Landesverband NRW der Bürgerinitiativen für vernünftige Energiepolitik
Montag, 27. August 2018
Mittwoch, 22. August 2018
Aufklärung versus Ideologie
Windenergie war 2016 mit 13,3 % an der Stromerzeugung bei uns beteiligt, Nachdem die aber nur 20 Prozent unserer Primärenergie ausmacht, steuern WEA (2016 ca. 27.000) gerade einmal lächerliche 2,66 Prozent zu unserer Energie insgesamt bei.
Deutschlands Anteil an der weltweiten CO2-Emission beträgt 2,5 Prozent. Es geht demnach um 2,66 % von 2,5 %, also ca. 0,0665 Prozent der globalen Emissionen, die wir durch unsere Windanlagen überhaupt beeinflussen können – mit anderen Worten nichts!
Das allerdings auch nur theoretisch. Denn berücksichtigt ist dabei nicht, dass der unzuverlässige “Zappelstrom” aus Wind und Sonne konventionelle Kraftwerke zur Sicherung der Grundversorgung notwendig macht, die im ständigen “Stop-and-go-Modus” deutlich mehr CO2 emittieren als im Normalbetrieb. Weiter berücksichtigt sind dabei nicht die beim Bau der Anlagen frei geworden Emissionen (beim Bau einer einzigen WEA werden 280 to Kohle im Hochofen verfeuert). Berücksichtigt ist ebenso nicht, dass immer mehr WEAs in Wäldern gebaut werden, unserem größten CO2-Speicher (pro Windrad werden 500 bis 800 Bäume gefällt, bei Kahlschlag dauert es bis zu 500 Jahren bis sich der Boden in Bezug auf den Kohlenstoffkreislauf wieder erholt hat). Berücksichtigt sind natürlich auch nicht die ‘zigtausende Kilometer schwerster LKW und Baumaschinen, die zum Bau und Transport der Anlagen zurückgelegt werden und dabei Umwelt und Klima entsprechend belasten.
Diese Passage wurde Ihnen von windwahn unter folgendem link zur Verfügung gestellt.
https://www.windwahn.com/2018/08/18/aufklaerung-versus-ideologie/
Deutschlands Anteil an der weltweiten CO2-Emission beträgt 2,5 Prozent. Es geht demnach um 2,66 % von 2,5 %, also ca. 0,0665 Prozent der globalen Emissionen, die wir durch unsere Windanlagen überhaupt beeinflussen können – mit anderen Worten nichts!
Das allerdings auch nur theoretisch. Denn berücksichtigt ist dabei nicht, dass der unzuverlässige “Zappelstrom” aus Wind und Sonne konventionelle Kraftwerke zur Sicherung der Grundversorgung notwendig macht, die im ständigen “Stop-and-go-Modus” deutlich mehr CO2 emittieren als im Normalbetrieb. Weiter berücksichtigt sind dabei nicht die beim Bau der Anlagen frei geworden Emissionen (beim Bau einer einzigen WEA werden 280 to Kohle im Hochofen verfeuert). Berücksichtigt ist ebenso nicht, dass immer mehr WEAs in Wäldern gebaut werden, unserem größten CO2-Speicher (pro Windrad werden 500 bis 800 Bäume gefällt, bei Kahlschlag dauert es bis zu 500 Jahren bis sich der Boden in Bezug auf den Kohlenstoffkreislauf wieder erholt hat). Berücksichtigt sind natürlich auch nicht die ‘zigtausende Kilometer schwerster LKW und Baumaschinen, die zum Bau und Transport der Anlagen zurückgelegt werden und dabei Umwelt und Klima entsprechend belasten.
Diese Passage wurde Ihnen von windwahn unter folgendem link zur Verfügung gestellt.
https://www.windwahn.com/2018/08/18/aufklaerung-versus-ideologie/
Donnerstag, 26. Juli 2018
Die Energiewende in Deutschland - Konsens oder Kontroverse?
Ein Unterschied zwischen „öffentlicher Meinung“ und „veröffentlichter Meinung“.
