Sonntag, 25. April 2021

Guter Artikel von Daniel Wetzel und Axel Bojanowski in Welt am Sonntag

 


https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiHidvm8pnwAhUFCuwKHS3lBu8Q_1N6BAgFEAY&url=https%3A%2F%2Ftwitter.com%2FWELTAMSONNTAG%2Fstatus%2F1386198285854052353%3Fref_src%3Dtwsrc%255Egoogle%257Ctwcamp%255Eserp%257Ctwgr%255Etweet&usg=AOvVaw0ggUWDBNPNwW4sJ1d250_H

Vom Ende der Evolution und des Menschen

 Thema „Vom Ende der Evolution und des Menschen – Die Bedeutung der Biodiversität für unser Überleben“


Glaubrecht zeigte anhand verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungen, dass der Artenschutz die Lebensgrundlage der Menschheit ist und ein Verlust an Arten uns alle unmittelbar trifft und wesentlich fataler ist als die Erderwärmung, denn an Klimaänderungen können sich die Arten und Menschen anpassen und haben dies auch über Jahrmillionen getan. Artenverlust ist unwiederbringlich, eine Entwicklung einer neuen Art dauert Hundertausende von Jahren.

Mittwoch, 21. April 2021

Balsaholz - Windkraft führt zu Kahlschlag im Regenwald

In einem Rotorblatt stecken rund 15 Kubikmeter Balsaholz, das nicht nur eines der leichtesten Hölzer der Welt ist. (Quelle: Windkraft-Journal)

Nach Wikipedia werden pro Windrad 67,5 t Balsa Holz als Skelettstruktur für die Windradflügel verarbeitet. Man bedenke, die Rotorblätter werden länger und größer. Die Onlineplattform Global ForestWatch erkannte durch Satellitenbilder einen ungewöhnlich starken Kahlschlag in Ecuador. Mehr dazu
-> hier und 

-> hier.



Keiner kümmert sich um Schrott abgebrannter Windräder

Landkreis Holzminden antwortet nicht – Betreiber schwer auffindbar

Der Januar scheint kein guter Monat für den kleinen Windpark auf dem Kugelberg bei Hohe und Brökeln oberhalb von Bodenwerder zu sein. Im Januar 2020 brannte das erste von drei Windrädern ab, im Januar 2021 das zweite. Seit dem zweiten Feuer sind nunmehr fast zwölf Wochen vergangen – aber die verkohlten Reste des ...

 


Quelle: DEWEZET veröffentlicht am 05.04.2021 um 17:00 Uhr

https://www.dewezet.de/region/weserbergland/bodenwerder_artikel,-bilder-zeigen-keiner-kuemmert-sich-um-schrott-abgebrannter-windraeder-_arid,2676301.html

Resolution zur Bundestagswahl

 Aufruf
1. Resolution zur Bundestagswahl

Wir appellieren, sich aktiv einzubringen! Diese Resolution 

https://www.vernunftkraft.de/Resolution21/
zur Bundestagswahl  sollte in pers. Anschreiben verwendet werden. Jeder sollte sein Abgeordneten oder Parteifreund vor Ort anschreiben und auf Probleme des massiven Windindustrieausbaus und geplante Gestzesänderungen (siehe unten) verweisen. Es bleibt die Hoffnung, dass die Parteien Ihre Wahlprogramme anpassen und entschärfen.

Eine brutalere Zerstörung der Landschaft, als sie mit Windindustrierädern zu spicken und zu verriegeln, hat zuvor keine Phase der Industrialisierung verursacht. Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass in Deutschland, unsere Landschaften, unsere Gesundheit und die Natur durch massenweise Installationen von Windindustrieanlagen weiter zerstört wird.


 2. Das Bundesnaturschutzgesetz gerät unter Beschuss

Weil die Länder eigene Regelung in Bezug auf Artenschutz treffen können, will das Umweltministerium nun das Bundesumweltgesetz anpassen.
-> Link 

Ziel ist es, den Genehmigungsstau für WKA aufzulösen und dementsprechend den Artenschutz auszuhölen. Es geht immer noch um den Beschluss der Konferenz der Umweltminister der Länder (UMK) einen Signifikanzrahmen (Standardisierter Bewertungsrahmen zur Ermittlung einer signifikanten Erhöhung des Tötungsrisikos im Hinblick auf Brutvogelarten an Windenergieanlagen an Land) festzulegen.

