Marktwert Solar im Januar über 17,8 Cent pro Kilowattstunde
Die Entwicklung der vergangenen Monate setzte sich auch zu Jahresbeginn fort, auch wenn der Marktwert für den Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen erstmals wieder sank. Er lag dennoch etwa 12 Cent pro Kilowattstunde höher als im Januar 2021. Dies zeigt sich auch deutlich bei den Einnahmen und Ausgaben der Übertragungsnetzbetreiber, die auf dem EEG-Konto verbucht sind.
10. Februar 2022 Sandra Enkhardt weiterlesen
Landesverband NRW der Bürgerinitiativen für vernünftige Energiepolitik
Montag, 14. Februar 2022
EEG-Konto fast 12,7 Milliarden Euro im Plus –
Samstag, 5. Februar 2022
Samstag, 29. Januar 2022
Pressemitteilung 02/2022 Vernunftkraft NRW e.V.
VERNUNFTKRAFT NRW e.V., Talweg 3, 33178 Borchen
den 22.01.2022
NRW – Ausbauziele Wind von 2%
Sehr geehrte Damen und Herren,
von der Windlobby, als auch von den Medien werden 2% der Fläche der Bundesrepublik bzw. der Länder für eine Nutzung der Windenergie immer gerne als kleiner Punkt dargestellt.
Doch wie sieht die Realität aus?
Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Bei der Berechnung sind wir von der Annahme ausgegangen, dass aus Gründen einer ausreichenden Windausbeute nur 5 WEA auf 1 km² errichtet werden können. Bei der neuesten Generation von WEA wird dies eher weniger, da nach den Maschinengutachten der Hersteller, so wie den Turbulenzgutachten ein Mindestabstand von 500 Meter, und bei neueren WEA sogar mehr als 800 Meter voneinander eingehalten werden muss, da die Anlagen ansonsten den extremen Turbulenzen (Wirbelschleppen) durch den Wind ausgesetzt sind und Schaden nehmen könnten.
Wie der Ausarbeitung zu entnehmen ist, sind wir schon heute bei einer Nutzung von mehr als 2% der Fläche in NRW.
Wie der Ausarbeitung zu entnehmen ist, sind wir schon heute bei einer Nutzung von mehr als 2% der Fläche in NRW.
Nur am Rande erwähnt werden hier die weltweiten Umweltschäden, die bei der Produktion der Rotoren alleine durch die Verwendung des leichten Balsaholzes entstehen. Pro WEA werden hier mehr als 15 Kubikmeter dieses Holzes verbaut, bei dessen Gewinnung mehrere Quadratkilometer Regenwald abgeholzt werden müssen. Das ist weder nachhaltig, noch dient es dem Klimaschutz.
Auch das Thema Mikroplastik wird hier nur erwähnt. Nach europäischen Studien und mehrerer Gutachten entweichen pro Windkraftanlage durch Abrieb (Erosion) mehr als 60 kg in die Umwelt mit der Folge einer erheblichen Kontamination des Bodens, oft auch von landwirtschaftlichen Flächen.
Nach aktuellen Berechnungen über die Stromproduktion moderner WEA können sogar Anlagen in NRW zurückgebaut werden, um notwendige Abstände zur Wohnbebauung und zu ökologisch wertvollen Flächen einzuhalten. Dies ergibt sich aus Studien, bzw. auch aus einem Gutachten „Stellungnahme 17/3979“ vor der Landtag NRW, in dem klar dargelegt wird,dass nach einer Studie des Energiewirtschaftlichen Institutes an der Universität Köln ein Abstand zur Wohnbebauung unter 1400 Meter nicht notwendig ist, um den Anteil der Stromproduktion zur Energiewende durch WKA bis 2050 zu erfüllen. Mit modernen WKA in Höhen von 250 – 300 Meter kann eine deutlich höhere Ausbeute – Energie - erwirtschaftet werden. (Prof. Horst Bendix, „Windernte in 300 Meter Höhe“ in Erneuerbare Energien).
Die Formel lautet:
Doppelte Windgeschwindigkeit = achtfacher Ertrag
Dreifache Windgeschwindigkeit = 27-facher Ertrag
Es ist jedoch nicht verwunderlich, das die Windlobby, die mittlerweile einen enormen Einfluß auf die Politik geltend macht, wegen der enormen Gewinnmöglichkeiten bei der Projektierung und dem Betrieb einen weiteren Ausbau für Windanlagen fordert. Auch nach den Änderungen des EEG müssen die Bürger diese Profite über die Stromrechnung oder als Steuerzahler bezahlen.
