punkt entspricht, aber auf dauerhafte Subventionen angewiesen bleibt.
 
16. Ein von allen Hemmnissen befreiter und unkontrollierter Tsunami-gleicher Ausbau der
Windkraft wird Deutschland in eine Industrielandschaft verwanden, aber weder Versorgungssicherheit
 garantieren können noch die weitere Nutzung fossiler Kraftwerke verhindern.  
Ein solcher entfesselter Ausbau ist nicht nur unnötig, sondern schlicht der falsche Weg –
auch in Hinblick auf den Klimaschutz.

 
17. Die aufgezählten Kritikpunkte an einseitiger überhasteter Priorisierung der EE, speziell der
Windkraft, führen zu weitreichenden gesellschaftlichen Verwerfungen. Um die Natur zu schonen
und den sozialen Frieden zu bewahren, ist Deutschland als hochentwickeltes Industrie- und
Technologieland gefordert, ohne Tabus nach umwelterhaltenden Wegen zu suchen,
die Energieversorgung unter Berücksichtigung heimischer Quellen kurz-, mittel- und langfristig
zu bewerkstelligen. Dazu muss auch die kurzfristige Nutzung der Braunkohle und Bereitstellung
ausgereifter Kraftwerkstechnik mit CO2-Abscheidung erwogen werden, wenn auf absehbare Zeit
eigene Vorkommen gegen Kohle-Import oder gegen eine ohnehin stattfindende oder drohende
Verdrängung von Gas nach dem Merit-Order Prinzip abgewogen werden muss. Ein Weiterbetrieb
der noch vorhandenen sicheren Kernkraftwerke und mittelfristig die Berücksichtigung der
zukunftsträchtigen Kernkraft der „vierten Generation“ ist aus den gezeigten Gründen der absoluten
Flächenknappheit und Flächenkonkurrenz der EE mit Naturschutz und Ernährungssicherung zu
ermöglichen. Die technologieoffene Einbeziehung neuer Entwicklungen muss sich auch auf weitere
Optionen wie CCS (Carbon Capture and Storage) erstrecken.
 
18. Alles, was Kosten senkt, mit der Natur in der Bilanz so schonend als möglich umgeht und
die Menschen gleichermaßen schont, muss ohne ideologische Scheuklappen geprüft und bei
erkennbaren Vorteilen verwirklicht werden.

 
Greven, Königswinter, Außernzell, 29.03.2022
www.gegenwind-greven.de