Wir appellieren dringend dem entgegenzuwirken, eine weitere Aufweichung zu Gunsten einer sehr ineffizienten Technologie darf es nicht geben!

Denn weiter werden Greifvögel und Seeadler zerteilt, wie hier in Bremerhaven. 

->Link  https://seeadlerschutz.de/2021/02/26/wann-lenkt-das-land-endlich-ein-seeadler-von-windkraftanlage-zerteilt/

Überblick aller Gesetzesanpassungen hier 

->Link http://www.vi-rettet-brandenburg.de/intern/nachrichten/Attacken-auf-Natur-und-Menschenschutz.html

Dienstag, 6. April 2021

Rettet den Regenwald


Parteitagsbeschluss der Grünen: 2000 Windkraftanlagen in den Staatswald von BW
1 Windrad benötigt ca. 90 qm Balsaholz - 180 000 qm tropisches Balsaholz für 2000 Windräder
 

Beschluss der Bundestagsfraktion der Grünen 5.9.2019:
Die EU muss verbindliche entwaldungsfreie Lieferketten und somit einen Importstopp für
Waidzerstörende Produkte beschließen.

Wir nehmen die Grünen beim Wort!!!

 https://umwelt-watchblog.de/tropenwaldzerstoerung-fuer-windradrotoren/

Sonntag, 21. März 2021

EuGH Vorgaben zum Artenschutz

Sehr geehrte Frau Skudelny, sehr geehrte Herren Köhler und Professor Neumann,


sicher haben Sie sich mit der jüngsten Entscheidung des EuGH zum Thema Artenschutz vom 4. d.Mts befaßt. In Verbindung damit schreibt Dr. Wolfgang Epple in der heutigen Ausgabe des Rundbriefs der Naturschutzinititive über antidemokratische und autoritäre Tendenzen in der Durchsetzung des Ausbaus weiterer Windanlagen seitens der Windkraft-Lobby und ihrer Hilfsorganisationen. Beispielhaft wird die versuchte Annäherung von RA Prof. Maslaton an rechtsnationale Kräfte angeführt.

Hier der Artikel

Wie erwähnt hatte kürzlich der EuGH einen Antrag der deutschen Generalanwältin Juliane Kokott abgelehnt, für die  weitere rechtliche Aufweichung von  Naturschutzrichtlinien von einem als individielles Geschehen betrachteten Schutz gefährteter Arten in einen Populationsschutz zu ändern, wobei die Anwältin bemerkenswert abschätzig von Allerweltsarten sprach, wohl ein auch semantischer Versuch, den Klimafolgeschutz über Naturschutzvorschriften zu stellen.

Damit sollen bisher geschützte Flächen für den Bau von 250  und mehr Meter hohen Windanlagen geöffnet werden, damit für die astronomisch  hohen Gewinne der Windanlagen- Projektierer und -Betreiber Raum für weitere Projekte geschaffen werden kann. Dabei geht es nicht um Klimafolgeschutz sondern nur noch ums Geld. Fast besessen werden Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit von der Windkraftlobby bedrängt, seitdem meterologische Untersuchungen belegen, dass eine Verdichtung von Windanlagen das Mikroklima ungünstig beeinflusst.

Diese Aufweichung von Naturschutzgesetzen und Grundrechten der Anwohner ist leider auch in Gesetzgebung und Rechtssprechung in Deutschland verstärkt zu beobachten.

Der EuGH hat diesem Ansinnen der Generalanwältin widerstanden. Die Bedeutung dieses Urteils verlangt, jetzt - wie dies Prof. RA Gellermann fordert - die notwendigen Schitte zu unternehmen, um das nationale Artenschutzrecht in Übereinstimmung mit den unionsrechtlichen Vorgaben zu bringen.
 
Die Freien Demokraten als Rechtschutzpartei sollten dazu die entsprechenden Schritte einleiten.
 
Vernunftkraft-NRW e.V. 