Die folgenden Grafiken machen auch dem Laien deutlich, dass ein weiterer Zubau durch WKA nicht zielführend ist. Es handelt sich hier um volatilen Strom, der uns nur in 20-30% des Jahres ausreichend zur Verfügung steht.
Graphik 2 zeigt, dass die Stromproduktion aus WKA teilweise > 50% der benötigten Energiemenge erreichen kann, dies ist jedoch eher selten der Fall.
Wie sieht es nun beim Vergleich der benötigten Flächen mit anderen Energiequelle aus?
Die Grafik (www.dual-fluid.de) zeigt anschaulich den extrem hohen Flächenverbrauch der Windenergie, der hauptverantwortlich für alle Konflikte mit Mensch und Natur ist.
Wir dürfen uns auch in Hinblick auf den Klimawandel innovativen neuen Technologien nicht verschließen. Wir alle haben einen doppelten Schutzauftrag: Die Erde vor zu großer Erwärmung zu schützen und gleichzeitig den Artenverlust/Rückgang der Biodiversität zu stoppen.
Wir dürfen den nächsten Generationen nicht eine Welt hinterlassen, in der Landschaftsschutz, Naturschutz, Schutz der Artenvielfalt auf dem Altar des Klimaschutzes durch alleinige Verwendung Erneuerbarer Energien geopfert werden. Klimaschutz, Umweltschutz, Erhalt der Biodiversität sind globale Themen und müssen mit gleicher Priorität behandelt werden.
Klimaschutz, Biodiversität und soziale Gerechtigkeit müssen zusammengedacht werden, fordern der Weltbiodiversitätsrat IPBES und der Weltklimarat IPCC 2021.
Mit freundlichen Grüßen
VERNUNFTKRAFT NRW e.V.
i.A. Volker Tschischke, Vorstand
Sonntag, 23. Januar 2022
Pressemitteilung 01/2022 Vernunftkraft NRW e.V.
Landesregierung will Windrad – Bau in NRW – Wäldern erleichtern
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Bau von Windenergieanlagen (WEA) in Wäldern in NRW war bisher nur sehr
eingeschränkt möglich. Damit wurde ein Wahlversprechen von CDU und FDP eingelöst,
unsere Natur- und Kulturlandschaften, Wälder und ökologisch wertvolle Lebensräume vor
dem flächendeckenden Ausbau der Windkraft zu schützen.
Mit der am 16. Dezember 2021 in den Landtag eingebrachten überarbeiten
Energieversorgungsstrategie kommen Sie nun der Forderung der Akteure aus der Energie-
und Forstwirtschaft nach, auf Einschränkungen bei der Windenergie im Wald zu verzichten.
Es ist nicht verwunderlich, dass wir in dieser Erklärung dann auch die zentrale Forderung
der Windkraftindustrie, den „überzogenen Waldschutz“ im Landesentwicklungsplan und im
Windkrafterlass als Hindernis für den Windkraftausbau zu beseitigen, wiederfinden. Die
politischen Entscheidungsträger haben nun mit diesem Beschluss wunschgemäß diese
Hürde schnell beseitigt: Vorrang für die Windkraft im Wald!
Damit brechen Sie Ihr Wahlversprechen! Und dies kurz vor der Landtagswahl.
Zu offensichtlich unterwerfen sich unsere gewählten politischen Vertreterinnen und Vertreter
von CDU und FDP erneut einseitig den wirtschaftlichen Interessen der Windkraftbranche und
der Forstbesitzer, nachdem der Klimawandel ausschließlich mit dem Ausbau erneuerbarer
Energien und hier in erster Linie durch Windkraft u.a. im Wald zu begegnen sei.
Die neue Energieversorgungsstrategie der Landesregierung geht in die falsche Richtung.
Windenergie gehört nicht in den Wald. Denn:
Windwurfflächen, Waldbrandflächen und Waldflächen mit Borkenkäferbefall ohne
Wiederaufforstung sind Keimzellen der Waldentwicklung in NRW. Sie sind von
besonderer Bedeutung für die Biodiversität und den Klimaschutz und daher als
Standorte für Windenergieanlagen ungeeignet.
