Montag, 7. Mai 2018

Mal zur Erinnerung etwas aus 2015 :

Tagung von Politik und Wissenschaft 2015 in Wülsdorf (Brandenburg) (Link siehe unten)
Am 22. Juni 2015 fand in Wünsdorf der erste Brandenburger Energiedialog statt. Hochrangige Vertreter aller im brandenburgischen Landtag vertretenen Parteien folgten der Einladung seitens der brandenburgischen Vernunftbürgerschaft.
Der Vortrag Weimann (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) (Video 40 Minuten):
Prof. Dr. Joachim Weiman weist nach, dass eine nur nationale deutsche Klimapolitik keinen Sinn macht und im Ergebnis steigende Strompreise, verstärkten Einsatz von Braunkohle, einen hohen Ressourcenverbrauch und keine Reduzierung von Kohlendioxyd in der Atmosphäre verzeichnen wird.
Der Vortrag Dr. Nikolai Ziegler (Vernunftkraft) (Video 32 Minuten):
Dr. Ziegler erläutert die mangelnde Bürgerakzeptanz: Warum verfehlen wir in Deutschland trotz immer mehr Anstrengungen die 3 Energiewendeziele
1. Bezahlbarkeit,
2. Versorgungssicherheit,
3. Umweltverträglichkeit.
In der anschließenden "Diskussion" reden brandenburgische Politiker aller Seiten (Video 1 Std 11 Minuten).
Hier der Link zu den Videos der Tagung mit 2 Vorträgen und Diskussion
http://www.vernunftkraft.de/energiedialog-brandenburg/

Rekordjahr für die Windindustrie

Aus einem aktuellen Text der Bezirksregierung Detmold
https://www.bezreg-detmold.nrw.de/100_Startseite/010_Meldungen/Windenergie/index.php
"Insgesamt stellte das Jahr 2017 ein erneutes Rekordjahr für den deutschlandweiten Ausbau der Windenergienutzung dar. Als Hauptursache gelten hier die „Überhänge“ aus dem Jahr 2016. Das heißt, dass etliche, noch im Jahr 2016 auf der Grundlage des alten Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) genehmigte WEA erst im Jahr 2017 zur Bauausführung gelangt sind."
D.h. doch, die Kapazitäten der am Aufbau beteiligten Firmen waren in 2017 weit über Plan ausgelastet. Die Tatsache, dass jetzt der Überhang abgearbeitet ist und man zum Alltag zurückkehren muss, stellt die Branche laut jammernd als Katastrophe dar für die Firmen und die Arbeitsplätze, und die Politik müsse gefälligst helfen.
Zu dem Zweck wird von der Lobby über die Medien Stimmung gemacht und behauptet, Minister Altmeier wolle die Energiewende kaputt machen.
Wenn sich die Medien dazu hingeben, vorrangig solche scheinheiligen und eigennützigen Alarmrufe als Information zu verbreiten, ist der Ausdruck Lügenpresse wohl nicht abwegig.

Windrad-Unfall bei Borchen: Gutachter stellt Gefahr für Tiere fest

Kreis Paderborn. Die beim Windrad-Unfall in Borchen zerborstenen Rotorblätter stellen "eine erhebliche Gefahr für die Tiergesundheit dar", heißt es in einem Gutachten. Wenn Tiere beim Grasen diese Kleinstteile aufnehmen, könne es zu inneren Verletzungen kommen.

Der Gutachter empfiehlt deshalb, den ersten Grasschnitt sowie die Getreideernte und Stroh zu entsorgen und danach die Flächen noch einmal zu begehen. Auch sollten aus seiner Sicht weitere Experten „der in diesem Bereich tätigen Vertreter der Landwirtschaftskammer NRW" hinzugezogen werden, um das Gefährdungspotenzial für die Tiergesundheit abschließend abklären zu können.

Für Menschen und Pflanzen stellen die Teilchen allerdings wohl keine Gefahr da. Die aus unterschiedlichen Materialien zusammengesetzten Splitter würden sich nicht zersetzen. Auch ein mikrobieller Abbau oder Umbau sowie Auswirkungen auf die im Boden lebenden Organismen und Mikroorganismen seien nicht zu erwarten, so das Gutachten.

Keine Sanierungs- und Vorsorgemaßnahmen

Da somit keine schädlichen Bodenveränderungen im Sinne des Bundes-Bodenschutzgesetzes vorliegen, wird es vom Kreis Paderborn keine Sanierungs- und Vorsorgemaßnahmen geben.