Samstag, 20. März 2021

19.03.2021 - PRESSEMITTEILUNG von Naturschutzinitiative.de

Harvester zerstören Quellbiotope im Hauser Wald und bei Westernohe

Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) fordert mehr Waldschutz
„Der flächendeckende Einsatz von großen und schweren Forstmaschinen führt zunehmend zu Umweltschäden, die nicht nur für den Lebensraum Wald, sondern auch für die außerhalb liegenden Gebiete Folgen haben. Erschreckende Beispiele mit tief zerfahrenem Waldboden finden sich im Hauser Wald und bei Westernohe, verursacht durch tonnenschwere Harvester“, erklärten Harry Neumann, Landesvorsitzender des Umweltverbandes Naturschutzinitiative e.V. (NI), Dr. Holger Rittweger, Wissenschaftlicher Beirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI) und Dipl.-Biologe Immo Vollmer, Naturschutzreferent der NI.
Dabei geht es nicht nur um die unmittelbare Zerstörung schützenswerter Feuchtbiotope, sondern auch um ständig zunehmende Bodenverdichtung, die vor allem anhand bleibender tiefer Fahrrinnen sichtbar wird. Letzteres führt nachweislich zu einem beschleunigten oberflächlichen Wasserabfluss und damit einhergehend zu einem schnelleren und längerfristigen Austrocknen der Waldböden sowie einer Minderung der Grundwasserneubildungsraten. „Der zunehmende Verlust an Wasserrückhaltevermögen im Wald (Pufferkapazität) muss deshalb auch als eine der Ursachen für die Zuspitzung von Hochwasserereignissen im Umland bei Starkregen und/oder Schneeschmelze begriffen werden“, so die Experten weiter.
Quellen und Quellgerinne nebst begleitenden Einzugsbereichen sind als besonders sensible Lebensräume zu betrachten. Sie sind durch eine speziell angepasste und nur in diesen Biotopen vorkommende Fauna gekennzeichnet, die auf reinstes Wasser angewiesen ist: z. B. Höhlenflohkrebse, Alpenstrudelwurm oder Quellschnecken. Da unzählige Quellen bereits aus unserer Landschaft verbannt bzw. durch anthropogene Eingriffe wie Drainage oder Überbauung zerstört wurden, gehören die verbliebenen zurecht zu den nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) geschützten Biotopen. Ihr Schutz ist eine Sache, Ihr sicheres Erkennen im Gelände jedoch eine ganz andere – erst recht aus dem Führerhaus einer großen Forstmaschine.
„Quellen sind durch ein vielfältiges Erscheinungsbild gekennzeichnet und in manchen Waldgebieten weitaus häufiger als die meisten Menschen annehmen - insbesondere im Bereich von Wasserscheiden. Nicht selten sind hier viele kleine Quellaustritte auch unter der Oberfläche miteinander verbunden, sodass der Lebensraum der Quellfauna (vom sog. oberflächennahen „Interflow“ bis ins Grundwasser) sehr viel größer ist, als oberirdisch zu erahnen. Nicht alle Quellen schütten ganzjährig; ihr sicheres Erkennen, vor allem der unterirdischen Zusammenhänge, erfordert viel Zeit und Erfahrung. Gerade der häufigste Quellentyp, die sog. Versumpfungsquelle (Helokrene) wird oftmals nicht als solche erkannt. Aufgrund des meist fehlenden eindeutig zu lokalisierenden Grundwasseraustritts werden Helokrenen nicht selten mit Staunässezonen verwechselt“, erklärt Dr. Rittweger, der mit der Kartierung dieser besonderen Lebensräume befasst ist.
Wälder, in denen Quellen in besonderer Häufung auftreten, verdienen in jedem Fall besondere Aufmerksamkeit und erfordern eine äußerst behutsame Bewirtschaftung. Sie sollten unter Naturschutz gestellt werden. „Ein Beispiel ist der Hauser Wald bei Waldbrunn-Hausen im Westerwald, für den seitens der Naturschutzinitiative e.V. (NI) und der HGON bereits im März 2019 ein Antrag auf Ausweisung als Naturschutzgebiet (NSG) gestellt wurde. Ein entsprechendes Verfahren wurde bislang jedoch noch nicht eröffnet“, so Harry Neumann und Immo Vollmer.
Ein weiteres Beispiel aus dem Westerwald sind die bewaldeten Höhenzüge östlich Rennerod inkl. des südöstlich anschließenden Knoten (605 m NN), wo u.a. im Bereich der Wasserscheide zwischen Lahn und Dill zahlreiche kleine Bäche entspringen – z.B. der Lasterbach und der Holzbach. In beiden Waldgebieten nehmen quellige Vernässungszonen große Flächen ein. Diese sind meist auch in trockenen Sommern zuverlässig anhand einer Vielzahl von Entwässerungsgräben zu erkennen – Relikte aus Zeiten, in denen die Bedeutung des Wassers im Wald nur von wenigen Fachleuten erkannt wurde.
„Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt jedoch überdeutlich, dass hier dringend ein Umdenken einsetzen muss, sowohl was das möglichst naturnahe Bewirtschaften als auch das Zulassen und Wiederherstellen (!) von Vernässung anbelangt. Das großflächige Fichtensterben infolge zu trockener Sommer und Borkenkäferbefall ist auch in den beiden hier genannten Wäldern geradezu als Fanal für eine falsche, kurzsichtige und zu sehr profitorientierte Waldbewirtschaftung zu werten. Gleiches gilt für das aktuell auf dem Fuße folgende, geradezu industrieartig organisierte und komplett naturferne „Aufräumen im großen Stil“. Mit schwerstem Gerät und ohne jedes Bewusstsein für Jahrtausende alte Zusammenhänge und Strukturen wird „geerntet“ was abgestorben bzw. kurz davor ist. Die Frage, ob der zerfahrene und verdichtete Untergrund womöglich um ein Vielfaches wertvoller als die darauf stockenden traurigen Fichtenmasten ist, stellt sich erst gar nicht“, sind sich die Naturschützer einig.
Dabei sollte doch völlig klar sein, dass sich der Einsatz von kraftstoffbetriebenen Maschinen und Fahrzeugen im Einzugsbereich von Quellen eigentlich von selbst verbietet. Neben der Kontaminationsgefahr durch Kraft- und Schmierstoffe (auch des so gern ins Feld geführten sog. „Bio-Öls“), die hier nicht nur die Biotope, sondern immer auch die Grundwasserqualität beeinträchtigen können, steht die enorme Bodenverdichtung durch tonnenschwere Fahrzeuge wie Harvester. „Im Bereich von Quellen und feuchten Böden richten sie geradezu verheerende Schäden an (s. Abb.). Sie schaffen künstliche Entwässerungsgräben, die die Quellgerinne umleiten - nicht selten direkt auf die Waldwege. Diese müssen, um für schwere Fahrzeuge befahrbar zu bleiben, dann nachfolgend durch noch tiefere Seitengräben „vor Durchweichung geschützt“ werden. Im Verein mit der Bodenverdichtung führen die genannten Eingriffe somit zu einer deutlichen Erhöhung der Abflussraten und damit zu einer Verschärfung von Hochwasserereignissen außerhalb der Wälder“, erklärte Dr. Rittweger. Gleichzeitig komme es zu einer rascheren Austrocknung der Waldböden und einer Minderung der Grundwasserneubildungsraten. Dass dies ein ernst zu nehmendes und sich weiter potenzierendes Problem darstellt, zeige allein ein Blick in großmaßstäbige Schummerungskarten (Digitales Geländemodell/LiDAR-Scans), in denen die eingetieften Fahrrinnen streckenweise schon zahlreicher und deutlicher hervortreten als natürliche Oberflächenformen. Aus Sicht des Natur- wie auch des Grundwasserschutzes fordert die NI für naturnahe Wälder deshalb alternativ und grundsätzlich den Einsatz von Rückepferden.
Hinzu komme laut NI schließlich noch ein weiteres Problem, dem bislang viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt werde: Mit jeder Fahrt in einen Wald werden naturunverträgliche Fremdpartikel und schwer abbaubare Substanzen (Reifenabrieb etc.) eingetragen - im Winter sogar Streusalz. Mag das im Einzelfall auch eine zu vernachlässigende Größe sein, in der Addition über Jahrzehnte ergibt sich ein durchaus messbares und gewichtiges Problem – z.B. für die eingangs erwähnten höchst empfindlichen Quellorganismen. „Hier sind insbesondere Forst und Jägerschaft gefordert, gleichsam umzudenken: wo immer machbar, auf das Fahren zu verzichten, um einer möglichst unberührten Natur wieder den so dringend benötigten Raum zu überlassen“, betonten Harry Neumann, Dr. Holger Rittweger und Immo Vollmer.
Mehr Infos:
Foto 1: Blick auf die durch Harvester vollkommen zerfahrene ‚Steinbach‘-Quelle im Hauser Wald; die tiefen Fahrspuren leiten das austretende Quellgerinne nach NO um - Foto: Dr. H. Rittweger
 
 

Foto 2: Tiefe Fahrrinnen im feuchten Waldboden zwischen der Wacholderheide und dem Oberlauf des Lasterbachs bei Westernohe (VG Rennerod) - Foto: Dr. H. Rittweger