Rund um Energie und
Klima gibt es leider ein wildes Durcheinander von hehren Zielen,
politischen Maßnahmen, schwer nachprüfbaren Behauptungen, sogenannten Studien, gutem
Glauben, der Macht des Geldes, der Macht der Medien …
… und mittendrin die
Bürger, die alle die Zeche zahlen müssen, aber von denen auch einige heftig
protestieren! … Ja warum das denn?
„Den Menschen, die sich in den Bürgerinitiativen engagieren,
werden solche Zusammenhänge häufig bewusst, weil die persönliche Betroffenheit
sie dazu bringt, sich mit den Dingen intensiv zu befassen. Diejenigen, die
nicht direkt betroffen sind – weil sie beispielsweise in großen Städten wohnen
– haben nicht die Anreize, das zu tun, und eigentlich sollten sie es auch nicht
tun müssen. Denn dafür gibt es ja die Medien, die Dinge recherchieren,
analysieren und dann ausgewogen und fair berichten.“
So jedenfalls endet die Lagebeschreibung eines unaufgeregten
Wissenschaftlers, die im vorigen Herbst erschien. Weiter unten im Interview im
April 2018 geht er noch weiter.
Der Magdeburger Umweltökonom Prof. Joachim Weimann hält die
Protestbewegung gegen Windenergie für politisch unterschätzt und die Gefahren
der Windkraft in der Öffentlichkeit unzureichend wahrgenommen. Lesen Sie selber
hier:
- Der verschwiegene Protest - 18.09.2017, ca. 3 Seiten lang
https://background.tagesspiegel.de/der-verschwiegene-protest/
Prof. Dr. Joachim Weimann ist Professor für Wirtschaftspolitik an der
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
- Gegner großer Windräder werden von der Politik nicht gehört und
ernst genommen. Im MAZ-Interview vom April 2018 sagt Prof. Joachim
Weimann, warum das so ist und warum es falsch ist.
http://www.maz-online.de/Brandenburg/Professor-fuer-Umweltoekonomik-Joachim-Weimann-im-Interview-Bewegung-der-Windkraft-Gegner-wird-diffamiert
"In
Politik und Öffentlichkeit gibt es ein großes Unverständnis darüber, wie der
Energiemarkt funktioniert."
… sagt auch Prof. Axel Ockenfels von der Uni Köln. wohl der bekannteste deutsche Nachwuchs-Wissenschaftler seines Fachs.
… sagt auch Prof. Axel Ockenfels von der Uni Köln. wohl der bekannteste deutsche Nachwuchs-Wissenschaftler seines Fachs.
Mittwoch, 18. Juli 2018
Regionalbündnis übt Kritik am Landesentwicklungsplan
Eigentlich
sollte der neue Landesentwicklungsplan den Kommunen bei der Windenergie mehr
Planungssicherheit geben und den betroffenen Bürgern mehr Schutz durch größere
Abstände. Auch der Wald galt als Tabuzone, so zumindest hieß es im Herbst
vergangenen Jahres nach der Landtagswahl und im Bundestagswahlkampf, in dem das
Thema in den ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens ebenfalls eine große
Rolle spielte und weiterhin spielt.