Bei derZerstörung eines Windrades am 8. März in Borchen-Etteln flogen Hunderte Kleinteile der zerborstenen Rotorblätter bis zu 800 Meter weit auf Weiden und Ackerflächen sowie eine angrenzende Obstplantage.

Quelle: http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/borchen/

Mittwoch, 28. März 2018

Regionalbündnis Windvernunft zur Havarie einer Enercon E-115 Windkraftanlage in Borchen


Wieder einmal zeigt eine schwere Havarie einer Windkraftanlage, dass diese Form der Energiegewinnung nicht nur keinen Nutzen für unsere CO2-Bilanz hat - kein konventionelles Kraftwerk konnte bislang dadurch abgeschaltet werden - sondern durchaus eine Gefährdung von Mensch, Tier und Umwelt darstellt.

In einem aktuellen Video, das die Havarie der E-115 am 8. März 2018 in Borchen-Etteln zeigt, ist gut erkennbar, wie Partikel und Staub explosionsartig in einer großen Wolke die Umgebung kontaminieren. Millionen Glasfaserpartikel in allen Größen verpesten in einem Umkreis von 800m die Felder und Wiesen, die weitere landwirtschaftliche Nutzung ist fraglich.



Heiner Brinkmann mit Teilen der Rotorblätter in über 500m Entfernung:


Interview mit Heiner Brinkmann vom Regionalbündnis Windvernunft https://youtu.be/VEyfl_HmGco




Ebenso fraglich ist die Reaktion des zukünftigen Betreibers WestfalenWind und Bauherr ENERCON, die unmittelbar nach der Havarie schon von "menschlichem Versagen" sprachen, in der Presse den Vorfall herunterspielten und mit einem Auto verglichen, bei dem vergessen wurde, die Handbremse anzuziehen. Nach Anordnung des Kreises Paderborn als Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde muss die Untersuchung durch einen unabhängigen Gutachter erfolgen. Wie immer stellt sich die Frage der Unabhängigkeit des Gutachters, zumal auch der Kreis Paderborn selbst Anlagen des gleichen Typs betreibt und mehr als 40 dieser Anlagen im Kreisgebiet genehmigt hat. Welche Konsequenzen hätte dann wohl ein technischer Defekt? Eine dann notwendige Stilllegung der Anlagen bis zur endgültigen Klärung ist wohl weder im Interesse der Behörde, noch im Interesse von WestfalenWind und ENERCON, lediglich die Anwohner und die Natur würden profitieren.




Zudem wurde in direkter Nachbarschaft der havarierten Anlage in dieser Woche ein Mäusebussard als weiteres Schlagopfer einer Windkraftanlage gefunden.

Im Regionalbündnis Windvernunft bündeln sich 13 Bürgerinitiativen im Raum Ostwestfalen-Lippe für eine sozialverträgliche Nutzung der Windenergie.



Freitag, 23. März 2018

Hauptversammlung des RBW

Heute 23.3.2018 findet die Hauptversammlung des Regionalbündnis Windvernunft e. V. um 19:00 Uhr im Landhaus Jägerkrug in Elsen/Scharmede statt.
Der im letzten Jahr gewählte Vorstand bittet um rege Teilnahme

Freitag, 16. März 2018

Beschädigte Windkraftanlage in Etteln ...

... darf bis zur Klärung der Ursache nicht wiederaufgebaut werden

Kreis Paderborn fordert zudem unabhängiges Gutachten zur Überprüfung der Standfestigkeit