Neue wissenschaftliche Untersuchungen belegen sehr eindrucksvoll, dass Waldflächen, die
forstwirtschaftlich genutzt wurden, sich besonders schnell erholen, wenn man sie in Ruhe
lässt. Dies funktioniert besser als gezieltes Pflanzen. Verglichen mit der Anpflanzung neuer
Bäume schneidet sie im Hinblick auf die biologische Vielfalt, den Klimaschutz und die
Rückgewinnung von Nährstoffen viel besser ab. Hinzu kommt, dass man bei den neu
gepflanzten Laubbäumen zu erheblichen Teilen auf nicht heimische Arten wie Esskastanie
oder Roteichen setzt. Nur: Damit können unsere heimischen Tierarten sehr wenig anfangen.
Es gibt inzwischen sehr gute Thermobilder, die zeigen, dass, wenn man die abgestorbenen
Fichten stehen lässt, es auf jenen Flächen immer noch zehn Grad kühler ist als auf
abgeholzten Bereichen. Das heißt, die Folgen der Klimakatastrophe für den Wald werden
durch die Abholzung der toten Fichten noch verstärkt. Der Wald ist erst dann tot, wenn die
Bäume ausgeräumt sind. Tote Bäume sind nicht gleichzusetzen mit einem toten Wald.
Weitere Argumente, die gegen einen Bau von WEA im Wald sprechen sind:
• Der Anteil schutzwürdiger, gefährdeter oder auch besonders geschützter Biotope ist
im Wald überproportional hoch. Der Anteil gefährdeter Biotoptypen ist nirgends größer
als im Wald – mit großem Abstand zu allen anderen Lebensräumen. Insoweit besteht
die Gefahr, dass solche Biotope im hohen Maße von der Bereitstellung von
Waldflächen für die Errichtung von WEA beeinträchtigt werden. Die bereits an sich
hohe Bedeutung des Waldes für den Biotop- und Artenschutz spricht grundsätzlich
gegen eine Inanspruchnahme des Waldes für WEA.
• Etwa die Hälfte aller in Deutschland vorkommenden Vogelarten besiedelt mehr oder
weniger bevorzugt den Wald, etwa ein Drittel davon gelten als echte Waldvögel. Die
Inanspruchnahme von Wald für WEA führt zu einem unmittelbaren Verlust der
Lebensräume vor allem störungsempfindlicher Arten mit großem Raumbedarf. Hierzu
zählen vor allem alle Wald bewohnenden Greifvogel- und Eulenarten, Kolkrabe,
Schwarzstorch, Graureiher. Der Luftraum, den Greifvögel wie der Rotmilan, Störche
und Reiher für Balz, Nahrungsflüge oder zum Erreichen der Nahrungshabitate über
Wäldern nutzen oder regelmäßig überfliegen, kann viele Quadratkilometer groß sein.
Die anlagenbedingten Störungen reichen weit über die unmittelbar beanspruchten
Flächen hinaus. Hinzu kommen Störungen aufgrund von Erschließungen, Wartungs-
und Reparaturarbeiten. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass es sich z. T. um stark
gefährdete Vogelarten handelt. Ähnlich schwerwiegende Auswirkungen sind für die
Lebensräume störungsempfindlicher Säugetiere wie Wildkatze und Luchs zu erwarten,
mit deren Erhaltung oder Wiederausbreitung nur in störungsarmen Waldgebieten
gerechnet werden kann.
• Für alle über den Wald ziehende Vogelarten besteht die Gefahr, mit den WEA zu
kollidieren. Besonders gefährdet sind Großvogelarten wie Kranich, Gänse und
Schwäne, vor allem wenn die Anlagen im Korridor des Vogelzuges oder an
exponierten Standorten errichtet werden. Das Risiko nimmt mit unzureichenden
Sichtverhältnissen und Starkwinden noch zu, wenn die Vögel mit Sichtkontakt zum
Boden z. T. in nur 50 – 100 m Höhe etwa über das Berg- und Hügelland ziehen. In
jedem Fall ist das Risiko für Vögel, an Anlagen zu verunglücken im Wald tendenziell
deutlich größer als im Offenland, weil die Anlagen im Offenland leichter
wahrgenommen werden können.
• Prinzipiell gleiche Bedenken sind hinsichtlich des Schutzes der Wald bewohnenden
Fledermäuse vorzubringen. Eine Reihe von Arten (z. B. Großer und Kleiner
Abendsegler, Bechstein- Mops- und Fransenfledermaus) jagt bevorzugt regelmäßig
oder fakultativ oberhalb der Baumkronen und damit in den Höhen, die von den Rotoren
erreicht werden. Deshalb muss gerade im Wald mit enorm hohen Verlusten an
Fledermäusen gerechnet werden. Das zeigt auch die hohe Todesrate an den
untersuchten im Wald errichteten Anlagen.