„Wir sind
der neuen Landesregierung einerseits dankbar, dass sie das Thema umgehend
angegangen ist und die MIndestflächenvorgaben gestrichen und das neune
Schallberechnungsverfahren eingeführt hat,“ so Heiner Brinkmann, Vorsitzender
des Regionalbündnisses Windvernunft, Paderborn, das die Interessen zahlreicher
Bürgerinitiativen in der Region OWL-Sauerland bündelt und deren Interessen
politisch vertritt. „Viele unserer Mitstreiter im Land sind sich sicher, dass
die Aussagen der CDU und FDP zum maßvollen Umgang mit dem Ausbau der Windkraft
zu dem knappen Wahlsieg mit Einstimmenmehrheit im Düsseldorfer Landtag geführt
hat. Entsprechend hoch ist die Erwartung vieler Mitbürger nicht nur in unserer
Region. Doch die Politik liefert nicht.“
Dabei hatte
sich die Landespolitik in einem gemeinsamen Antrag der CDU und FDP – Fraktionen
im September letzten Jahres zum Ziel gesetzt: den „Windenergieausbau wieder in
geordnete Bahnen zu lenken und die Akzeptanz für die Windenergie wieder zu
sichern“. Dieses sollte so umgesetzt werden, dass die Kommunen in ihrer
Planungshoheit gestärkt und die Privilegierung der Windenergieerzeugung im Wald
aufgehoben wird. Daneben soll die bedarfsgerechte Befeuerung verpflichtend gemacht
und ein Repowering ermöglicht werden, bei dem die Zahl der Anlagen beschränkt
und die Zahl der Altanlagen verringert wird.“
„Von alledem
ist im Entwurf des neuen LEP nichts zu finden“, so Hubertus Nolte, Sprecher des
Regionalbündnisses, „das Ergebnis ist enttäuschend. Wir sind es gewohnt, dass
unsere Vorschläge, die wir in den letzten Jahren in unterschiedlichste
Verfahren in der Region oder im Land und Bund eingebracht haben, ohne
Berücksichtigung geblieben sind. Aber nun hält man sich nichtmals an die
eigenen politischen Beschlüsse, das ist schon bitter.“
Das
Regionalbündnis hat daher umfangreich Stellung zum Entwurf des LEP genommen, in
der auch die vorgenannten Beschlüsse und Wahlkampfaussagen nochmals
aufgegriffen wurden.
Auf
Vermittlung unseres heimischen Landtagsabgeordneten Bernhard Hoppe-Biermeyer
konnte die Stellungnahme fristgerecht dem zuständigen Wirtschaftsminister Prof.
Dr. Pinkwart vor wenigen Tagen im Landtag in Düsseldorf übergeben werden.
Übergabe der Stellungnahme an Prof.
Dr. Pinkwart: (v.l.) Hubertus Nolte, Bernhard Hoppe-Biermeyer, Minister
Pinkwart, Heiner Brinkmann, Willi Büngeler, Willi Schmidt (Landesbündnis
Vernunftwende)
Dabei nahm
sich der Minister auch Zeit zur Diskussion. Den beteiligten Politikern und
Vertretern der Bürgerinitiativen war dabei bekannt, dass so manches Ziel, wie
eine rechtssichere 1500 m - Abstandsregelung, nur auf Bundesebene geschaffen
werden kann. Minister Pinkwart verwies dabei auf die bereits begonnen
Aktivitäten zu einer entsprechenden Bundesratsinitiative.
„Die
Einführung einer verbindlichen Regelung zur bedarfsgerechten Befeuerung – das
Dauerblinken ist eines der Hauptärgernisse -
oder eindeutige Regelungen zum Repowering können unabhängig von einer
Bundesgesetzgebung von der Landesregierung beschlossen werden“, so Hubertus
Nolte weiter, “es kann nicht sein, das man dort, wo die Menschen bereits seit
Jahren mit dem Windenergieanlagenbetrieb vor ihrer Haustür belästigt sind, neue
Abstandsregelungen o.ä. außen vorlassen will, zum Vorteil der ohnehin
begünstigen Anlagenbetreiber, aber zum Nachteil der Anwohner. Gerade hier im
Kreis Paderborn mit über 500 Windenergieanlagen, die teilweise viel zu nah an
die Orte gebaut wurden, wären unsere Mitbürger damit doppelt betroffen und
werden so zu Menschen 2. Klasse degradiert, das darf nicht sein!“
Diese Forderung
unterstützte auch Bernhard Hoppe-Biermeyer und lud den Minister in seinen Wahlkreis
ein, um sich ein Bild von der besonderen Situation im Kreis Paderborn zu
machen. Der Minister konnte sich einen Termin bereits im Herbst vorstellen.