Kreis Paderborn (krpb). Der Kreis Paderborn hat den Betreiber und die Herstellerfirma des beschädigten Windrades vom Typ Enercon E-115 aufgefordert, umgehend einen Prüfbericht vorzulegen, aus dem der Unfallhergang und die Ursache hervorgehen. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Bereich um die Unglücksstelle bis auf Weiteres gesperrt. Das gilt auch für die angrenzenden Zuwege. Der Betreiber kann die offensichtlich beschädigten Teile der Anlage abbauen. Der Kreis Paderborn hat den Betreiber aufgefordert, Turm und Fundament sowie nicht abgebaute Teile der Windkraftanalage von einem unabhängigen und zertifizierten Gutachter überprüfen zu lassen. Rotorblätter und Gondel sind spätestens, je nach Witterung, bis zum 6. April abzubauen. Bis dahin bleibt die Anlage stillgelegt und darf nicht wiederaufgebaut werden.
Am Donnerstagabend (8. März) hatten sich auf einem Feld in Borchen-Etteln waren zwei Rotorblätter des Windrads in der Phase des Einrichtens beschädigt und letztlich zerstört worden Die einzelnen Bruchstücke werden unter Aufsicht von Fachleuten der Landwirtschaftskammer aufgesammelt und fachgerecht entsorgt. Der Kreis Paderborn wird zudem Bodenproben ziehen lassen, um eventuell verbliebene Rückstände aufzuspüren.
Die Windkraftanlage befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks noch im Aufbau, war also noch nicht in Betrieb und somit auch noch nicht vom Kreisbauamt abgenommen worden. Im gesamten Kreisgebiet stehen 44 Anlagen dieses Typs, die alle bau- und immissionschutzrechtlichen Voraussetzungen erfüllen und somit genehmigt und auch abgenommen wurden. Das erste Windrad ging im August 2014 an den Start. Alle Anlagen laufen problemlos. Nach Angaben der Herstellerfirma stehen weltweit 820 Anlagen desselben Bautyps, bei denen vergleichbare Schäden nicht aufgetreten sind.
Quelle: KUKON 12.3.18

Freitag, 9. März 2018

Flügel eines neuen Windrades in Etteln zerfetzt

Wie die Gegenwind-BI Etteln berichtet, hat sich ein neues Windrad zerlegt, was sich auf die Umwelt um das Windrad negativ auswirkt. Der Betreiber hat nicht die Polizei informiert, erst  die Bürger mussten das tun.
Mehr dazu hier:
http://gegenwind-borchen.de/windrad-havarie-neue-200m-windkraftanlage-in-borchen-voellig-zerfetzt

Dienstag, 6. März 2018

Warum Ihre Backofenuhr plötzlich nachgeht ...
und demnächst wieder von allein richtig gehen wird.

Neue Zürcher Zeitung - 5.3.2018 - lesen Sie den ganzen Artikel hier:
Seit ein paar Wochen ist zu beobachten, dass in ganz Europa die Uhren, die am Stromnetz hängen, bis zu sechs Minuten nachgehen. Dies ist aber kein Grund, sie zu entsorgen. Die Ursache liegt in einer Energieknappheit im europäischen Stromnetz.
Dass Uhren, die ihren Takt vom Netz erhalten, inzwischen mehrere Minuten nachgehen, liegt begründet in einer Energieknappheit seit Mitte Januar, wie der Verband ENTSO-E auf seiner Webseite mitteilt. Verantwortlich sei die fehlende Energieeinspeisung eines Lieferanten in das europäische Verbundnetz. Man arbeite mit Hochdruck daran, dieses Problem zu beheben. Wer genau der Sünder ist, lässt die ENTSO-E offen. Normalerweise betrage die Abweichung nicht mehr als 20 Sekunden, der Ausgleich funktioniere.
Die Frequenz ist ein wesentlicher Indikator für die Betriebssicherheit des gesamten Verbundnetzes. Mittlerweile läuft das Netz auch ab und zu schneller, um wieder aufzuholen. Mehr dazu hier:



Mittwoch, 28. Februar 2018

Leserbrief in der NW vom 21. und 22 Februar.

■ Betrifft:    Inbetriebnahme von kreiseigenen Windrädern auf der Alten Schanze in der NW vom 21. und 22 Februar.

Zur Inbetriebnahme der zwei Windkraftanlagen (WKA) auf dem kreiseigenen Gelände der Deponie können die Anlieger und Nachbarn nicht gratulieren. Auch sie hatten unter der Firmierung WideyWind GmbH einen Antrag zur Errichtung einer baugleichen WKA im Jahre 2016 gestellt. Da sich ihr Standort in Hauptwindrichtung vor den geplanten Anlagen des Kreises befand, wurde dieser auch schnell vorstellig und wollte in Person des verantwortlichen Dezernenten eine Abschattungsregelung aushandeln. Praktischerweise ist der  verantwortliche Dezernent für das Genehmigungsverfahren auch Chef der Deponie, die die kreiseigenen WKA betreibt. In den Monaten des Genehmigungsverfahrens wurde in zahlreichen Terminen der Eindruck erweckt, man wolle dieses Gebiet zusammen mit den Nachbarn und Anüegern erschließen. In gleich mehreren Ortsterminen wurden Details bis hin zu Kabeltrassen und Wegekonzepten beschlossen. Auch durften sich die Nachbarn an den Kosten für gemeinsame Gutachten beteiligen. Parallel wurden im Genehmigungsverfahren von denselben Personen immer höhere Hürden aufgebaut und zusätzliche Gutachten eingefordert. Generell war der Umgang mit den Antragstellern alles  andere als dienstleistungsorientiert. Behörde pur. Beratung, Hilfestellung,  Lösungsorientiertheit gleich null.