• Sobald ein Waldgebiet, auch wenn es sich hier nur um Kalamitätsflächen handelt,
erstmalig für den Bau von WEA industriell genutzt wurde, gilt es als
„vorgeschädigt“ bzw. „vorbelastet“. Erfahrungsgemäß verlieren die angrenzenden
noch intakten Waldflächen durch erfolgreiche Klagen vor den Verwaltungsgerichten
schnell ihren besonderen Schutzstatus. Der weitere Bau von WEA ist dann hier
„vorprogrammiert“. Auch weitere Eingriffe, wie z.B. Schneisen für
Hochspannungsleitungen und sonstige Maßnahmen, werden dadurch ermöglicht.
• WEA sind technische Bauwerke, von denen aufgrund ihrer Größe, Gestalt,
Rotorbewegung und -reflexen, Sicherheitskennzeichnung mit Farbanstrichen und
Licht großräumige Wirkungen ausgehen, welche das Erscheinungsbild einer
Landschaft verändern und bei großer Anzahl und Verdichtung ganzen Regionen den
Charakter einer Industrielandschaft geben können. Die bauhöhenbedingte Dominanz
der Anlagen mit Gesamthöhen von heute bis zu 240 m wird aufgrund der Bevorzugung
exponierter Standorte wie in den Höhenlagen unserer Mittelgebirge noch verstärkt. Bei
weitem Sichtfeld oder exponierter Lage sind die Anlagen in bis zu 10 km Entfernung
und mehr noch sichtbar. Die negativen Auswirkungen auf das Landschaftsbild sind
umso schwerwiegender je natürlicher oder kulturhistorisch bedeutsamer die
betroffenen Gebiete sind.
• Viele ländliche Bereiche sind ohnehin schon strukturschwache Regionen, die auf den
Tourismus angewiesen sind. Nun werden sie auch ihrer letzten Ressourcen beraubt:
Der einzigarten Natur. Die riesigen Windräder zerstören das besondere
Landschaftspanorama und die Zukunftsperspektive ganzer Landstriche.
Sehr geehrte Damen und Herren, die Zeiten, in der „Windparks“ ausschließlich bejubelt
werden, sind endgültig vorbei. Der Widerstand in der ländlichen Bevölkerung wächst an vielen
Orten, so auch in unserer Heimat. Und wer über die Autobahnen im Paderborner Land und
in die Eifel fährt, weiß warum: Er sieht Armeen von Stahltürmen mit gigantischen Rotoren,
die über viele Kilometer alles andere beherrschen. Und es sollen noch viel, viel mehr werden.
Damit stellt sich für die Menschen eine bedeutende Frage: Müssen wir uns für den geringen
Beitrag, den insbesondere die Windkraft zum Klimaschutz und der Erderwärmung, zum
gesamten Energiebedarf (derzeit nur rund vier Prozent) und zur Grundlastfähigkeit des
deutschen Stromnetzes leistet, die weitere Zerstörung der natürlichen Lebensräume und der
wertvollen Kulturlandschaften hinnehmen?
Man gehe nur einmal im Sommer im Wald spazieren. Dort wird man sehr schnell feststellen,
das dort geringere Temperaturen vorherrschen, wie auf freier Flur.
Durch die Verwirbelung der Luft hinter den Rotorblättern wird der Luft Feuchtigkeit
entzogen, so dass sich der Boden erwärmt und austrocknet. Dies haben Prof. Christina
L.Archer und Prof. Keith haben herausgefunden. Wie lange halten das unsere Wälder aus,
die wir dringend zur CO2 Reduzierung benötigen?
Die großen WKA und Windfarmen an Land sind also mitverantwortlich für die
Erderwärmung, verstärken die Klimakatastrophe und tragen nicht zu einer nennenswerten
Verringerung der CO2 Emission bei. Es sind keine alten grauen Männer, die die
Windraftanlagen skeptisch sehen. Es sind Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, deren
Forschungsergebnisse man ignoriert.
„Finger weg vom Wald“
Mit freundlichen Grüßen
VERNUNFTKRAFT NRW e.V.
Samstag, 22. Januar 2022
Kurzstellungnahme zur PM des BWE vom 20.01.22