Das
Regionalbündnis sucht seit Jahren den sachlichen Dialog in der
Auseinandersetzung zu einem vernünftigen Ausbau der Erneuerbaren Energien in
unserer Region. „Das Gespräch mit unserem Landtagsabgeordneten und dem neuen
Wirtschaftsminister zeugt von einer anderen Qualität im Umgang mit den Anliegen
der Bürgerinitiativen, was wir von der alten Landesregierung so nicht erfahren
haben“ zeigt sich Heiner Brinkmann zuversichtlich, hier nun doch etwas bewegen
zu können, „andernfalls werden die betroffenen Bürger den Weg der juristischen
Auseinandersetzung und zu politischen Alternativen suchen.“
18.07.2018 –
Hubertus Nolte
Samstag, 23. Juni 2018
Spitzen der Bürgerinitiativen aus NRW tagen im Spankenhof
Auf Initiative des Regionalbündnisses Windvernunft lud der
Energiedialog.NRW – eine Einrichtung der EnergieAgentur.NRW - am Freitag, den
22. Juni 2018 in die gute Stube der Stadt Bad Wünnenberg, dem Ratssaal im
historischen Spankenhof zu einer Informationsveranstaltung zum neuen
Windenergieerlass und zum Entwurf des Landesentwicklungsplanes (LEP) NRW.
Als Experte gab Prof. Dr. Raschke von der Fachhochschule für
öffentliche Verwaltung NRW zunächst eine Übersicht über die wichtigsten
Änderungen im Winderlass und im LEP und zu deren rechtlichen Handhabung. Prof.
Raschke war den Teilnehmer aus unserer Region bestens bekannt, war er doch bis
Ende des Jahres noch im Rechtsamt des Kreises Paderborn als Experte in den
zahlreichen Genehmigungsverfahren zum Bau von Windenergieanlagen tätig.
Entsprechend kompetent waren seine Ausführungen und Antworten zu den
zahlreichen Fragen der Teilnehmer.
Prof. Dr. Raschke
informiert
Bedauerlich war die kurzfristige Absage des Vertreters des Düsseldorfer
Wirtschaftsministerium, das inzwischen für den Ausbau der erneuerbaren Energien
in NRW zuständig ist. Dafür nahm der Landtagsabgeordnete Bernhard
Hoppe-Biermeyer (CDU) an der Veranstaltung teil und bekräftige seine Haltung
gegen den maßlosen Ausbau der Windenergie und verwies auf die Beschlüsse der
neuen Landesregierung, den Ausbau der Windkraft wieder in geordnete Bahnen zu
lenken.
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Hört interessiert zu
und bringt sich mit ein: B. Hoppe-Biermeyer (CDU) MdL
|
Den Teilnehmern wurde anhand der Ausführungen Prof. Raschkes
schnell deutlich, dass der LEP bei weitem nicht die Erwartungen der
Bürgerinitiativen erfüllen kann, zu unverbindlich und ergebnisoffen sei er
formuliert. Auch das von der Landespolitik angekündigte Ziel, den Kommunen
wieder ihre Planungshoheit zurückzugeben, ist nicht erreicht worden. Die
fehlenden Vorgaben zum Abstand, zu Anlagen im Wald oder zum Repowering machen
den notwendigen Abstimmungsprozess nur noch schwieriger und zudem auch noch
aufwendiger.
Die Vertreter der Bürgerinitiativen waren sich bewusst, wie
wichtig es ist, fristgerecht zu dem neuen LEP Stellung zu nehmen. Hierzu sollen
vom Regionalbündnis bzw. dem Landesbündnis Rückmeldungen der einzelnen BI´s
gesammelt und in eine gemeinsame Stellungnahme eingefügt werden. Diese soll dem
heimischen Landtagsabgeordneten Hoppe-Biermeyer dann persönlich übergeben
werden.
An der Veranstaltung nahm auch Bad Wünnenbergs Bürgermeister
Christoph Rüther teil und berichtete von dem erneuten Aufwand, der der
wiederholten Niederlage vor dem OVG und dem Verlust des Flächennutzungsplanes
geschuldet ist. Die Vorgaben des neuen LEP machen es auch der Stadt Bad
Wünnenberg in ihrer wieder begonnen Planungsarbeit zur Ausweisung von
Konzentrationszonen zur Windenergienutzung nicht leichter, eher im Gegenteil.
Hubertus Nolte, Juli 2018
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