 Eine beliebte Methode des Kreises Paderborn im Verfahren ist das Einfordern eines einseitigen Klageverzichtes an allen  nur kritischen Verfahrensstellen. Es ist an Sarkasmus nicht zu überbieten, wenn der zuständige Dezernent dann abschließend sagt: „Verklagen Sie uns doch, dann haben beide Seiten Rechtssicherheit“. Ergebnis: Mit gut sieben monatiger Verspätung haben auch die Nachbarn eine Genehmigung erhalten. Leider ist die EEG-Vergütung zwischenzeitlich halbiert, so dass die beantragte WKA nicht mehr  wirtschaftlich betrieben werden kann. Aber wie gesagt: Verklagen Sie uns doch!

 Nachtrag: Mit zweimonatiger Verzögerung wollte der zuständige Dezernent die Sichtweise  der Behörde erläutern. Bei der schriftlichen Terminabfrage wurde ausdrücklich auf den Rosenmontag hingewiesen. Alle Beteiligten sind zum Termin angereist. Der Dezernent befand sich auf dreiwöchiger Urlaubsreise. Seine  Vertretung, Leiter Bauamt, war in der Sache nicht informiert und selbst erst vor zwei Tagen von einer Fernreise heimgekehrt. Mehr Behörde geht nicht.
WideyWind GmbH
Hubert Stork,
Thomas Böhmer,
Franz-Josef Käuper
Salzkotten

Windkraftgewinne gehen an die Bürger

“Windkraftgewinne  gehen  an  die  Bürger – Zwei  neue  Anlagen  des  Kreises  Paderborn  stabilisieren  Müllgebühren”

Hurra, pro Jahr rund 1 Euro pro Haushalt im Kreis für die Müllgebühr gespart…!?!?

Es fällt schwer anzunehmen, dass niemand mehr rechnen kann und vor lauter Begeisterung jubelt, weil er diesen Unfug glaubt und fortan die WEA in seiner Nachbarschaft liebt. So tief kann das zugegebenermaßen angeschlagene Bildungsniveau nicht sinken….

Mal sind es die Wassergebühren, hier nun die Müllgebühren, die herhalten müssen, um die Hirne der Betroffenen zu vernebeln.
Akzeptanz erhalten nennen das Landrat Müller, der die ersehnten 207m hohen Enercon E 115-Anlagen stolz genehmigt und der ostwestfälische Windbaron und Profiteur Lackmann, der sie bauen darf!
Täuschen-Tarnen-Tricksen, dazu hohle Versprechungen und eine große Portion Wetterretter-Ideologie sind die bekannten Zutaten, zu denen Windkraftprofiteure greifen, um Gier und Gewinne zu verschleiern.
Fällt wirklich noch irgendjemand auf solche Volksverdummung rein? Der naive Kommentar läßt nur Kopfschütteln zu, oder ist der schlichte Inhalt auch Teil der Verdummungs-Kampagne?
An den Aussagen im Artikel ist nur eins korrekt: Die Anlagen stehen auf der Mülldeponie am richtigen Platz, denn da gehören sie hin.
JR

Zum Nachrechnen :
Zensus 2011:

130.000 € mögliche Einnahmen pro Jahr durch 2 WEA verteilt auf

126.967 Haushalte im Kreis Paderborn oder auf
https://www.it.nrw.de/statistik/z/zensus_2011/gemeindeblaetter/B05774.pdf (Seite 47)

294.602 Einwohner
https://www.it.nrw.de/statistik/z/zensus_2011/gemeindeblaetter/B05774.pdf (Seite 35)

http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/22066970_Neue-Windraeder-bei-Paderborn-stabilisieren-die-Abfallgebuehren.html


Diese Passage wurde Ihnen von www.windwahn.com unter folgendem link zur Verfügung gestellt: http://www.windwahn.com/2018/02/26/kreis-paderborn-nrw-neue-art-der-volksverdummung/